Feuerwehr

FW-ROW: Kreisfeuerwehr Rotenburg (Wümme): Rückblick, Herausforderungen und klare Perspektiven bei der Dienstversammlung 2026

29.03.2026 - 20:20:27 | presseportal.de

Stemmen - Im Hotel Landgut Stemmen fand am Samstag die Kreisbrandmeister-Dienstversammlung der Feuerwehren im Landkreis Rotenburg (Wümme) statt. Zahlreiche Führungskräfte aus Feuerwehr, Politik, Verwaltung sowie befreundeten Organisationen nahmen an der Veranstaltung teil, um gemeinsam Bilanz zu ziehen und den Blick auf kommende Aufgaben zu richten.

FW-ROW: Kreisfeuerwehr Rotenburg (Wümme): Rückblick, Herausforderungen und klare Perspektiven bei der Dienstversammlung 2026 - Foto: presseportal.de
FW-ROW: Kreisfeuerwehr Rotenburg (Wümme): Rückblick, Herausforderungen und klare Perspektiven bei der Dienstversammlung 2026 - Foto: presseportal.de

Nach der Eröffnung und Begrüßung durch Kreisbrandmeister Peter Dettmer wurde zunächst der verstorbenen Kameraden gedacht. Stellvertretend erinnerte Pastor Andreas Hellmich an drei im vergangenen Jahr verstorbene Feuerwehrmitglieder.

-Umfangreicher Jahresbericht des Kreisbrandmeisters- Im Mittelpunkt der Versammlung stand der Bericht von Kreisbrandmeister Peter Dettmer. Unter dem Jahresmotto "Wichtiger denn je - Deine Feuerwehr" zog er eine umfassende Bilanz des Jahres 2025. Dabei wurde deutlich, dass die Feuerwehren im Landkreis weiterhin stark gefordert sind - nicht nur im Einsatzgeschehen, sondern zunehmend auch durch steigende bürokratische Anforderungen im Ehrenamt.

Dettmer betonte, dass insbesondere Führungskräfte immer stärker durch Verwaltungsaufgaben gebunden seien, was sich negativ auf die Zeit für Ausbildung und Kameradschaft auswirke. Gleichzeitig unterstrich er die hohe Motivation innerhalb der Feuerwehren, trotz dieser Belastungen weiterhin engagiert ihren Dienst zu leisten.

Im Bereich Ausbildung konnten zahlreiche Erfolge verzeichnet werden: Rund 400 Feuerwehrangehörige wurden an der Feuerwehrtechnischen Zentrale (FTZ) in verschiedenen Lehrgängen geschult. Auch die neue Modulare Grundlagenausbildung (MGA) habe sich etabliert Herausforderungen bestehen weiterhin bei der Lehrgangsverfügbarkeit sowie bei personellen und räumlichen Kapazitäten.

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf den Einsatzzahlen: Mit 1.523 Einsätzen im Jahr 2025 bewegen sich diese weiterhin auf hohem Niveau. Besonders auffällig sei die hohe Zahl an Fehlalarmen durch Brandmeldeanlagen sowie die zunehmenden Türöffnungen im Rahmen technischer Hilfeleistungen.

Auch strukturelle Themen wie die Einführung neuer Dienstgrade, die geplante Feuerwehrbereitschaft Niedersachsen sowie Investitionen in Fahrzeuge und Ausstattung wurden angesprochen. Positiv hob Dettmer die enge Zusammenarbeit mit anderen Organisationen, etwa im Bereich Drohneneinsatz und Katastrophenschutz, hervor.

Abschließend dankte er allen Feuerwehrmitgliedern, deren Familien, Arbeitgebern sowie der Verwaltung und Politik für die Unterstützung. Für das Jahr 2026 kündigte er zahlreiche Veranstaltungen an, darunter die Blaulichtmeile in Zeven, die Interschutz in Hannover sowie das Bezirkszeltlager.

-Ausbildung im Fokus- Kreisausbildungsleiterin Sonja Heins ging in ihrem Beitrag auf aktuelle Entwicklungen in der Ausbildung ein. Sie warb insbesondere für eine stärkere Beteiligung am Lehrgang "ABC-Einsatz", der nicht nur für den Gefahrgutzug gedacht sei. Zudem werden weiterhin Kreisausbilder gesucht.

