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Schockanruf und Falsche Polizeibeamte am Telefon - Polizei Osthessen warnt eindringlich

22.08.2024 - 14:32:39

Osthessen - Schockanruf und Falsche Polizeibeamte am Telefon - Polizei Osthessen warnt eindringlich

Osthessen. Besonders hinterhÀltig ist der Betrug durch den sogenannten Schockanruf aber auch den Falschen Polizeibeamten am Telefon. FÀllt man auf diese Maschen herein, kann man mitunter hohe GeldbetrÀge und WertstÀnde verlieren - unter UmstÀnden sogar die Lebensersparnisse. Da es in der vergangenen Woche in allen drei osthessischen Landkreisen vermehrt zu sogenannten Schockanrufen gekommen ist, warnt die Polizei Osthessen eindringlich.

Unter dem Vorwand eine Verwandte oder ein Verwandter hĂ€tte einen schweren oder sogar tödlichen Verkehrsunfall verursacht, wurden die Angerufenen aufgefordert, hohe KautionsbetrĂ€ge zur Abwendung einer Untersuchungshaft des Familienangehörigen an ihnen unbekannte Personen - vermeintliche Justizangehörige - zu ĂŒbergeben. Einige gutglĂ€ubige Osthessinnen und Osthessen vertrauten den ĂŒberaus gut geschauspielerten Angaben der Schwindler und ĂŒbergaben teils hohe Geldsummen und teure WertgegenstĂ€nde.

Es kann Jeden treffen - Austausch untereinander essentiell wichtig

Doch wer glaubt, das hĂ€tte ihm definitiv nicht passieren können, der hat weit gefehlt, stellt das PolizeiprĂ€sidium Osthessen klar: Das Vorgehen der TĂ€terinnen und TĂ€ter - das zeigt die kriminalistische Erfahrung - ist besonders perfide, ĂŒberaus gut geschauspielert und vorbereitet und passt oft auf die Lebenssituation der Angerufenen oder wird dieser angepasst. "Jede Person jedes Alters kann Opfer dieser Betrugsmaschen werden", erklĂ€rt Alexandra Bachmann von der PrĂ€ventionsabteilung des PolizeiprĂ€sidiums. "Deshalb ist es so wichtig, dass Jeder mit Angehörigen, Freunden und Bekannten ĂŒber diese Betrugsmaschen spricht und das Vorgehen der TĂ€ter bei den PhĂ€nomenen so jedem Einzelnen bekannt wird und man dadurch handlungsfĂ€hig ist."

Vorsicht! Falsche Polizeibeamte wieder in Osthessen aktiv

Doch nicht nur mit dem Schockanruf versuchen die dreisten TelefonbetrĂŒger BĂŒrgerinnen und BĂŒrgern das hart Ersparte zu entlocken. Aktuell gehen beim PolizeiprĂ€sidium Osthessen auch wieder vermehrte Meldungen ĂŒber Anrufe sogenannter "Falscher Polizeibeamter" ein:

"Hier spricht die Polizei! Schließen Sie sofort Ihre TĂŒren und Fenster und lassen Sie Ihre RolllĂ€den herunter. Wir sorgen fĂŒr Ihre Sicherheit! Wir helfen Ihnen!"

Dabei ruft meist eine Rufnummer mit örtlicher Vorwahl, manchmal sogar dem ersten Anschein nach die 110, an und der Anrufer stellt sich als Polizeibeamter einer örtlichen Dienststelle vor. Unmöglich, denn der Notruf kann nur angerufen werden und nicht raus telefonieren. Mittels sogenanntem "Call-ID-Spoofing" können BetrĂŒger jedoch tatsĂ€chlich jede frei gewĂ€hlte Rufnummer auf dem Telefondisplay ihrer Opfer anzeigen lassen. Erste Zweifel an der IdentitĂ€t des betrĂŒgerischen Anrufers werden so bereits ausgerĂ€umt.

Was die BetrĂŒger dann von sich geben, löst bei Angerufenen oftmals große Sorge aus: Einbrecher seien in der Nachbarschaft des Angerufenen unterwegs. Die Polizei habe bereits einige der TĂ€ter festgenommen. Einer der Festgenommenen habe einen Zettel bei sich gehabt, auf dem die Adresse des spĂ€teren Opfers und dessen Vermögenswerte gestanden hĂ€tten. Nun sei die Polizei um die Sicherheit des Angerufenen und dessen Ersparnisse besorgt.

Im weiteren GesprĂ€chsverlauf gehen die BetrĂŒger Ă€ußerst geschickt vor und bringen ihre Opfer so dazu, Wertsachen zusammenzutragen und an vereinbarten Örtlichkeiten abzulegen oder zu ĂŒbergeben. Den Opfern wird eindringlich suggeriert, dass man nur so fĂŒr die Sicherheit ihres Ersparten sorgen könne und sie die Wertsachen in den kommenden Tagen auf der Polizeistation abholen könnten.

Es ist bei dieser Masche auch nicht auszuschließen, dass die Kriminellen ihre Opfer anweisen zur Bank zu fahren, um dort BargeldbetrĂ€ge abzuheben. Manchmal rufen die TĂ€ter sogar ein Taxi fĂŒr die Betroffenen, wenn diese den Weg nicht mehr zu Fuß bewĂ€ltigen können. Als Vorwand geben die Schwindler an, dass die vermeintlichen Einbrecher mit Bankangestellten zusammenarbeiten wĂŒrden, um unbefugt und unbemerkt Gelder von Kundenkonten abzubuchen.

Sobald die Vermögenswerte greifbar und ein Ablage- oder Übergabeort vereinbart wurde, kommt ein BetrĂŒger oder eine BetrĂŒgerin persönlich vorbei, um die WertgegenstĂ€nde abzuholen.

Nachgesprochene Audiodatei eines Betrugsanrufs - Ansprechpartner der Polizei

Immer wieder berichten Opfer von Schockanrufen und Falschen Polizeibeamten am Telefon, dass die Anrufer so viel ĂŒber persönlichen VerhĂ€ltnisse gewusst hĂ€tten, dass keine Zweifel an der IdentitĂ€t der Anrufer, bestanden hĂ€tten.

Um Osthessinnen und Osthessen auch vor dieser Masche eindringlich zu warnen und das Vorgehen der TĂ€ter zu verdeutlichen, hat die osthessische Polizei zwei Tonkonserven von nachgesprochenen AuszĂŒgen ebensolcher Betrugsanrufe "Falscher Polizeibeamter" auf Ihrer Homepage unter https://ppoh.polizei.hessen.de/Ueber-uns/Regionales/Regional-Informiert/ veröffentlicht. Auf dieser Seite können sich alle Interessierten ĂŒber diese TrickbetrĂŒgereien am Telefon und alle weiteren PrĂ€ventionsthemen informieren und gerne auch jederzeit Kontakt zu unseren Ansprechpartnern der PrĂ€ventionsstellen

aufnehmen.

Sandra Suski, Pressesprecherin

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