Kriminalität, Polizei

Schwerpunktkontrollen am Sorpesee - Polizei zieht klare Linie im Motorradverkehr

21.04.2026 - 11:59:35 | presseportal.de

Sundern - Am Sonntag, den 19. April 2026, hat die Polizei rund um den Sorpesee gezielte Verkehrsüberwachungsmaßnahmen durchgeführt. Vormittags bis abends lag der Fokus insbesondere auf dem Motorradverkehr - einem Bereich, zu dem es in der Vergangenheit wiederholt Beschwerden und sicherheitsrelevante Hinweise gegeben hatte.

POL-HSK: Schwerpunktkontrollen am Sorpesee - Polizei zieht klare Linie im Motorradverkehr - Foto: presseportal.de
POL-HSK: Schwerpunktkontrollen am Sorpesee - Polizei zieht klare Linie im Motorradverkehr - Foto: presseportal.de

Unterstützt wurde der Einsatz durch spezialisierte Polizeimotorradfahrer der Kreispolizeibehörde. Die Kontrollstelle befand sich an der stark frequentierten L 687 entlang des Sorpesees.

Hohe Verkehrsdichte - zahlreiche Verstöße festgestellt

Insgesamt passierten 1.487 Fahrzeuge die Kontrollstelle, darunter 127 Motorradfahrende. Die Einsatzkräfte stellten 94 Verkehrsverstöße fest. In 80 Fällen blieb es bei Verwarnungsgeldern, 14 Verstöße wurden als Ordnungswidrigkeitenanzeigen geahndet. Darüber hinaus wurden viele verkehrsdidaktische Gespräche geführt. Besonders auffällig waren vier Motorradfahrer. Zwei von ihnen überschritten die zulässige Höchstgeschwindigkeit deutlich - der höchste gemessene Wert lag bei 86 km/h bei erlaubten 50 km/h.

"Gerade an touristisch stark frequentierten Strecken wie dem Sorpesee sehen wir immer wieder, wie schnell aus Fahrspaß ein echtes Sicherheitsrisiko wird - für alle, die hier unterwegs sind", erklärt Polizeirat Victor Ocansey, Direktionsleiter Verkehr. "Überhöhte oder nicht angepasste Geschwindigkeit zählt seit jeher zu den Hauptunfallursachen. Wo langsamer gefahren wird, passieren weniger schwere Unfälle."

Null-Toleranz bei gefährlichen Verstößen

Die Polizei setzt im Bereich des touristischen Motorradverkehrs konsequent auf eine klare Linie:

"Wir fahren hier eine Null-Toleranz-Strategie - und das ganz bewusst", so Ocansey. "Wer sich nicht an Regeln hält oder sein Motorrad technisch manipuliert, muss mit spürbaren Konsequenzen rechnen."

Diese reichen - je nach Verstoß - vom Untersagen der Weiterfahrt über das kostenpflichtige Verbringen des Motorrads bis hin zur verpflichtenden Vorführung bei TÜV oder DEKRA sowie entsprechenden Bußgeldern.

"Das wird schnell sehr teuer. Vor allem aber geht es uns nicht ums Sanktionieren um jeden Preis, sondern darum, gefährliche Situationen gar nicht erst entstehen zu lassen", betont Ocansey.

Technisch manipuliertes Motorrad aus dem Verkehr gezogen

Ein Beispiel für dieses konsequente Einschreiten zeigte sich während der Kontrolle: Ein Motorrad wies erhebliche technische Mängel auf. Neben unzulässigen Veränderungen an Felgen und Bereifung schleifte der Hinterreifen bereits an sicherheitsrelevanten Bauteilen wie Kette und Bremse. Zudem war ein nicht genehmigter "Rennauspuff" verbaut. Die Folge: Das Kennzeichen wurde sichergestellt, die Weiterfahrt untersagt.

"Solche Fahrzeuge haben im öffentlichen Straßenverkehr nichts zu suchen. Hier endet der Spaß - und zwar sofort", so Ocansey.

Warnungen vor Kontrollen gefährden die Sicherheit

Während des Einsatzes kam es mehrfach vor, dass Verkehrsteilnehmende vor der Kontrollstelle gewarnt wurden - unter anderem durch zu Fuß Gehende und Radfahrende.

Die Polizei sieht dieses Verhalten kritisch: "Wer vor Kontrollen warnt, schützt niemanden - im Gegenteil: Er sorgt dafür, dass gefährliches Verhalten unentdeckt bleibt", erklärt Ocansey. "Damit wird genau das Risiko erhöht, das wir gemeinsam reduzieren wollen."

Teil eines ganzheitlichen Maßnahmenkonzepts

Die Polizei macht deutlich: Diese Schwerpunktkontrolle ist kein Einzelfall.

"Solche Einsätze sind nur ein Baustein in einer Reihe von kleineren und größeren Sondereinsätzen - ergänzt durch unsere regelmäßigen Verkehrsüberwachungsmaßnahmen", erklärt Ocansey. "Mehrere hundert Polizistinnen und Polizisten arbeiten auf den Straßen tagtäglich für die Sicherheit der Menschen im Hochsauerland." Dabei geht es nicht nur um Verkehrssicherheit, sondern auch um die Belastung der Anwohnenden - insbesondere durch "Tuning-Lärm", denn dieser und andere können krank machen. "Wir schulden es insofern auch den Menschen, die an diesen beliebten Strecken leben", so Ocansey. "Gerade in der Saison ist es alles andere als ein Vergnügen, an stark frequentierten Motorradstrecken zu wohnen. Tausende Motorräder bedeuten auch eine erhebliche Lärmbelastung - und das nehmen wir Jahr für Jahr ernst."

Polizei bleibt präsent

Wir werden auch künftig verstärkt in den jeweiligen Bereichen des Kreisgebietes kontrollieren. "Unsere Botschaft ist klar: Wir sind präsent, wir greifen ein und wir bleiben dran", so Ocansey abschließend. "Für mehr Rücksicht, weniger Unfälle und ein sicheres Miteinander - gerade dort, wo viele Menschen ihre Freizeit zurecht genießen."

Rückfragen von Medienvertretern bitte an:

Kreispolizeibehörde Hochsauerlandkreis
Maximilian Mertin
Telefon: 0291-9020-1141
E-Mail: Pressestelle.Hochsauerlandkreis@polizei.nrw.de
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