HZA-RO: Jahresbilanz 2023 der Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Hauptzollamts Rosenheim
09.02.2024 - 13:41:43 | presseportal.de
An die Arbeitnehmerbefragungen vor Ort zu den ArbeitsverhĂ€ltnissen schlieĂen sich oftmals langwierige und komplexe GeschĂ€ftsunterlagenprĂŒfungen und ggf. Ermittlungen an. Auch im vergangenen Jahr gab es bundesweite und regionale SchwerpunktprĂŒfungen, die unter anderem im Baugewerbe, im Hotel- und GaststĂ€ttengewerbe, in der GebĂ€udereinigung sowie im Speditions-, Transport und Logistikgewerbe durchgefĂŒhrt wurden. Im Bezirk des Hauptzollamts Rosenheim fand 2023 sogar eine örtliche SchwerpunktprĂŒfung in der Freizeit- und Tourismusbranche (Freizeitparks, Bergbahnen, etc.) statt.
Die FKS des Hauptzollamts Rosenheim leitete 1.405 Ermittlungsverfahren ein und ist damit erneut entschieden gegen Schwarzarbeit, illegale BeschĂ€ftigung und Sozialleistungsbetrug vorgegangen. AuĂerdem konnten 1.186 Ermittlungsverfahren abgeschlossen werden. Die im vergangenen Jahr abgeschlossenen Ermittlungen fĂŒhrten zu Freiheitsstrafen von insgesamt ĂŒber 27 Jahren.
Bei ihren Ermittlungen deckten die Zollbeamtinnen und -beamten SchĂ€den fĂŒr die Sozialversicherung in einer Gesamthöhe von mehr als 16,4 Millionen Euro auf. Die festgestellte Schadenssumme im Rahmen der straf- und buĂgeldrechtlichen Ermittlungen der FKS setzt sich aus nicht gezahlten SozialversicherungsbeitrĂ€gen, nicht gezahlten Steuern und "sonstigen SchĂ€den" (insbesondere nicht gezahlten Mindestlöhnen und UrlaubskassenbeitrĂ€gen sowie zu Unrecht erhaltenen Sozialleistungen) zusammen. Zahlen fĂŒr einzelne StĂ€dte oder Landkreise liegen nicht vor.
Schwarzarbeit und illegale BeschÀftigung haben viele Facetten
PrĂŒfungen der FKS erfolgen immer ganzheitlich. GeprĂŒft wird grundsĂ€tzlich, ob Arbeitgeber ihre BeschĂ€ftigten ordnungsgemÀà zur Sozialversicherung angemeldet haben, Sozialleistungen zu Unrecht bezogen werden oder wurden, AuslĂ€nder die fĂŒr die Aufnahme einer BeschĂ€ftigung erforderlichen Arbeitsgenehmigungen bzw. Aufenthaltstitel besitzen und auch, ob die Mindestarbeitsbedingungen eingehalten werden oder ggf. sogar ausbeuterische Arbeitsbedingungen vorliegen.
Organisierte Formen der Schwarzarbeit
Die BekĂ€mpfung von organisierten Formen der Schwarzarbeit und der organisierten KriminalitĂ€t bilden einen Schwerpunkt der Aufgabenwahrnehmung der FKS. Ziel ist es, organisiert agierende TĂ€terstrukturen zu erkennen und zu zerschlagen. Gemeinsam mit der Polizei und der Steuerfahndung wird oftmals in gemeinsamen Ermittlungsgruppen und mit verdeckten ErmittlungsmaĂnahmen gegen die Drahtzieher ermittelt. Die TĂ€ter verursachen regelmĂ€Ăig hohe Sozialversicherungs- und SteuerschĂ€den und verdrĂ€ngen gesetzestreue Mitbewerber durch unlautere Wettbewerbsvorteile.
Bundesweit wurden seitens der FKS mehr als 50 Verfahrenskomplexe bearbeitet, die von der Staatsanwaltschaft als Organisierte KriminalitÀt eingestuft wurden.
Zolloberamtsrat Grella, Leiter der FKS Rosenheim, zur Jahresbilanz: "Auch im vergangenen Jahr ist die FKS des Hauptzollamts Rosenheim wieder sehr erfolgreich gegen Schwarzarbeit und illegale BeschÀftigung vorgegangen. Ich bin stolz auf die Arbeit der engagierten Kollegen und Kolleginnen, die gerade im Bereich der Aufdeckung von KettenbetrugsfÀllen im vergangenen Jahr erneut wertvolle Arbeit geleistet haben."
RĂŒckfragen bitte an:
Hauptzollamt Rosenheim
Marion Dirscherl
Telefon: 08031-3006-7100
E-Mail: Presse.HZA-Rosenheim@zoll.bund.de
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