HZA-LA, Jahresbilanz

HZA-LA: Jahresbilanz 2023 der Finanzkontrolle Schwarzarbeit Das Hauptzollamt Landshut ermittelte erfolgreich

14.02.2024 - 09:20:00

Landshut - Die Zöllnerinnen und Zöllner der Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) des Hauptzollamtes Landshut haben im vergangenen Jahr fast 1.100 Arbeitgeber ĂŒberprĂŒft und leisteten damit erneut einen wichtigen Beitrag gegen Schwarzarbeit, illegale BeschĂ€ftigung und Sozialleistungsbetrug. An die Arbeitnehmerbefragungen vor Ort zu den ArbeitsverhĂ€ltnissen schließen sich oftmals langwierige und komplexe GeschĂ€ftsunterlagenprĂŒfungen und ggf. Ermittlungen an. Rund 1 400 Strafverfahren sowie knapp 950 Bußgeldverfahren konnten eingeleitet werden. Die erfolgreiche Arbeit der KrĂ€fte des Hauptzollamtes Landshut fĂŒhrte zu Freiheitsstrafen von ĂŒber 32 Jahren. Im Ergebnis der straf- und bußgeldrechtlichen Ermittlungen wurde ein Gesamtschaden von 8,8 Millionen Euro aufgedeckt. Dieser setzt sich aus nicht gezahlten SozialversicherungsbeitrĂ€gen, nicht gezahlten Steuern und "sonstigen SchĂ€den" (insbesondere nicht gezahlten Mindestlöhnen und UrlaubskassenbeitrĂ€gen sowie zu Unrecht erhaltenen Sozialleistungen) zusammen. "Die FKS folgt bei ihren PrĂŒfungen dem Grundsatz "QualitĂ€t vor QuantitĂ€t". Dies bedeutet, dass verdachtsunabhĂ€ngig, hinweisbezogen oder auf Grundlage eigener RisikoeinschĂ€tzungen, insbesondere in von Schwarzarbeit besonders betroffenen Branchen, geprĂŒft wird," so Elvira Enders-Beetschen, Pressesprecherin des Hauptzollamtes Landshut.

Zusatzinformation:

Schwarzarbeit und illegale BeschĂ€ftigung haben viele Facetten PrĂŒfungen der FKS erfolgen immer ganzheitlich. GeprĂŒft wird grundsĂ€tzlich, ob Arbeitgeber ihre BeschĂ€ftigten ordnungsgemĂ€ĂŸ zur Sozialversicherung angemeldet haben, Sozialleistungen zu Unrecht bezogen werden oder wurden, AuslĂ€nder die fĂŒr die Aufnahme einer BeschĂ€ftigung erforderlichen Arbeitsgenehmigungen bzw. Aufenthaltstitel besitzen und auch, ob die Mindestarbeitsbedingungen eingehalten werden oder ggf. sogar ausbeuterische Arbeitsbedingungen vorliegen. Organisierte Formen der Schwarzarbeit Die BekĂ€mpfung von organisierten Formen der Schwarzarbeit und der organisierten KriminalitĂ€t bilden einen Schwerpunkt der Aufgabenwahrnehmung der FKS. Ziel ist es, organisiert agierende TĂ€terstrukturen zu erkennen und zu zerschlagen. Gemeinsam mit der Polizei und der Steuerfahndung wird oftmals in gemeinsamen Ermittlungsgruppen und mit verdeckten Ermittlungsmaßnahmen gegen die Drahtzieher ermittelt. Die TĂ€ter verursachen regelmĂ€ĂŸig hohe Sozialversicherungs- und SteuerschĂ€den und verdrĂ€ngen gesetzestreue Mitbewerber durch unlautere Wettbewerbsvorteile. Bundesweit wurden seitens der FKS mehr als 50 Verfahrenskomplexe bearbeitet, die von der Staatsanwaltschaft als Organisierte KriminalitĂ€t eingestuft wurden.

Die Standorte der Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Hauptzollamtes Landshut, das fĂŒr den Regierungsbezirk Niederbayern (vom Landkreis Kelheim nur den SĂŒdbereich) sowie die oberbayerischen Landkreise Dachau, Erding und Freising (ohne den Flughafen MĂŒnchen) zustĂ€ndig ist, befinden sich in Altdorf bei Landshut, Plattling, Pfarrkirchen und Passau.

Der Zoll bietet eine interessante Ausbildung im mittleren Zolldienst, sowie ein Duales Studium (Bachelor of Laws (LL.B.)) im gehobenen Zolldienst und ein Duales Studium Verwaltungsinformatik an. Um einen Einblick in unsere vielseitigen TÀtigkeiten zu ermöglichen, veranstaltet das Hauptzollamt Landshut in diesem Jahr drei Zollinfotage - Ausbildung (27.04.2024 in Altdorf, 22.06.2024 in Plattling, 14.09.2024 in Passau). Haben wir Ihr Interesse geweckt? Anmeldung ist möglich unter: zollinfotag.hza-landshut@zoll.bund.de.

RĂŒckfragen bitte an:

Hauptzollamt Landshut
Pressesprecherin
Telefon: 0871-806-1031
E-Mail: presse.hza-landshut@zoll.bund.de
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