Polizei zieht mit seinen Netzwerkpartnern an einem Strang und setzt ein Zeichen gegen Gewalt an Frauen
03.12.2024 - 08:15:43Bereits am Montagvormittag (25. November 2024) kamen ĂŒber 150 Kolleginnen und Kollegen aus den unterschiedlichsten Bereichen des in Offenbach ansĂ€ssigen PrĂ€sidiums im lichtdurchfluteten Atrium zusammen, um symbolisch im Kampf gegen Gewalt an Frauen in Form eines Gruppenfotos ein klares Statement zu setzen - "Stoppt Gewalt an Frauen".
Am darauffolgenden Freitag lud der Stabsbereich der Abteilung Einsatz, E 4 - PrĂ€vention, dann zu einem "Meet and Greet" der im Dienstgebiet ansĂ€ssigen Opferhilfeeinrichtungen in den Veranstaltungssaal "Kaiserpfalz" im Erdgeschoss des GebĂ€udes am Spessartring ein. Von Seiten der Polizei nahmen alle mit Opferschutz beauftragten Beamten sowie die Kolleginnen und Kollegen, welche in ihrem dienstlichen Aufgabenbereich mit betroffenen Frauen zu tun haben, an dem Treffen teil. Neben den FrauenbĂŒros der Stadt Offenbach sowie des Main-Kinzig-Kreises nahmen folgende Netzwerkpartner teil:
Es galt, sich miteinander zu vernetzen, auszutauschen und einander noch besser kennenzulernen, um die bereits jahrelange gemeinsame erfolgreiche Arbeit, die Opfern von Gewaltstraftaten zugutekommt, noch weiter zu verbessern. Nach einer Vorstellung der Arbeit im Bereich des polizeilichen Opferschutzes durch Kriminaloberkommissarin Isabelle-Katrin Pfister (Polizeidirektion Offenbach) sowie Polizeihauptkommissar Michael Schrod (Polizeidirektion Main-Kinzig), stellten alle beteiligten Netzwerkpartner sich und ihre tÀgliche Arbeit vor. Bevor ein gemeinsames Abschlussfoto gemacht wurde, tauschten sich die Kolleginnen und Kollegen intensiv mit den Netzwerkpartner an ihren Themeninseln aus.
"Gewalt an Frauen und MĂ€dchen ist eine der hĂ€ufigsten Menschenrechtsverletzungen", so Polizeihauptkommissar David Jesse, der die Aktionen organisiert hat. "Die United Nations-Kampagne "Orange the World" macht schon seit 1991 auf das Thema Gewalt aufmerksam.", so Jesse weiter. "Vom Tag zur Beendigung der Gewalt gegen Frauen am 25. November bis zum Tag der Menschenrechte am 10. Dezember wird international die "Orange Week" begangen, in der durch zahlreiche Aktionen, wie zum Beispiel der orangefarbenen Beleuchtung von öffentlichen GebĂ€uden, das Thema in den allgemeinen Fokus gerĂŒckt wird. Hier wollen wir uns als PolizeiprĂ€sidium SĂŒdosthessen beteiligen und ebenfalls ein klares Zeichen gegen Gewalt an Frauen setzen."
Seine Kollegin Polizeihauptkommissarin, Anke Vitasek, die seit Anfang November im PrĂ€sidium kommissarisch die Stelle der Opferschutzbeauftragten bekleidet, ergĂ€nzt: "Es gibt vielfĂ€ltige Formen von physischer, psychischer und struktureller Gewalt gegen Frauen und MĂ€dchen, die alle Ausdruck ungleicher MachtverhĂ€ltnisse zwischen den Geschlechtern sind. Die Mehrheit der TĂ€ter ist mĂ€nnlich. Es ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, diese Gewalt zu beenden. Wir als Polizei leisten unseren Beitrag dazu, indem wir Gewaltstraftaten gegen Frauen und MĂ€dchen konsequent verfolgen und in Zusammenarbeit mit unserem Netzwerk an Opferhilfeeinrichtungen dafĂŒr Sorge tragen, das Betroffenen von Straftaten auch ĂŒber den polizeilichen Kontakt hinaus zielgerichtete Hilfe geleistet werden kann."
WĂ€hrend beider Aktionstage waren im Atrium Damenschuhe auf einem orangefarbenen Untergrund ausgestellt, die die Zahl 360 formten. Diese symbolisierten die traurige Zahl von 360 getöteten Frauen, also Morden an Frauen durch ihre Ex-Partner oder Partner, weil sie Frauen sind. Damit stirbt aus diesem Grund nahezu jeden Tag eine Frau. Durch die Schuhe wurde deutlich, dass hinter jeder dieser Taten ein Mensch, eine Frau mit Leben, Zielen, TrĂ€umen und WĂŒnschen steht. Alle Beteiligten waren sich einig, dass es eine sehr gelungene Veranstaltung war und der gute Austausch weiterhin ein wichtiger Bestandteil ist, um den betroffenen Frauen auch in Zukunft bestmöglich zu helfen.
Hinweis: Dieser Meldung sind Bilder der beiden Veranstaltungen beigefĂŒgt (Quelle: PP SĂŒdosthessen).
Diese Meldung wurde von Polizeihauptkommissarin Anke Vitasek gefertigt.
Offenbach, 03.12.2024, Pressestelle, Felix Geis
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