PolizeiprÀsidium Ludwigsburg: Einrichtung einer Fahrradgruppe beim Polizeirevier Ludwigsburg
31.07.2025 - 09:00:05Ein Blick in die Unfallstatistik zeigt, wie oft es dabei nicht nur eng wird, sondern auch zu UnfĂ€llen kommt. So wurden im Jahr 2024 beispielsweise Anstiege bei den VerkehrsunfĂ€llen mit Beteiligung von Personen registriert, die zu FuĂ oder auf e-Scootern unterwegs waren. Leicht rĂŒckgĂ€ngig waren zwar die Zahlen bei den UnfĂ€llen mit FahrrĂ€dern, jedoch waren hier mehr Schwerverletzte sowie eine getötete Person zu verzeichnen (Quelle: Sicherheitsbericht des PolizeiprĂ€sidiums Ludwigsburg fĂŒr das Jahr 2024, Teil 1: Verkehrsunfallbilanz. Direktlink: https://ppludwigsburg.polizei-bw.de/wp-content/uploads/sites/7/2025/03/Sicherheitsbericht-Teil-1_Verkehrsunfallbilanz_2024.pdf).
Doch nicht nur die Zahl der UnfĂ€lle lĂ€sst aufhorchen, sondern auch die Ergebnisse der VerkehrsĂŒberwachung, also der RegelverstöĂe, die nicht zu einem Unfall gefĂŒhrt haben. Bei gezielten Kontrollen wurden seit dem 1. Juli 2025 in Ludwigsburg zum Beispiel 42 Personen am Steuer eines Kraftfahrzeugs sowie fĂŒnf Fahrradfahrende erwischt, die wĂ€hrend der Fahrt verbotswidrig mit dem Handy hantierten. Sorge bereitet zudem auch das Verhalten an Ampeln: Im genannten Zeitraum fuhren sieben Autofahrerinnen und Autofahrer vor den Augen der Polizei ĂŒber rote Ampeln, mit FahrrĂ€dern und e-Scootern waren es sogar 20 Personen.
"Wenn Personen im StraĂenverkehr abgelenkt sind, gefĂ€hrden sie sich selbst und andere", so der Leiter des PolizeiprĂ€sidiums Ludwigsburg, Thomas Wild. "Ablenkung ist ein groĂes Thema bei der Entstehung von VerkehrsunfĂ€llen. Deshalb setzen wir hier ganz gezielt mit unserer VerkehrsĂŒberwachungsarbeit an. Dabei geht es uns nicht um die Generierung von BuĂgeldern, sondern um die Sicherheit aller." Noch deutlicher wird der Dienststellenleiter beim Thema Missachtung von Rotlicht: "Es ist ein absolutes No-Go, wenn einzelne Verkehrsteilnehmende sich ĂŒber die geltenden Verkehrsregeln hinwegsetzen. Wer Vorfahrtsregeln missachtet oder bei Rotlicht ĂŒber Kreuzungen fĂ€hrt, setzt damit Leib und Leben anderer leichtfertig aufs Spiel. Ein solches Verhalten tolerieren wir im Interesse der Verkehrsteilnehmer nicht, VerstöĂe werden von uns konsequent verfolgt."
Begleitend zur klassischen Verkehrssicherheitsarbeit beschreitet das PolizeiprÀsidium Ludwigsburg nun einen neuen Weg und hat beim Polizeirevier Ludwigsburg eine Fahrradgruppe ins Leben gerufen. Seit dem 1. Juni 2025 sind sechs Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte im Rahmen ihres Dienstes immer wieder auf zwei RÀdern im Stadtgebiet Ludwigsburg unterwegs, wobei zum Fuhrpark neben FahrrÀdern bzw. Pedelecs auch ein e-Scooter gehört.
Der Leiter des Polizeireviers Ludwigsburg, Guido Passaro, erklĂ€rt hierzu: "Die Fahrradgruppe verfolgt repressive und prĂ€ventive AnsĂ€tze zugleich und soll mit ihrer Arbeit dazu beitragen, das GefahrenverstĂ€ndnis zu fördern und regelkonformes Verhalten zu steigern. Mit verkehrserzieherischen GesprĂ€chen, aber wenn nötig auch mit Verwarnungen oder Anzeigen. Dabei soll gerade zur Zielgruppe der Fahrradfahrenden ein besonderes VerhĂ€ltnis aufgebaut werden, um GesprĂ€che "auf Augenhöhe" fĂŒhren zu können."
Die Fahrradgruppe ist keine neue organisatorische Einheit. Vielmehr arbeiten die Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte weiterhin in ihren jeweiligen Bereichen und kommen bei Bedarf in der Fahrradgruppe zusammen, um dort die vorgesehenen EinsĂ€tze zu absolvieren. "Wir betrachten das zunĂ€chst als ein Pilotprojekt, um Erfahrungen zu sammeln und zu prĂŒfen, ob sich das Modell in der Praxis bewĂ€hrt", erlĂ€utert Thomas Wild. "Ist das der Fall, so ist ganz grundsĂ€tzlich eine Ausweitung auch in anderen Kommunen oder Revierbereichen denkbar."
Auch wenn das Wetter in den letzten Wochen nicht immer sehr "fahrradfreundlich" war, so konnten die Angehörigen der Fahrradgruppe dennoch schon erste EinsĂ€tze fahren und Erfahrungen machen. Bislang geht das Konzept voll auf, da insbesondere auch die RĂŒckmeldungen aus der Bevölkerung sehr positiv ausfallen.
Hinweis fĂŒr die Damen und Herren der Presse:
Es besteht die Möglichkeit, eine KontrollmaĂnahme der Fahrradgruppe zu besuchen, um sich vor Ort ein Bild von der Arbeit der Kolleginnen und Kollegen zu machen. Ein solcher Pressetermin wird voraussichtlich Mitte/Ende September angeboten, eine entsprechende Einladung folgt. FĂŒr Fragen vorab wenden Sie sich bitte wie gewohnt an die Pressestelle des PolizeiprĂ€sidiums Ludwigsburg.
RĂŒckfragen bitte an:
PolizeiprÀsidium Ludwigsburg
Telefon: 07141 18-8777
E-Mail: ludwigsburg.pp.sts.oe@polizei.bwl.de
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