LKA-NRW, LKA

LKA-NRW: LKA NRW zum Tag der KriminalitÀtsopfer am 22. MÀrz 2025: Digitale Gewalt erkennen, stoppen, Hilfe finden!

21.03.2025 - 10:40:01

DĂŒsseldorf - Weil Opferschutz zu den wesentlichen polizeilichen Aufgaben zĂ€hlt, rĂŒckt das Landeskriminalamt Nordrhein-Westfalen (LKA NRW) anlĂ€sslich des diesjĂ€hrigen Tags der KriminalitĂ€tsopfer am 22. MĂ€rz das Thema digitale Gewalt in den Fokus und weist auf bestehende Hilfs- und UnterstĂŒtzungsangebote hin.

Digitale Gewalt hat viele Gesichter: Cybermobbing, Cyberstalking, Sextortion, Romance Scamming, Deepfakes oder das unaufgeforderte Zusenden von sogenannten Dickpics gehören dazu. Oft kennen die Betroffenen die TĂ€terinnen und TĂ€ter persönlich - sei es aus dem familiĂ€ren oder beruflichen Umfeld oder aus frĂŒheren Beziehungen.

Cybermobbing: Insbesondere Kinder und Jugendliche, aber auch Erwachsene sind dieser Form der digitalen öffentlichen BelĂ€stigung, Bloßstellung und Beleidigung im Internet ausgesetzt.

Cyberstalking: Aus vermeintlicher Liebe wird Obsession und es kommt zu penetranter Nachstellung, Bedrohung und BelĂ€stigung im Netz. Je nach Konstellation können sich Stalkingopfer weder in ihrem alltĂ€glichen Umfeld noch im digitalen Raum sicher fĂŒhlen.

Sextortion: Der Begriff ist zusammengesetzt aus den englischen Begriffen "sex" und "extortion", was fĂŒr Erpressung steht. Die TĂ€ter drohen ihren Opfern, zuvor provozierte intime Aufnahmen zu veröffentlichen und erpressen so Geld.

Romance Scamming: Digital agierende TĂ€ter handeln vergleichbar analoger Heiratsschwindler und versprechen die große Liebe. Am Ende haben sie es nur auf Geld abgesehen. Sowohl Frauen als auch MĂ€nner fallen ihnen zum Opfer.

Deepfakes sind mittels KI erstellte bzw. manipulierte Dateien, die zum Beispiel mit pornografischem Inhalt dazu genutzt werden können, ein Opfer gezielt zu demĂŒtigen oder es zu erpressen.

Dickpics ist die umgangssprachliche Bezeichnung fĂŒr Bilder von (meist mĂ€nnlichen) Geschlechtsteilen, die oft ungefragt an einzelne EmpfĂ€nger versendet werden. Solche Aufnahmen zu verschicken kann strafbar sein und mit einer Freiheitsstrafe von bis zu einem Jahr oder einer Geldstrafe geahndet werden.

Die Folgen fĂŒr Opfer digitaler Gewalt sind oft gravierend. Hierzu zĂ€hlen der soziale RĂŒckzug, psychische Belastungen teils einhergehend mit körperlichen Symptomen und oft ein tiefer Vertrauensverlust in Mitmenschen und Gesellschaft.

Auf https://polizei.nrw/cybercrime informiert die Polizei Nordrhein-Westfalen ĂŒber Erscheinungsformen digitaler Gewalt und gibt konkrete Tipps zum Schutz und zur PrĂ€vention. Wichtig ist: Das Internet ist kein rechtsfreier Raum. Wer digitale Gewalt erfĂ€hrt, sollte nicht zögern, Anzeige bei der Polizei zu erstatten.

ZusĂ€tzlich bietet das LKA NRW unter https://lka.polizei.nrw/opferschutz-3 Informationen fĂŒr Opfer von KriminalitĂ€t, UnfĂ€llen oder anderen UnglĂŒcksfĂ€llen. Aber auch vor Ort in allen NRW-Kreispolizeibehörden finden Hilfesuchende kompetente Ansprechpartner zu Fragen der KriminalitĂ€tsprĂ€vention und des Opferschutzes.

Betroffene erhalten darĂŒber hinaus UnterstĂŒtzung bei:

Der Tag der KriminalitĂ€tsopfer wurde 1991 vom WEISSEN RING ins Leben gerufen. Er macht auf die Situation von Menschen aufmerksam, die durch KriminalitĂ€t und insbesondere Gewalt Schaden erleiden - und appelliert an Politik, Justiz und Gesellschaft, Verantwortung zu ĂŒbernehmen und Opfern wirksam zur Seite zu stehen.

Begleitend zum Aktionstag befasst sich das LKA NRW auch auf seinen Social-Media-KanÀlen intensiv mit dem Thema digitale Gewalt. Dort finden Interessierte zusÀtzliche Inhalte, Tipps und Hinweise. Reinschauen lohnt sich!

RĂŒckfragen bitte an:

Landeskriminalamt Nordrhein-Westfalen
Völklinger Straße 49
40221 DĂŒsseldorf
Telefon: 0211 / 939 6666
E-Mail: pressestelle.lka@polizei.nrw.de

Original-Content von: Landeskriminalamt Nordrhein-Westfalen ĂŒbermittelt durch news aktuell

http://ots.de/5b7cd9

@ presseportal.de