Polizeiliche Kriminalstatistik 2023: Trotz gestiegener Fallzahlen - Zweithöchste AufklÀrungsquote der vergangenen zehn Jahre - Kreis Mettmann - 2403013
03.04.2024 - 16:10:52WĂ€hrend es im Jahr 2023 zu 29.764 Straftaten und somit zu einer leichten Steigerung um 3,95 Prozent (1130 Taten) kam, konnte die Polizei im Kreis Mettmann 996 mehr TatverdĂ€chtige ermitteln und steigerte sich somit um 8,92 Prozent. "Die Polizeibeamtinnen und Polizeibeamten haben im vergangenen Jahr 12.163 TatverdĂ€chtige ermittelt - so viele wie noch nie in den vergangenen zehn Jahren", freute sich Landrat Thomas Hendele ĂŒber die gute Ermittlungsarbeit.
Mit einem Blick auf die KriminalitĂ€tshĂ€ufigkeitszahl (KHZ), die ein Indikator fĂŒr die GefĂ€hrdung der Bevölkerung durch KriminalitĂ€t, bezogen auf die bekannt gewordenen FĂ€lle auf 100.000 Einwohner darstellt, verzeichnet der Kreis Mettmann eine leichte Steigerung auf 6.077 (2022: 5.911). Der Vergleich zur KHZ des Landes NRW zeigt, dass der Kreis Mettmann, wie bereits in den Vorjahren, auch im Jahr 2023 unter dem Landeswert liegt. Die Wahrscheinlichkeit, im Kreis Mettmann Opfer einer Straftat zu werden, ist damit deutlich geringer.
Der Abteilungsleiter der Polizei, Leitender Polizeidirektor Thomas Schulte, wies in seinen AusfĂŒhrungen zu den gestiegenen Fallzahlen insbesondere auf die gute AufklĂ€rungsquote fĂŒr das Jahr 2023 hin. "Trotz hoher Belastungen haben die Ermittlerinnen und Ermittler der Kriminalpolizei gute Arbeit geleistet", Ă€uĂerte sich Thomas Schulte sichtlich zufrieden. Dass auch die Fallzahlen im Bereich der Straftaten zum Nachteil Ă€lterer Menschen rĂŒcklĂ€ufig sind (minus circa 23 Prozent auf 1.498 Taten), begrĂŒndete der Abteilungsleiter der Polizei mit greifenden PrĂ€ventionsmaĂnahmen. Sowohl die intensive Arbeit der KriminalprĂ€vention, gemeinsam mit den Seniorinnen und Senioren des AktionsbĂŒndnis Seniorensicherheit ("ASS!e"), als auch eine engagierte Ăffentlichkeitsarbeit sowie eine gute Zusammenarbeit mit den Banken hat zu einer deutlichen Sensibilisierung der betroffenen Gruppe beigetragen. Dennoch kommt es zu durchschnittlich 125 Taten pro Monat mit einer durchschnittlichen Schadenshöhe von 19.794 Euro.
Mit Sorge betrachtet der Leitende Polizeidirektor Thomas Schulte die steigende Zahl straffĂ€llig gewordener Kinder und Jugendliche. Bei den strafunmĂŒndigen Kindern liegt eine Steigerung der Fallzahlen um 15,62 Prozent (77 FĂ€lle) auf 570 Straftaten vor. Bei Jugendlichen eine Steigerung um 11,24 Prozent (107 FĂ€lle) auf insgesamt 1.059 Straftaten. Der Abteilungsleiter begrĂŒndet diese Zahlen folgendermaĂen: "Das Anzeigenverhalten hat sich in den letzten Jahren geĂ€ndert. Eltern reagieren sensibler und wenden sich schneller an die Polizei. Dennoch ist auch hier zu beobachten, dass insbesondere IntensivtĂ€ter fĂŒr eine Vielzahl an Eigentums- und Gewaltdelikten zustĂ€ndig sind. Diese TĂ€ter haben wir mit einem speziellen IntensivtĂ€terkonzept im Blick, so dass wir frĂŒhzeitig einer Verfestigung delinquenter Verhaltensweisen entgegenwirken können."
Jan Mertin, Kriminaloberrat und stellvertretender Leiter der Direktion KriminalitĂ€t, setzte bei seinen anschlieĂenden AusfĂŒhrungen den Fokus auf die KriminalitĂ€tsentwicklung. So verzeichnete die Polizei im Kreis Mettmann beispielhaft im Bereich der Körperverletzungsdelikte einen Anstieg um 92 FĂ€lle auf 3.513. Die AufklĂ€rungsquote lag mit 88,3 Prozent leicht unter dem Wert von 2022 (89,62 Prozent). Auch die Zahl der Diebstahlsdelikte stieg um 911 FĂ€lle (9,86 Prozent) auf 10.154 Delikte an. Der durch diese Delikte verursachte Schaden betrug allein 16.743.488 Euro und ist im Vergleich zum Vorjahr um 22,85 Prozent gestiegen. HĂ€ufigstes Delikt in dieser Gruppe ist der Ladendiebstahl.
Auch wenn die Zahl der WohnungseinbrĂŒche um 13,15 Prozent auf 611 FĂ€lle im Jahr 2023 gestiegen ist, verzeichnet die Kreispolizeibehörde Mettmann dennoch einen steten RĂŒckgang der Zahlen seit dem Jahr 2015. "Auch wenn die AufklĂ€rungsquote im Vergleich zum Vorjahr von 17,41 Prozent auf 16,53 Prozent leicht gefallen ist, liegen wir noch immer ĂŒber dem Landesdurchschnitt und können von guter Ermittlungs- und PrĂ€ventionsarbeit profitieren", Ă€uĂerte sich Jan Mertin zuversichtlich.
Der RĂŒckgang der Fallzahlen bei der StraĂenkriminalitĂ€t, die die Bevölkerung besonders in ihrem Sicherheitsempfinden beeintrĂ€chtigt, stimmt den Kriminaloberrat besonders zufrieden: "Mit 6.734 FĂ€llen im Jahr 2023 und einer gestiegenen AufklĂ€rungsquote auf 18,49 Prozent sehe ich eine sehr erfreuliche Entwicklung. Diese ist sicherlich auch mit den sogenannten "zOOm"-EinsĂ€tzen zu erklĂ€ren, die durch zielorientierte operative MaĂnahmen ("zOOm") einen Schwerpunkt in unserer Kreispolizeibehörde Mettmann seit 2022 darstellt. Mit ĂŒber 30 SondereinsĂ€tzen im ganzen Kreis Mettmann haben die Beamtinnen und Beamten deutlich klar gemacht: Der Polizei gehört die StraĂe - nicht den Kriminellen!"
Landrat Thomas Hendele schloss die Vorstellung der Polizeilichen Kriminalstatistik mit den Worten: "Die Polizei im Kreis Mettmann hat im vergangenen Jahr gute Arbeit geleistet. Notwendige Handlungsfelder bleiben im Fokus, so dass die BĂŒrgerinnen und BĂŒrger sich weiterhin sicher fĂŒhlen können. Die Menschen können sich auf ihre Polizei im Kreis Mettmann verlassen!"
Hinweis an Medienvertreterinnen und Medienvertreter:
Die Polizeiliche Kriminalstatistik 2023 sowie der vollstĂ€ndige Jahresbericht fĂŒr das Jahr 2023 ist dieser Pressemeldung als PDF im Anhang beigefĂŒgt.
Fragen bitte an:
Kreispolizeibehörde Mettmann
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40822 Mettmann
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