FW-AUR: Vermehrte BlitzeinschlÀge wÀhrend nÀchtlicher Gewitter
28.06.2026 - 15:00:00 | presseportal.deGegen 23 Uhr zog die erste Gewitterzelle vorĂŒber, traf jedoch zunĂ€chst die umliegenden Gemeinden Ihlow und SĂŒdbrookmerland verstĂ€rkt. Aufgrund der sich hĂ€ufenden EinsĂ€tze im sĂŒdlichen Landkreis Aurich aktivierte die Wittmunder Regionalleitstelle kurz darauf die bei der Feuerwehr Middels stationierte und fĂŒr diesen Abschnitt zustĂ€ndige Technische Einsatzleitung. Bereits wenige Minuten spĂ€ter rĂŒckte die Drehleiter der Feuerwehr Aurich zu einem gemeldeten Scheunenbrand in Moordorf aus, musste vor Ort aber nicht mehr eingesetzt werden.
Um 00:02 Uhr wurde die Feuerwehr Middels in den Esenser Postweg gerufen. Dort hatte ein Blitz in ein Wohnhaus eingeschlagen, woraufhin Anwohner den Notruf verstĂ€ndigten. Die EinsatzkrĂ€fte kontrollierten das von mehreren Parteien bewohnte GebĂ€ude umfangreich, stellten jedoch keinerlei Brandherd fest. Rund drei Stunden spĂ€ter musste die Feuerwehr Sandhorst das Energie-Erlebnis-Zentrum am Osterbusch anfahren. In dem Objekt hatte der Aufzugsalarm ausgelöst, was jedoch auf einen technischen Defekt zurĂŒckgefĂŒhrt werden konnte.
Eine weitere Gewitterzelle traf ab 05:00 Uhr vor allem die östlichen Auricher Ortsteile. Neben starkem Niederschlag und zum Teil auch Hagelschauern schlug in der Westerlooger StraĂe ein Blitz in den Dachstuhl eines Wohnhauses ein und setzte diesen in Brand. Infolge der abgesetzten Notrufmeldung wurden die Feuerwehren Middels, Plaggenburg und Sandhorst, die Drehleiter der Feuerwehr Aurich und zudem die Feuerwehr Ardorf aus dem Nachbarlandkreis Wittmund alarmiert. Bereits Minuten spĂ€ter trafen die ersten von dem nur einige hundert Meter entfernten Feuerwehrhaus Middels ausrĂŒckenden EinsatzkrĂ€fte vor Ort ein und begannen unverzĂŒglich mit den LöschmaĂnahmen.
WĂ€hrend die Flammen im Giebelbereich mit Hilfe eines Strahlrohres von auĂen eingedĂ€mmt werden konnten, entfernten AtemschutzgerĂ€tetrĂ€ger im Inneren die betroffenen und zum Teil bereits angebrannten Segmente der DĂ€mmwolle aus dem Dachstuhl. Das sich zu diesem Zeitpunkt direkt ĂŒber der Einsatzstelle befindliche Gewitter schloss das Einsetzen der Drehleiter aus GrĂŒnden des Eigenschutzes zwar aus, dennoch verhinderte das schnelle und gezielte Eingreifen der Feuerwehren eine Brandausbreitung und damit gröĂeren Schaden. Ebenfalls waren der Rettungsdienst, das Deutsche Rote Kreuz Aurich, der Energieversorger und die Polizei fĂŒr gut eine Stunde im Einsatz.
Das einsetzende Tageslicht machte darĂŒber hinaus einige SturmschĂ€den im Ortsteil Brockzetel erkennbar. Mehrere gröĂere Ăste, Teile der Kronen bis hin zu ganzen BĂ€umen waren in den StraĂen Dammweg, Zum Kanal, DĂŒvelsmeerweg, Brockzeteler StraĂe, Meerweg und SiedlerstraĂe abgebrochen, umgestĂŒrzt oder drohten niederzufallen. Neben der Feuerwehr Brockzetel wurde frĂŒhzeitig auch die Feuerwehr Wiesens zur Beseitigung der SchĂ€den hinzugerufen. ZusĂ€tzlich unterstĂŒtzte der Bau- und Betriebshof der Stadt Aurich beim Entfernen der RĂŒckstĂ€nde. Erst gegen 11:00 Uhr am Vormittag konnte die letzte Einsatzstelle erfolgreich abgearbeitet werden. Dankenswerterweise versorgten Anwohner die FeuerwehrkrĂ€fte zwischenzeitlich mit GetrĂ€nken.
Im Meerweg hatten BlitzeinschlĂ€ge dabei gleich zwei BĂ€ume stark in Mitleidenschaft gezogen. WĂ€hrend die aus einer Eiche herausgebrochenen Teile der Krone ĂŒber den Rettungskorb der nachgeforderten Drehleiter der Feuerwehr Aurich zurĂŒckgeschnitten werden konnten, war ein angrenzender Baum bereits gĂ€nzlich aufgespalten worden, was ein vollstĂ€ndiges Abtragen zur Abwendung eines spĂ€teren UmstĂŒrzens unumgĂ€nglich machte. Nach rund einer Stunde krĂ€ftezehrender SĂ€gearbeit blieb nur noch der Hauptteil des massiven Stammes ĂŒbrig, welcher daraufhin mit der Seilwinde des von der Feuerwehr Sandhorst angerĂŒckten RĂŒstwagens angeschlagen und unter finalem Einsatz einer KettensĂ€ge zu Fall gebracht wurde.
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