(183) Vorstellung der Verkehrsunfallstatistik Mittelfranken 2025 - Einladung zu ergÀnzendem PressegesprÀch und Hinweis auf Social-Media-Kampagne
26.02.2026 - 12:54:02 | presseportal.de
Leichter RĂŒckgang der Gesamtunfallzahlen
Im Jahr 2025 registrierte die Polizei auf den mittelfrĂ€nkischen StraĂen insgesamt 48.711 VerkehrsunfĂ€lle. Dies entspricht einem RĂŒckgang von knapp 0,5 % im Vergleich zum Vorjahr (48.934). Nahezu unverĂ€ndert blieb die Anzahl der UnfĂ€lle mit Personenschaden, die bei 7.941 FĂ€llen lag (2024: 7.944).
Die Zahl der im StraĂenverkehr getöteten Personen sank geringfĂŒgig auf 59 (Vorjahr: 60). "Wir stellen fest, dass der Wert weiterhin unter dem langjĂ€hrigen Durchschnitt liegt. Das ist grundsĂ€tzlich positiv, dennoch ist jede im StraĂenverkehr getötete Person eine zu viel", betont Herr Polizeidirektor Ingo Lieb, Leiter des Sachgebiets E 4 - Polizeiliche Verkehrsaufgaben beim PolizeiprĂ€sidium Mittelfranken.
Besonders gefÀhrdete Verkehrsteilnehmer
Personen "ohne Knautschzone" bleiben weiterhin besonders gefĂ€hrdet: 34 der 59 Unfalltoten waren zu FuĂ, auf dem Fahrrad oder mit einem motorisierten Zweirad unterwegs. "Einen fachlichen Schwerpunkt setzen wir weiterhin in diesem Bereich. Die verstorbenen Personen waren ohne schĂŒtzende Karosserie unterwegs und daher im Vergleich zu einem Auto oder einem Lastwagen weniger gut geschĂŒtzt. Durch zielgerichtete PrĂ€ventionshinweise werden wir die Sicherheit dieser Verkehrsteilnehmer weiter erhöhen", so Lieb.
Bei den Fahrrad- und Pedelecfahrern ist ein Anstieg um 3,52 % auf 2.409 UnfÀlle zu beobachten. Die Zahl der verletzten Radfahrer stieg ebenfalls von 2.153 auf 2.223 (3,25 %) an. 15 Personen zogen sich tödliche Verletzungen zu (Vorjahr: 14). Ingo Lieb richtet sich mit einem Appell an die Verkehrsteilnehmer: "Den Kleinsten bringen wir es von Anfang an bei, also sollten auch wir Erwachsene mit gutem Vorbild vorangehen: Denken Sie an Ihren Kopf - tragen Sie einen Fahrradhelm!"
LandstraĂen
Einen weiteren Schwerpunkt bildet die Sicherheit auf LandstraĂen. Hohe Geschwindigkeit sowie Gegen- und Kreuzungsverkehr stellen hier oftmals ein groĂes Unfallrisiko dar. Dort ereigneten sich im Berichtsjahr 12.005 UnfĂ€lle. 1.944 Personen zogen sich hierbei Verletzungen zu. Mehr als zwei Drittel (42) der insgesamt 59 getöteten Verkehrsteilnehmer verstarben an den Folgen eines Unfalls auf einer LandstraĂe. "Hier haben wir einen Schwerpunkt erkannt und werden mit gezielten Kontrollen und sinnvollen PrĂ€ventionsbeitrĂ€gen daran arbeiten, die Unfallzahlen und damit auch die schweren Folgen zu reduzieren", stellt Ingo Lieb in Aussicht.
Geschwindigkeit
"Geschwindigkeit ist nicht sportlich, Geschwindigkeit ist gefĂ€hrlich!", unterstreicht Herr PolizeivizeprĂ€sident Ulrich Rothdauscher. Wie bereits in den Vorjahren bleibt ĂŒberhöhte oder nicht angepasste Geschwindigkeit bei UnfĂ€llen mit schwer verletzten oder getöteten Personen die Hauptunfallursache. Mit 2.013 GeschwindigkeitsunfĂ€llen ist ein Anstieg um 5,06 % im Vergleich zum Vorjahr (1.916) zu erkennen. Die Zahl der Verletzten erhöhte sich ebenfalls von 1.078 auf 1.136 (5,38 %). 16 Personen verloren ihr Leben (2024: 17).
Das PolizeiprĂ€sidium Mittelfranken registrierte im vergangenen Jahr 229.740 GeschwindigkeitsĂŒberschreitungen. "Im StraĂenverkehr ist angepasste Geschwindigkeit eine echte Lebensversicherung", hebt Herr Rothdauscher hervor. Ingo Lieb ergĂ€nzt: "Auch im Jahr 2026 werden wir das Tempolimit innerorts wie auĂerorts im Blick behalten, Kontrollen durchfĂŒhren und VerstöĂe konsequent ahnden."
Ablenkung
Die mittelfrĂ€nkischen Polizistinnen und Polizisten leiteten im vergangenen Jahr gegen 9.835 Personen BuĂgeldverfahren ein, weil sie ihr Handy verbotswidrig verwendet haben. "Wer bei 50 km/h bremsen muss, braucht etwa 40 Meter, bis er steht", erklĂ€rt der PolizeivizeprĂ€sident. Ein kurzer Blick aufs Handy genĂŒgt, um selbst zur Gefahr zu werden: "Wer nur zwei Sekunden auf sein Handy schaut, legt 30 Meter Strecke zurĂŒck, ohne zu sehen, was vor ihm passiert", warnt der PolizeivizeprĂ€sident und fĂŒgt hinzu: "Die HĂ€nde gehören ans Steuer und nicht ans Handy!"
