Kriminalität, Polizei

Verkehrsverstöße sollen sich nicht lohnen - Vermögensabschöpfung im Fokus des Fernfahrerstammtisches

17.11.2025 - 13:06:09

Rotenburg (Wümme) - Überladungen, mangelhafte Ladungssicherung, ungeeignete Transportmittel oder Fahrten trotz eines bestehenden Sonn- und Feiertagsfahrverbots führen in der Regel zu Bußgeldern. Diese stehen jedoch häufig nicht im Verhältnis zum wirtschaftlichen Vorteil, den Unternehmen durch solche Verstöße erzielen. Für manch ein Unternehmen kann der Kosten-Nutzen-Vergleich daher den Anreiz erhöhen, Verkehrsregeln bewusst zu missachten.

Wie diesem Vorgehen ein wirksamer Riegel vorgeschoben werden kann, erläuterte PHK Bockelmühl, Moderator des Fernfahrerstammtisches der Polizeidirektion Lüneburg, beim jüngsten Treffen mit rund 30 Teilnehmenden. Er informierte umfassend über das Verfahren der Vermögensabschöpfung.

Während bei klassischen Verkehrsordnungswidrigkeiten in erster Linie die Fahrerinnen und Fahrer zur Verantwortung gezogen werden, kehrt sich dies bei der Vermögensabschöpfung um: Die wirtschaftliche Verantwortung wird auf das Unternehmen verlagert. Die festgesetzten Abschöpfungsbeträge fallen zudem meist deutlich höher aus als reguläre Bußgelder. Hintergrund ist, dass der erlangte wirtschaftliche Vorteil abgeschöpft und somit ein fairer Wettbewerb gewährleistet werden soll. Die Höhe der Abschöpfung orientiert sich unter anderem am geplanten Gesamtfahrtweg.

Im Anschluss an den fachlichen Austausch besuchten die Teilnehmenden eine parallel laufende Großkontrolle von Polizei und Zoll auf der Rastanlage Ostetal. Dort bestand die Gelegenheit, das mobile Röntgengerät des Zolls in Aktion zu sehen und einen Blick in die Einsatzzentrale der Polizei zu werfen.

Die Polizei freute sich zudem über den Besuch von Polizeivizepräsident Jörg Wesemann, der den Stammtisch an diesem Abend begleitete.

Der nächste Fernfahrerstammtisch findet am 03. Dezember 2025 auf der Rastanlage Ostetal Süd statt. Beim traditionellen Weihnachtsstammtisch wird PHK'in Möller in stimmungsvoller Atmosphäre einen Jahresrückblick präsentieren.

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Polizeiinspektion Rotenburg
Pressestelle
Marvin Teschke
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