FW-EN, Erhöhte

FW-EN: Erhöhte Brandgefahr durch Trockenheit - bereits mehrere BrÀnde in der Region - Weitsicht und umsichtiges Verhalten bei Osterfeuer gefordert

14.04.2025 - 08:45:03

Schwelm - In den letzten Wochen hat es in der Region des Ennepe-Ruhr-Kreises nur sehr wenig geregnet - Böden und Vegetation sind extrem trocken. Bereits jetzt kam es zu mehreren Wald- und FlÀchenbrÀnden, was die angespannte Lage verdeutlicht. Schon kleine Funken oder unbeaufsichtigte Glut können ausreichen, um gefÀhrliche BrÀnde auszulösen. Deshalb ist in diesem Jahr besondere Vorsicht, insbesondere bei den anstehenden Osterfeuern geboten!

Immer wieder wurden in den Vorjahren Feuerwehren alarmiert, weil Osterfeuer außer Kontrolle geraten oder nicht ordnungsgemĂ€ĂŸ angemeldet wurden. In einigen FĂ€llen kommen auch Personen zu Schaden und erleiden schmerzhafte Brandverletzungen. Manchmal mĂŒssen Feuerwehren auch unnötig ausrĂŒcken, weil es durch Rauchentwicklungen der Brauchtumsfeuer zu Fehlalarmen gekommen ist. Kreisbrandmeister Martin Weber und der Kreisfeuerwehrverband Ennepe-Ruhr bitten um eine umsichtige und prĂ€ventive Vorgehensweise.

1. Genehmigungen und kommunale Vorschriften beachten Vor dem EntzĂŒnden eines Osterfeuers sollte bei der zustĂ€ndigen Kommune erfragt werden, ob eine Genehmigung erforderlich ist. Wenn ja, ist das Feuer nach den Vorgaben der Gemeinde anzumelden. In vielen Regionen gelten besondere Vorschriften, z. B. zur GrĂ¶ĂŸe, Lage und Zeit des Abbrennens. Diese Regeln sind einzuhalten, um Bußgelder und vor allem gefĂ€hrliche Situationen zu vermeiden. Bitte beachten Sie, dass es je nach Kommune unterschiedliche Regelungen geben kann.

2. Standort mit Bedacht wÀhlen

Das Feuer sollte auf einer freien, nicht brennbaren FlĂ€che aufgebaut werden - mit ausreichend Abstand zu GebĂ€uden, BĂ€umen, Hecken, Stromleitungen und Straßen. Auch die Windrichtung und ein möglicher Funkenflug ist zu beachten. Ggf. kann es dadurch zu einer ungewollten Brandausbreitung kommen. Das Feuer nicht zu groß aufschichten.

3. Nur geeignetes Brennmaterial verwenden Verbrannt werden dĂŒrfen ausschließlich trockene, unbehandelte Holzreste, Zweige und Strauchschnitt. MĂŒll, behandeltes Holz, Plastik oder sonstige AbfĂ€lle gehören nicht ins Osterfeuer - sie können giftige DĂ€mpfe freisetzen und starke Rauchentwicklung verursachen. Um unnötige Rauchentwicklung zu vermeiden, nur trockene Pflanzenreste wie StrĂ€ucher und Äste verbrennen. AbfĂ€lle können auch hohe Risiken darstellen - etwa Spraydosen.

4. Tiere schĂŒtzen - Haufen kurz vor dem Abbrennen umschichten Osterfeuer werden oft Tage vorher aufgeschichtet - ein idealer Unterschlupf fĂŒr Igel, Vögel und andere Kleintiere. Um diese nicht zu gefĂ€hrden, sollte das Holz unmittelbar vor dem AnzĂŒnden umgeschichtet oder umgesetzt werden. So kann sichergestellt werden, dass keine Tiere darin Schutz gesucht haben. Beim AnzĂŒnden keine Brandbeschleuniger verwenden. Keine Strohballen als Sitzgelegenheit am Feuer verwenden. Diese können sich durch die WĂ€rmestrahlung entzĂŒnden.

5. Feuer beaufsichtigen und bereit fĂŒr den Notfall sein Ein Osterfeuer darf niemals unbeaufsichtigt brennen. Personen ĂŒber 18 Jahren sollten dies beaufsichtigen. Insbesondere Ihre Kinder sollten Sie immer im Blick haben. Halten Sie Löschmittel bereit - z. B. GartenschlĂ€uche oder mehrere Wassereimer. Aufgrund der aktuellen Trockenheit ist besondere Vorsicht geboten: Bei starkem Wind oder anhaltender DĂŒrre (Anhaltspunkt Waldbrandindex 4-5 des DWD) sollte ganz auf das Feuer verzichtet werden. Wenn es doch zu einem Notfall kommt, ist die Feuerwehr unter dem Notruf 112 fĂŒr Sie jederzeit bereit. Zögern Sie nicht - ein schneller Notruf kann Schlimmeres verhindern. Weisen Sie dann die Feuerwehr entsprechend ein! Zufahrten fĂŒr die Feuerwehr und den Rettungsdienst freihalten.

6. Nur kontrolliert abbrennen und vollstĂ€ndig löschen Das Feuer muss kontrolliert herunterbrennen und darf nicht kĂŒnstlich am Leben gehalten werden. Glutreste sind vollstĂ€ndig zu löschen, bevor der Platz verlassen wird. Auch am nĂ€chsten Tag kann sich Glut wieder entzĂŒnden - daher: lieber einmal mehr kontrollieren.

Fazit:

"Ein sicheres Osterfeuer erfordert Verantwortung und RĂŒcksicht. Wer sich an die Vorgaben hĂ€lt, die aktuelle Trockenheit ernst nimmt und die Warnungen aus der Region beachtet, schĂŒtzt nicht nur sich selbst, sondern auch Mitmenschen, Tiere und die Natur. FĂŒr den Notfall stehen die Feuerwehr sowie der Rettungsdienst Ihnen jederzeit zur VerfĂŒgung", so der Kreisbrandmeister des Ennepe-Ruhr-Kreises Martin Weber abschließend.

Bildquelle: Feuerwehr Herdecke.

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