Trendthema E-Scooter
Besonders in urbanen Gebieten haben sich in den vergangenen Jahren E-Scooter als fester Bestandteil des StraĂenbilds etabliert. Mit wachsender Beliebtheit steigen allerdings auch die Unfallzahlen. 2024 verletzten sich 314 Personen bei UnfĂ€llen mit einem E-Scooter. Im vergangenen Jahr lag dieser Wert bei 337 (Anstieg um 7,32 %). Bei 37 Personen waren die Verletzungen schwerwiegend (2024: 57). Rund 40 % der UnfĂ€lle sind ohne Fremdeinwirkung passiert (144 von 355). In 26 FĂ€llen waren die Fahrer alkoholisiert, vier standen unter dem Einfluss anderer berauschender Mittel.
Alkohol und andere berauschende Mittel
"Nur wer nĂŒchtern ist, fĂ€hrt sicher! Alkohol und andere berauschende Mittel haben im StraĂenverkehr nichts zu suchen!" - mit diesen klaren Worten richtet sich Herr Rothdauscher an die Bevölkerung. Ein Blick auf die Verkehrsunfallstatistik zeigt, dass bei 564 AlkoholunfĂ€llen 311 Personen verletzt wurden (2024: 560 UnfĂ€lle, 288 Verletzte). Ein Verkehrsteilnehmer verlor sein Leben (Vorjahr: 3). Bei den DrogenunfĂ€llen ist ein minimaler RĂŒckgang von 68 auf 65 festzustellen. "Seit der Legalisierung von Cannabis ist inzwischen schon einige Zeit vergangen. Gerade deshalb ist es mir umso wichtiger, zu betonen, dass Cannabis ein Rauschmittel ist und somit ein groĂer Risikofaktor im StraĂenverkehr bleibt", stellt Ingo Lieb im Hinblick auf die 37 bei DrogenunfĂ€llen verletzten und zwei getöteten Personen klar (Vorjahr: 32 Verletzte, keine getöteten Verkehrsteilnehmer). Im ZustĂ€ndigkeitsbereich des PolizeiprĂ€sidiums Mittelfranken wurden im vergangenen Jahr 2.253 FĂ€lle registriert, in denen FahrzeugfĂŒhrer unter zu starkem Alkoholeinfluss standen. 2.120 kontrollierte Personen waren unter der Einwirkung anderer berauschender Mittel mit einem Fahrzeug unterwegs. AusfĂŒhrliche statistische Daten
Die StraĂenverkehrs- und Unfallstatistik 2025 fĂŒr NĂŒrnberg und Mittelfranken finden Interessierte unter folgendem Link: https://www.polizei.bayern.de/verkehr/statistik/003150/index.html
"NULL RISIKO - 100 % LEBEN"
Besonders möchten wir auf die bereits im Januar 2026 gestartete Social-Media-Kampagne aufmerksam machen. Unter dem anpassbaren Motto 'NULL RISIKO - 100 % LEBEN' haben wir auf unseren polizeieigenen Social-Media-KanĂ€len bereits zahlreiche Posts rund um das Thema Sicherheit im StraĂenverkehr veröffentlicht und hierbei wichtige Hinweise platziert. Erstmals stellen wir in den kommenden Tagen in diesem Rahmen wichtige Botschaften zur Verkehrsunfallstatistik 2025 vor. Unsere BeitrĂ€ge zur Verkehrssicherheit in den sozialen Medien sind unter folgenden Links abrufbar:
https://www.facebook.com/polizeimittelfranken
https://www.instagram.com/polizeimfr/?hl=de
Sowie ĂŒber den WhatsApp-Kanal der Polizei Mittelfranken
Einladung zum PressegesprÀch:
ErgĂ€nzend zu den statistischen Daten bietet das PolizeiprĂ€sidium Mittelfranken interessierten Journalistinnen und Journalisten ein PressegesprĂ€ch an. Hierbei haben Medienschaffende zum einen die Möglichkeit, Fragen an Herrn PolizeivizeprĂ€sidenten Ulrich Rothdauscher und Herrn Polizeidirektor Ingo Lieb zu richten. Zum anderen stehen Herr Rothdauscher und Herr Lieb fĂŒr Einzelinterviews zur VerfĂŒgung.
Wir laden Sie hierzu am Montag, den 02.03.2026, um 10:00 Uhr, in das PolizeiprĂ€sidium Mittelfranken am Jakobsplatz 5, 90402 NĂŒrnberg (Zugang bitte ĂŒber Eingang Jakobsplatz), ein. Wir bitten Sie höflichst, Ihre Anwesenheit unter der Rufnummer 0911 2112 - 1030 oder per E-Mail: pp-mfr.pressestelle@polizei.bayern.de anzukĂŒndigen.
Erstellt durch: Christian Seiler / mc
RĂŒckfragen bitte an:
PolizeiprÀsidium Mittelfranken
PrĂ€sidialbĂŒro - Pressestelle
Richard-Wagner-Platz 1
D-90443 NĂŒrnberg
E-Mail: pp-mfr.pressestelle@polizei.bayern.de
Erreichbarkeiten:
Montag bis Donnerstag
07:00 bis 16:00 Uhr
Freitag
07:00 bis 15:00 Uhr
Sonntag
11:00 bis 14:00 Uhr
Telefon: +49 (0)911 2112 1030
AuĂerhalb der BĂŒrozeiten:
Telefon: +49 (0)911 2112 1553
Die Pressestelle des PolizeiprÀsidiums Mittelfranken im Internet:
http://ots.de/P4TQ8h
Original-Content von: PolizeiprĂ€sidium Mittelfranken ĂŒbermittelt durch news aktuell
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