Polizeimeldungen, Polizisten

KriminalitĂ€tsstatistik verzeichnet RĂŒckgang der verĂŒbten Straftaten

24.03.2020 - 12:34:41 | ad-hoc-news.de

KriminalitÀtsrate in Deutschland sinkt zum dritten Male in Folge.

Polizisten - Foto: ĂŒber dts Nachrichtenagentur
Bundesinnenminister Horst Seehofer prĂ€sentierte am heutigen Dienstag in einer Pressekonferenz die Polizeiliche KriminalitĂ€tsstatistik (PSK) fĂŒr das Jahr 2019. Dabei konnte der Innenminister einen RĂŒckgang der polizeilich gemeldeten Straftaten vermelden. Damit setzte sich der Trend aus den letzten beiden Jahren im vergangenen Jahr fort. Die Sicherheitslage hat sich in der Bundesrepublik weiter verbessert, was die EffektivitĂ€t der Arbeit unserer Sicherheitsorgane eindrucksvoll belegt, kommentierte der CSU-Politiker. In absoluten Zahlen wurden im Jahr 2019 5,436 Millionen Straftaten von der Polizei registriert. Nach Abzug von VerstĂ¶ĂŸen gegen das AuslĂ€nderrecht, verbleiben 5,271 Millionen GesetzesverstĂ¶ĂŸe, womit die Gesamtzahl um 2,3 Prozent sank. Minister Seehofer verwies auf die AufklĂ€rungsquote der Polizei, die mit 56,2 Prozent nur knapp hinter dem Rekordwert aus dem Jahr 2018 liegt. Damals konnten 56,5 Prozent der angezeigten Straftaten aufgeklĂ€rt werden. Die Polizei ermittelte insgesamt 1,896 Millionen TatverdĂ€chtige und damit 0,36 Millionen oder 1,8 Prozent weniger als im Jahr 2018. Die ĂŒberwiegende Mehrheit der Straftaten wurde von MĂ€nnern begangen. In 75,6 Prozent der FĂ€lle wurden mĂ€nnliche TatverdĂ€chtige ermittelt. Der Anteil der auslĂ€ndischen TatverdĂ€chtigen lag im abgelaufenen Jahr bei knapp 30 Prozent und zeigte sich zum Jahr 2018 weitgehend stabil. Insgesamt wurden 577.241 TatverdĂ€chtige mit auslĂ€ndischem Pass von der Polizei ermittelt. Bezogen auf die KriminalitĂ€tsformen zeigt sich ein uneinheitlicher Trend. WĂ€hrend bei der Diebstahl-, der Gewalt- und WirtschaftskriminalitĂ€t ein RĂŒckgang zu verzeichnen war, gab es im Bereich der Verbreitung pornographischer Schriften, der ComputerkriminalitĂ€t und Widerstand gegen die Staatgewalt ein teils erheblicher Zuwachs zu verzeichnen. Die DiebstahlskriminalitĂ€t ging um 5,9 Prozent zurĂŒck. Die Polizei verfolgte in diesem Bereich 1,822 Millionen Delikte. Damit konnte der Innenminister einen positiven Rekordwert vermelden, der das letzte Mal in der Bundesrepublik im Jahr 1987 erreicht wurde. Dabei konnte die Polizei einen erheblichen RĂŒckgang der Straftaten bei WohnungseinbrĂŒchen (-10,6 Prozent), bei Taschendiebstahl (-9,7 Prozent) und bei Kfz-AufbrĂŒchen (-10,2 Prozent) vermelden. Bei der WirtschaftskriminalitĂ€t gingen die Fallzahlen sogar um fast 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zurĂŒck. Den höchsten Zuwachs mussten die Sicherheitsbehörden bei VerstĂ¶ĂŸen gegen das Verbot zur Verbreitung pornographischer Schriften vermelden. Hierbei stand vor allem die Verbreitung kinderpornographischer Schriften im Mittelpunkt des negativen Trends. Mit einem Plus von 64,6 Prozent explodierten die Fallzahlen auf diesem Sektor. Vor allem bei der Verbreitung von Bildern und Videos ĂŒbers Internet, konnten die Ermittler erhebliche Erfolge aufweisen. Einen positiven Effekt auf diesem Gebiet hatte ebenfalls die Kooperation mit Nicht-Regierungsorganisationen gegen Kindesmissbrauch und mit der deutschen Internetbeschwerdestelle. VerstĂ€rkt in den Focus gerieten auch FĂ€lle von Kindesmissbrauch, die einen Zuwachs von 10,9 Prozent aufweisen. Im Bereich der GewaltkriminalitĂ€t wurden im Bundesgebiet 181.054 FĂ€lle registriert (-2,3 Prozent), wobei 133.084 FĂ€lle von schwerer Körperverletzung gezĂ€hlt wurden. Im Bereich der ComputerkriminalitĂ€t, war eine Steigerung von 9 Prozent festzustellen. Auch bei Delikten gegen Staatsorgane, musste mit 8 Prozent ein deutlicher Zuwachs vermeldet werden.

 

Redaktion ad-hoc-news.de, NeoMatrix

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