Feuerwehr, Brand

FW-EN: Feuer im Eulenweg - Extreme Belastung für die Einsatzkräfte

28.06.2026 - 09:57:02 | presseportal.de

Schwelm - Am Samstagmittag (27.06.2026) um 14:04 Uhr wurde die Feuerwehr in den Eulenweg alarmiert, dort sollte es im Keller eines Einfamilienhauses brennen. Schon auf der Anfahrt war eine starke Rauchentwicklung zu erkennen. Es brannte im Souterrain eines 3-geschossigen Gebäudes, beim Eintreffen waren die Fenster im Souterrain auf der Gebäuderückseite bereits geplatzt und die Flammen drohten auf das Erdgeschoss überzugreifen. Aus der Haustür im Erdgeschoß drang ebenfalls dichter Rauch. Die ersteintreffenden Kräfte ließen daraufhin weitere Verstärkung alarmieren.

FW-EN: Feuer im Eulenweg - Extreme Belastung für die Einsatzkräfte - Bild: presseportal.de
FW-EN: Feuer im Eulenweg - Extreme Belastung für die Einsatzkräfte - Bild: presseportal.de

Sofort wurde die Brandbekämpfung über die Gebäuderückseite und den Zugang von der Straßenseite eingeleitet. Einsatzleiter Markus Kosch bildete 2 Abschnitte, in denen zeitweise gleichzeitig bis zu 4 Trupps unter Atemschutz mit 3 C-Rohren (2 im Innen-, 1 im Außenangriff) gegen das Feuer vorgingen. Parallel wurden Lüftungsmaßnahmen vorgenommen und der Dachbereich wegen extremer Aufheizung von der Drehleiter kontrolliert. Verletzt wurde niemand, die Bewohner hatten das Gebäude vor dem Eintreffen der Feuerwehr bereits verlassen. 6 Personen wurden rettungsdienstlich untersucht, bedurften aber keiner Behandlung. Aufgrund der hohen Außentemperaturen knapp an der 40 Grad Marke war der Einsatz unter Atemschutz mit voller Schutzkleidung und extremer körperlicher Belastung eine Herausforderung für die Einsatzkräfte. Es wurde ein Pavillon zum Sonnenschutz aufgebaut, unter dem die Atemschutzgeräteträger sich nach dem Einsatz regenerieren konnten, parallel wurden permanent Kaltgetränke zur Einsatzstelle gebracht.

Aufgrund der extremen Hitzeentwicklung durch das Feuer im Souterrain gestalteten sich die Lösch- und Nachlöscharbeiten aufwändig, zusätzlich wurde das gesamte Gebäude verraucht und musste raumweise belüftet werden. Der Bereitschaftsdienst des Energieversorgers war ebenfalls vor Ort und trennte das Gebäude von der Strom-, Gas- und Wasserversorgung. Nachdem das Feuer gelöscht war und das Gebäude wieder begangen werden konnte wurden die zerborstenen Scheiben von Einsatzkräften des THW mit Spanplatten gesichert und die Einsatzstelle der Polizei übergeben.

Während des laufenden Einsatzes im Eulenweg mussten mehrere weitere Paralleleinsätze abgearbeitet werden, hierzu wurden Kräfte für den Grundschutz an der Einsatzstelle vorgehallten und dann zu den neuen Einsätzen entsendet, zweimal wurde zusätzlich überörtliche Hilfe angefordert, die aber jeweils die Einsatzfahrt abbrechen konnte.

Die extremen Wetterbedingungen und die hohe Anzahl der Einsätze brachte dabei die Einsatzkräfte an ihre Grenzen. Am Abend nach dem Abschluss der Einsätze war Einsatzleiter Markus Kosch, der stellvertretende Leiter der Feuerwehr, froh, dass alle seine Einsatzkräfte bei den außergewöhnlichen und extremen Bedingungen gesund aus dem Einsatz zurückkamen. Außerdem war Kosch extrem stolz auf die Leistung aller am Einsatz beteiligten, die alle Einsätze trotz widriger Wetterbedingungen sehr strukturiert und mit enormem Engagement abarbeiteten.

Feuerwehr und Rettungsdienst waren zu Spitzenzeiten mit ca. 45 Einsatzkräften und 13 Fahrzeugen im Eulenweg vor Ort. Eingesetzt waren ehrenamtliche Einsatzkräfte aller Löschzüge, der Einsatzführungsdienst, die Wehrführung und die hauptamtliche Wachbesatzung. Vor Ort waren darüber hinaus Kräfte des THW, der Bereitschaftsdienst des Energieversorgers AVU Netz und die Polizei. Der Einsatz wurde gegen 20:00 Uhr beendet.

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