KriminalitÀt, Polizei Kreis Kleve - Gemeinsame PresseerklÀrung der LVR-Klinik Bedburg-Hau und der Polizei Kleve: Wege aus der (Schul-)Gewalt / 200 engagierte Teilnehmerinnen und -Teilnehmer beim 1. Fachtag in Bedburg-Hau
27.11.2025 - 16:17:37
Kreis Kleve - Am Mittwoch (26. November 2025) fand im Gesellschaftshaus der LVR Klinik Bedburg-Hau der 1. Fachtag "Wege aus der (Schul-)Gewalt" als Ganztagsveranstaltung statt. Dieser von der KriminalprĂ€vention der Kreispolizeibehörde Kleve in Kooperation mit der Abteilung fĂŒr Kinder- und Jugendpsychiatrie, -psychotherapie und -psychosomatik (KJPPP) organisierte Fachtag richtete sich vor allem an Schulleitungen, LehrkrĂ€fte und Schulsozialarbeiter bzw. -arbeiterinnen. Dementsprechend waren die verschiedenen VortrĂ€ge auf die unterschiedlichen Blickwinkel von Gewalt durch Kinder und Jugendliche, vor allem im Kontext des schulischen Lebens, ausgerichtet. Nach einem einleitenden GruĂwort des Landrates des Kreises Kleve, Herrn Christoph Grewers, erlĂ€uterte Dr. med. Nikolaus Barth, Chefarzt der KJPPP, Erscheinungsformen und ErklĂ€rungsansĂ€tze zur Gewaltdelinquenz bei Kindern und Jugendlichen. Hier wurde deutlich, dass Bindung ein wesentlicher Faktor zur GewaltprĂ€vention ist. Finden sie keine verlĂ€ssliche Bezugsperson, steigt die Gefahr von dissozialem Verhalten. Im besten Fall kann die Schule eine gewisse VerlĂ€sslichkeit darstellen und spielt daher - neben dem Bildungsauftrag - eine wichtige Rolle fĂŒr eine gesunde Entwicklung von Kindern und Jugendlichen. AnschlieĂend erlĂ€uterte Astrid Klösters von der KriminalprĂ€vention der Kripo den Erlass "Zusammenarbeit bei der VerhĂŒtung und BekĂ€mpfung der JugendkriminalitĂ€t". Dieser stellt die Verzahnung von Schulen, JugendĂ€mtern und Polizei in den Focus. StaatsanwĂ€ltin Alexa Hell stellte die "Garantenstellung" der Schulen und ihrer LehrkrĂ€fte in den Vordergrund. Sie beschrieb, inwieweit Lehrerinnen und Lehrer auch rechtlich verantwortlich sind fĂŒr die ihnen anvertrauten SchĂŒlerinnen und SchĂŒler. Frau Britta Baumanns, die Leiterin der Schulpsychologischen Beratungsstelle fĂŒr den Kreis Kleve, stellte ihre TĂ€tigkeit in einem sehr praxisorientierten Vortrag dar. Es schloss sich eine Vorstellung der KriminalprĂ€vention der Polizei im Kreis Kleve an. Die einzelnen Mitarbeitenden erlĂ€uterten ihre Arbeitsbereiche, von der Technischen PrĂ€vention (Einbruchschutzberatung bspw.) ĂŒber CyberkriminalitĂ€t, Sexualisierte Gewalt, Sucht und Drogen, Seniorenberatung bis hin zur Initiative "Kurve kriegen", die sich mit stark verhaltensauffĂ€lligen und straffĂ€llig gewordenen Jugendlichen befasst. Die Teilnehmenden beteiligten sich rege an allen Diskussionen mit Fragen, Anregungen und auch Kritik. Zum Abschluss der Veranstaltung wurden bei einem PodiumsgesprĂ€ch "Schule fragt - Polizei antwortet" noch offene Fragen behandelt. Insgesamt eine gelungene Veranstaltung, da waren sich die Teilnehmenden und Organisatoren einig. Es wurde deutlich, wie wichtig eine Vernetzung aller Akteure ist, um Kinder und Jugendliche nicht abrutschen zu lassen. Eine einzelne Veranstaltung kann die gesellschaftliche Entwicklung nicht von jetzt auf gleich umkehren, aber sie kann ein erster Schritt sein, um das Problembewusstsein zu schĂ€rfen und insbesondere den Lehrerinnen und Lehrern, den Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeitern Grundlagenwissen zur Entstehung von Gewalt und gleichzeitig Handlungssicherheit im Umgang mit derartigen FĂ€llen zu geben, wie Landrat Grewers in seinem einleitenden GruĂwort betonte. Daher wird dieser 1. Fachtag nicht der letzte gewesen sein! (sp)
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