LKA-RP, Cybertrading-Betrug

LKA-RP: Cybertrading-Betrug: Verbraucherzentrale und Landeskriminalamt Rheinland-Pfalz geben Tipps, um unseriöse Anlageversprechen mit falscher Promi-Werbung zu erkennen

14.11.2024 - 10:00:07

Mainz - In regelmĂ€ĂŸigen AbstĂ€nden tauchen gefĂ€lschte Internetseiten auf, die Verbraucherinnen und Verbraucher zu dubiosen AnlagegeschĂ€ften animieren sollen. Sie werben mit erfundenen Promi-Aussagen und versprechen hohe Gewinne, ohne dass konkrete Informationen zur Funktionsweise oder den HintermĂ€nnern angegeben werden. HĂ€ufig werden solche Seiten nach kurzer Zeit wieder gelöscht.

Ein bekanntes Beispiel ist die Fake-Anzeige, in der behauptet wird, die Deutsche Bundesbank habe Carolin Kebekus verklagt, nachdem sie in einer Fernsehsendung ĂŒber eine gewinnbringende Krypto-Plattform gesprochen habe. Die Nutzer werden durch solche Anzeigen auf undurchsichtige Plattformen geleitet und aufgefordert, persönliche Daten preiszugeben.

Der Betrug beginnt oft mit einem kleinen Startkapital und einer professionell wirkenden Online-PrĂ€senz. Sobald gutglĂ€ubige "Kunden" ihre Kontaktdaten auf den betrĂŒgerischen Seiten angeben, werden sie schnell von vermeintlichen Anlageberatern kontaktiert. Diese Berater und Beraterinnen wirken Ă€ußerst professionell und bauen ĂŒber Tage und Wochen hinweg ein VertrauensverhĂ€ltnis auf. Sie locken am Telefon mit hohen Renditen, niedrigem Risiko und der Möglichkeit, mit kleinen BetrĂ€gen einzusteigen. Oft liegt die Anfangsinvestition zwischen 200 und 250 Euro.

Nach der ersten Investition können die "Kunden" die angebliche Kursentwicklung ihrer Geldanlage in einem gefĂ€lschten Trading-Konto (Depot) verfolgen. Ermutigt durch vermeintlich hohe Gewinne und die geschickte Überzeugungsarbeit der BetrĂŒger, lassen sich viele "Kunden" zu immer höheren Investitionen verleiten. Die GeschĂ€digten sollen Gelder auf reale Krypto-Börsen ĂŒberweisen, hĂ€ufig unterstĂŒtzt durch den Broker, der Fernzugriff auf den Rechner der Verbraucher fordert. Über Software wie "AnyDesk" oder "TeamViewer" wird den BetrĂŒgern der Zugriff gewĂ€hrt, sodass sie ohne weiteres Zutun der Betroffenen agieren können.

Besonders heimtĂŒckisch wird der Betrug, wenn die Betroffenen versuchen, ihr Geld auszahlen zu lassen. Dann fordern die BetrĂŒger immer neue GebĂŒhren oder brechen den Kontakt völlig ab. In manchen FĂ€llen erweitern die BetrĂŒger den Betrug durch gefĂ€lschte Anwaltskanzleien oder KreditvertrĂ€ge.

Doch wie schĂŒtzt man sich vor dieser Betrugsmasche? PrĂŒfen Sie das Angebot und den Anbieter genau, bevor Sie investieren. Achten Sie auf folgende Hinweise:

Haben Sie den Verdacht von einem Betrug betroffen zu sein? Mit Hilfe dieser Fragen können Sie herausfinden, ob Ihr AnlagegeschÀft eventuell eine Betrugsmasche ist:

Können Sie eine oder mehrere Fragen mit Ja beantworten, sind Sie möglicherweise Opfer eines Betrugs geworden. TÀtigen Sie keine weiteren Zahlungen und setzen Sie sich unmittelbar mit der Polizei und Ihrer Bank in Verbindung.

Sie können auch online eine Strafanzeige erstatten: https://portal.onlinewache.polizei.de/de/

Weitere Informationen finden Sie unter:

https://www.verbraucherzentrale-rlp.de/wissen/geld-versicherungen/sparen-und-anlegen/so-erkennen-sie-unserioese-onlinetradingplattformen-31474

https://www.polizei.rlp.de/die-polizei/dienststellen/polizeipraesidium-trier/unsere-dienststellen/kriminaldirektion-trier/cyber-trading-fraud

RĂŒckfragen bitte an:

Landeskriminalamt Rheinland-Pfalz
Pressestelle

Telefon: 06131-65-60011/60012
E-Mail: [email protected]
www.polizei.rlp.de/lka

Original-Content von: Landeskriminalamt Rheinland-Pfalz ĂŒbermittelt durch news aktuell

http://ots.de/5a27f9

@ presseportal.de