Abgefahrene Reifen - Reifenreste - gar keine Reifen: Desolater AnhĂ€nger an die Kralle gelegt; empfindliche Strafen fĂŒr Fahrer und Halter
24.11.2025 - 14:02:58Eine Streife der Polizeistation Heusenstamm konnte den Kleintransporter mit AnhĂ€nger schlieĂlich ausfindig machen und gemeinsam mit der Verkehrsinspektion kontrollieren. Was die Beamten kurz darauf bei der Kontrolle entdeckten, lieĂ nicht nur diese unglĂ€ubig staunen, sondern auch den Schluss zu: Es war wohl nur eine Frage der Zeit, bis dieses Gespann gravierende Folgen verursacht hĂ€tte.
Am Steuer saĂ ein 27-jĂ€hriger aus Polen, der Stahlteile transportierte. Der Zustand des dreiachsigen AnhĂ€ngers erwies sich als desolat: Eine Achse war komplett ohne Bereifung unterwegs, lediglich die Radaufnahmen waren sichtbar. An einer weiteren Achse lief das rechte Rad direkt auf der Felge, vom Reifen war kaum noch etwas ĂŒbrig. Auf der mittleren Achse waren die Reifen ebenfalls stark abgenutzt, ein Profil war nur noch zu erahnen.
Umso erstaunlicher war der ermittelte Umstand, dass dem Fahrer bereits am Vortag die Weiterfahrt aufgrund gravierender FahrzeugmÀngel durch die Polizeiautobahnstation Bad Hersfeld untersagt wurde. Dennoch setzte er seine Fahrt fort - nach eigener Aussage auf Anweisung seiner Spedition.
Die Folgen waren entsprechend deutlich: Gegen die Spedition wurden 300 Euro Sicherheitsleistung angeordnet, gegen den Fahrer 110 Euro. Beim Auslesen des digitalen Fahrtenschreibers traten zudem massive VerstöĂe gegen das Fahrpersonalrecht zutage. Auf Unternehmerseite ergab sich ein BuĂgeldrahmen von 11.250 Euro, wovon 2.500 Euro als Sicherheitsleistung einbehalten wurden. FĂŒr den Fahrer summierten sich die VerstöĂe auf 3.750 Euro; hier wurden 1.000 Euro einbehalten. Der AnhĂ€nger wurde anschlieĂend mittels Parkkralle stillgelegt - eine Weiterfahrt wĂ€re nicht nur unzulĂ€ssig, sondern brandgefĂ€hrlich gewesen.
Die Polizei weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass ein ordnungsgemĂ€Ăer technischer Zustand von Fahrzeugen und AnhĂ€ngern entscheidend zur Verkehrssicherheit beitrĂ€gt. Gleichzeitig zeigt der aktuelle Fall, dass Fahrer nicht selten unter erheblichem Zeit- und Kostendruck stehen oder auf Weisung ihrer Speditionen weiterfahren - selbst wenn gravierende MĂ€ngel bekannt sind. Dieser Druck kann zu gefĂ€hrlichen Situationen fĂŒhren, weshalb alle Beteiligten in der Transportkette in der Verantwortung stehen, Sicherheit vor wirtschaftliche Interessen zu stellen.
Bildquelle: PolizeiprĂ€sidium SĂŒdosthessen
RĂŒckfragen bitte an:
PolizeiprĂ€sidium SĂŒdosthessen
- Pressestelle -
Spessartring 61
63071 Offenbach am Main
Telefon: 069 / 8098 - 1210 (Sammelrufnummer)
Thomas Leipold (lei) - 1201 oder 0160 / 980 00745
Felix Geis (fg) - 1211 oder 0162 / 201 3806
Claudia Benneckenstein (cb) - 1212 oder 0152 / 066 23109
Maximilian Edelbluth (me) - 1213 oder 0173 / 5636097
Fax: 0611 / 32766-5014
E-Mail: pressestelle.ppsoh@polizei.hessen.de
Homepage: http://www.polizei.hessen.de/ppsoh
Original-Content von: PolizeiprĂ€sidium SĂŒdosthessen ĂŒbermittelt durch news aktuell