Veränderungen gibt es auch bei den Atemschutz-Belastungsübungen, bei denen künftig stärker auf Eigenverantwortung gesetzt wird. Der eingeführte Schnuppertag für Atemschutzgeräteträger habe sich als voller Erfolg erwiesen.

-Starke Kinder- und Jugendarbeit- Kreisjugendfeuerwehrwart Oliver Austel stellte eindrucksvoll die Bedeutung der Kinder- und Jugendfeuerwehren heraus. Mit über 1.200 Mitgliedern und steigenden Zahlen sei die Nachwuchsarbeit eine tragende Säule der Feuerwehr.

Er betonte, dass Kinder- und Jugendfeuerwehren nicht nur "Zukunft", sondern bereits "Gegenwart" seien und eine enorme gesellschaftliche Verantwortung übernehmen. Neben der feuerwehrtechnischen Ausbildung gehe es auch um soziale Kompetenzen und persönliche Entwicklung. Auch organisatorische Herausforderungen, insbesondere beim Bezirkszeltlager in Zeven, sprach Austel offen an. Gleichzeitig lobte er die große Einsatzbereitschaft vieler Helfer, die zur erfolgreichen Weiterführung der Planungen beitragen.

-Ehrung für besonderes Engagement- Im Rahmen der Versammlung wurde Wolfgang Bock aus Oese mit dem Deutschen Feuerwehrehrenkreuz in Silber ausgezeichnet. Regierungsbrandmeister Uwe Quante und Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbandes Bremervörde Henning Herzig würdigten damit insbesondere sein langjähriges Engagement in der Jugendfeuerwehr sowie in der Ortsfeuerwehr.

-Politik würdigt Engagement der Feuerwehren- Landrat Marco Prietz dankte in seinem Grußwort allen ehrenamtlichen Einsatzkräften für ihren unermüdlichen Einsatz. Er betonte die Bedeutung der Feuerwehren als Rückgrat des Bevölkerungsschutzes - insbesondere vor dem Hintergrund zunehmender Krisenszenarien. Neben Naturkatastrophen rücke auch der Zivilschutz stärker in den Fokus. Prietz unterstrich die Notwendigkeit einer funktionierenden Zusammenarbeit zwischen Ehrenamt und Hauptamt sowie die Bedeutung von Eigenvorsorge in der Bevölkerung.

Ein wichtiges Zukunftsprojekt sei die neue Regionalleitstelle für mehrere Landkreise, deren Standort in Mulmshorn festgelegt wurde. Auch Nico Burfeind, Vorsitzender des Ausschusses für Feuerschutz und Rettungsdienst, sprach den Einsatzkräften seinen Dank aus und sicherte weiterhin politische Unterstützung zu.

-Entwicklungen auf Landesebene- Regierungsbrandmeister Uwe Quante informierte über aktuelle Themen auf Landesebene. Dazu zählen Investitionen in die Infrastruktur des Niedersächsischen Landesamtes für Brand- und Katastrophenschutz sowie die erfolgreiche Umstellung der Truppmann-Ausbildung. Landesfrauensprecherin Sabine Schröder berichtete über Aktivitäten im Bereich Frauenarbeit, darunter ein Landesfrauenforum sowie neue Hilfsangebote bei Fällen sexueller Belästigung.

-Weitere Beiträge und Ausblick- Verbandsvorsitzender Jörg Suske kündigte die Veranstaltung "Feuerwehr bewegt" im August an. Chris Knoblauch, Kontingentführer, unterstrich die gute Zusammenarbeit mit den Hilfsorganisationen.

Zum Abschluss wurden neue Ortsbrandmeister und deren Vertreter vorgestellt sowie organisatorische Hinweise gegeben. Die nächste Dienstversammlung ist für April 2027 geplant.

Abschnittsleiter Henning Herzig beendete die Veranstaltung mit einem Dank an alle Beteiligten und einem positiven Ausblick auf das laufende Jahr - ganz im Sinne des Mottos 2026: "Feuerwehr - stark durch Zusammenhalt".

Rückfragen bitte an:

Kreisfeuerwehr Rotenburg (Wümme)
Kreispressesprecher
Jonas Hermonies
Telefon: 0173-9470513
E-Mail: kreispressesprecher@gmail.com
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