HZA-RO, Jahresbilanz

HZA-RO: Jahresbilanz 2023 der Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Hauptzollamts Rosenheim

09.02.2024 - 13:41:43 | presseportal.de

Rosenheim, Traunstein, Weilheim, Altötting, MĂŒhldorf a. Inn, Bad Reichenhall, Ebersberg, Miesbach, Bad Tölz, Starnberg, Landsberg am Lech, Garmisch-Partenkirchen - Das Hauptzollamt Rosenheim blickt auf ein arbeitsreiches vergangenes Jahr 2023 zurĂŒck. Insgesamt prĂŒften die Zollbeamten der Finanzkontrolle Schwarzarbeit - kurz FKS - 1.124 Arbeitgeber. Die FKS fĂŒhrt dabei ihre PrĂŒfungen verdachtsunabhĂ€ngig, hinweisbezogen oder auf Grundlage eigener RisikoeinschĂ€tzungen, insbesondere in von Schwarzarbeit besonders betroffenen Branchen durch. Dabei folgt sie dem Grundsatz "QualitĂ€t vor QuantitĂ€t".

HZA-RO: Jahresbilanz 2023 der Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Hauptzollamts Rosenheim - Foto: presseportal.de
HZA-RO: Jahresbilanz 2023 der Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Hauptzollamts Rosenheim - Foto: presseportal.de

An die Arbeitnehmerbefragungen vor Ort zu den ArbeitsverhĂ€ltnissen schließen sich oftmals langwierige und komplexe GeschĂ€ftsunterlagenprĂŒfungen und ggf. Ermittlungen an. Auch im vergangenen Jahr gab es bundesweite und regionale SchwerpunktprĂŒfungen, die unter anderem im Baugewerbe, im Hotel- und GaststĂ€ttengewerbe, in der GebĂ€udereinigung sowie im Speditions-, Transport und Logistikgewerbe durchgefĂŒhrt wurden. Im Bezirk des Hauptzollamts Rosenheim fand 2023 sogar eine örtliche SchwerpunktprĂŒfung in der Freizeit- und Tourismusbranche (Freizeitparks, Bergbahnen, etc.) statt.

Die FKS des Hauptzollamts Rosenheim leitete 1.405 Ermittlungsverfahren ein und ist damit erneut entschieden gegen Schwarzarbeit, illegale BeschĂ€ftigung und Sozialleistungsbetrug vorgegangen. Außerdem konnten 1.186 Ermittlungsverfahren abgeschlossen werden. Die im vergangenen Jahr abgeschlossenen Ermittlungen fĂŒhrten zu Freiheitsstrafen von insgesamt ĂŒber 27 Jahren.

Bei ihren Ermittlungen deckten die Zollbeamtinnen und -beamten SchĂ€den fĂŒr die Sozialversicherung in einer Gesamthöhe von mehr als 16,4 Millionen Euro auf. Die festgestellte Schadenssumme im Rahmen der straf- und bußgeldrechtlichen Ermittlungen der FKS setzt sich aus nicht gezahlten SozialversicherungsbeitrĂ€gen, nicht gezahlten Steuern und "sonstigen SchĂ€den" (insbesondere nicht gezahlten Mindestlöhnen und UrlaubskassenbeitrĂ€gen sowie zu Unrecht erhaltenen Sozialleistungen) zusammen. Zahlen fĂŒr einzelne StĂ€dte oder Landkreise liegen nicht vor.

Schwarzarbeit und illegale BeschÀftigung haben viele Facetten

PrĂŒfungen der FKS erfolgen immer ganzheitlich. GeprĂŒft wird grundsĂ€tzlich, ob Arbeitgeber ihre BeschĂ€ftigten ordnungsgemĂ€ĂŸ zur Sozialversicherung angemeldet haben, Sozialleistungen zu Unrecht bezogen werden oder wurden, AuslĂ€nder die fĂŒr die Aufnahme einer BeschĂ€ftigung erforderlichen Arbeitsgenehmigungen bzw. Aufenthaltstitel besitzen und auch, ob die Mindestarbeitsbedingungen eingehalten werden oder ggf. sogar ausbeuterische Arbeitsbedingungen vorliegen.

Organisierte Formen der Schwarzarbeit

Die BekĂ€mpfung von organisierten Formen der Schwarzarbeit und der organisierten KriminalitĂ€t bilden einen Schwerpunkt der Aufgabenwahrnehmung der FKS. Ziel ist es, organisiert agierende TĂ€terstrukturen zu erkennen und zu zerschlagen. Gemeinsam mit der Polizei und der Steuerfahndung wird oftmals in gemeinsamen Ermittlungsgruppen und mit verdeckten Ermittlungsmaßnahmen gegen die Drahtzieher ermittelt. Die TĂ€ter verursachen regelmĂ€ĂŸig hohe Sozialversicherungs- und SteuerschĂ€den und verdrĂ€ngen gesetzestreue Mitbewerber durch unlautere Wettbewerbsvorteile.

Bundesweit wurden seitens der FKS mehr als 50 Verfahrenskomplexe bearbeitet, die von der Staatsanwaltschaft als Organisierte KriminalitÀt eingestuft wurden.

Zolloberamtsrat Grella, Leiter der FKS Rosenheim, zur Jahresbilanz: "Auch im vergangenen Jahr ist die FKS des Hauptzollamts Rosenheim wieder sehr erfolgreich gegen Schwarzarbeit und illegale BeschÀftigung vorgegangen. Ich bin stolz auf die Arbeit der engagierten Kollegen und Kolleginnen, die gerade im Bereich der Aufdeckung von KettenbetrugsfÀllen im vergangenen Jahr erneut wertvolle Arbeit geleistet haben."

RĂŒckfragen bitte an:

Hauptzollamt Rosenheim
Marion Dirscherl
Telefon: 08031-3006-7100
E-Mail: Presse.HZA-Rosenheim@zoll.bund.de
www.zoll.de

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