Zahl der VerkehrsunfĂ€lle und der VerunglĂŒckten sinkt / VerkehrsunfallprĂ€vention bekommt höheren Stellenwert / Kreispolizeibehörde Höxter stellt Verkehrsbericht 2023 vor
19.03.2024 - 12:16:06"Vision Zero. Keiner kommt um. Alle kommen an." Mit diesem Slogan des Deutschen Verkehrssicherheitsrats (DVR) begann der Leiter der Direktion Verkehr, Erster Polizeihauptkommissar Markus Tewes, die Vorstellung des Verkehrsberichts 2023. Dass sich PrĂ€ventionsmaĂnahmen und gezielte VerkehrsĂŒberwachung positiv auswirken, zeige sich an den Unfallzahlen des vergangenen Jahres.
Die Anzahl der Schwerverletzten sank zwar um fast 30 Prozent, allerdings ist ein Anstieg bei den Leichtverletzten zu erkennen. Dieser Wert hat mit 440 ein Zehnjahreshoch erreicht. Dass weiterhin MaĂnahmen ergriffen werden mĂŒssen, zeigt sich auch an der VerunglĂŒcktenhĂ€ufigkeitszahl. Diese wird aus der Anzahl der Verletzten pro 100.000 Einwohner berechnet. Im Kreis Höxter liegt diese bei 405 und ist damit weiterhin höher als im Vergleich zum Land NRW, so Markus Tewes. Bei den Schwerverletzten ist der Wert sogar fast doppelt so hoch wie in ganz NRW.
In der Verkehrssicherheitsarbeit der Kreispolizeibehörde Höxter bekommt die VerkehrsunfallprĂ€vention einen höheren Stellenwert, bei der alle Verkehrsteilnehmer fĂŒr die Gefahren des StraĂenverkehrs sensibilisiert werden mĂŒssen, kĂŒndigte Polizeidirektor Christian Brenski an. Landrat Michael Stickeln appelliert an alle Verkehrsteilnehmer im Kreis Höxter: "Sie sind es, die durch stĂ€ndige Vorsicht und gegenseitige RĂŒcksichtnahme VerkehrsunfĂ€lle verhindern können. Damit retten sie Menschenleben".
AuffĂ€llig an den diesjĂ€hrigen Zahlen ist der RĂŒckgang der VerunglĂŒckten in der Altersgruppe der jungen Erwachsenen (18 - 24-jĂ€hrige) von 110 auf 95, aber ein gleichzeitiger Anstieg in den Altersgruppen Jugendliche (15 - 17-jĂ€hrige) von 34 auf 45 und den Senioren (65 Jahre und Ă€lter) von 78 auf 91. Die Anzahl der verunglĂŒckten Senioren liegt dabei auf einem Zehnjahreshoch.
Als Unfallursachen zeigen sich statistisch gesehen vor allem VerstöĂe in den Bereichen Geschwindigkeit, Vorfahrt/Vorrang und Fehler beim Abbiegen. "Das sind Augenblicksversagen der Verkehrsteilnehmer, diese Fehler mĂŒssen minimiert werden", findet Markus Tewes.
Auch die VerkehrsunfÀlle unter dem Einfluss von Drogen sind von 15 im Jahr 2022 auf 21 im Jahr 2023 gestiegen.
Im Kreis Höxter lohnt es sich ĂŒbrigens weiterhin nicht, als Verursacher von einer Unfallstelle zu flĂŒchten: Die AufklĂ€rungsquote bei Unfallfluchten liegt bei 47 Prozent und ist damit der zweitbeste Wert im Land NRW. Bei den Unfallfluchten mit Personenschaden liegt diese AufklĂ€rungsquote sogar bei 63,9 Prozent. "Es ist allerdings weiterhin bedenklich, dass jeder sechste Unfallbeteiligte im Kreis Höxter nicht die erforderlichen Angaben zu seiner Unfallbeteiligung macht", betonte Markus Tewes.
In der Fachstrategie Verkehr, die fĂŒr das Jahr 2024 neu gefasst wurde, werden in diesem Jahr die VerkehrsunfallprĂ€vention und der Opferschutz an erste Stelle gesetzt. So sollen u.a. weiterhin junge Fahrer ĂŒber das Programm "Crash Kurs NRW" erreicht und spezielle Pedelec-Kurse fĂŒr Senioren angeboten werden. Um die Zahlen kĂŒnftig weiter zu verbessern, sind zudem weitere MaĂnahmen im Bereich der VerkehrsĂŒberwachung geplant. /gla
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