KriminalitÀt, Polizei

LKA-BW: RezeptfĂ€lschungen: Eine wachsende Gefahr fĂŒr die Gesundheit

23.06.2026 - 10:00:07 | presseportal.de

Stuttgart - Die Zahl der Verwendung gefĂ€lschter Rezepte steigt in Baden-WĂŒrttemberg spĂŒrbar an. Im vergangenen Jahr registrierte die Polizei im Land 540 FĂ€lle, bei denen gefĂ€lschte Rezepte benutzt wurden. Das zieht nicht nur strafrechtliche Folgen, sondern auch erhebliche gesundheitliche Risiken nach sich. Das Landeskriminalamt und der Landesapothekerverband haben daher gemeinsam eine Kampagne ins Leben gerufen, die aufklĂ€ren und fĂŒr das Thema sensibilisieren soll.

LKA-BW: RezeptfĂ€lschungen: Eine wachsende Gefahr fĂŒr die Gesundheit - Bild: presseportal.de
LKA-BW: RezeptfĂ€lschungen: Eine wachsende Gefahr fĂŒr die Gesundheit - Bild: presseportal.de

Ziel der RezeptfĂ€lscher ist es, in der Regel verschreibungspflichtige und oft hochpreisige Medikamente unrechtmĂ€ĂŸig zu erlangen, um sie anschließend gewinnbringend ĂŒber den Schwarzmarkt weiterzuverkaufen. Besonders betroffen sind dabei Arzneimittel zur Gewichtsreduktion sowie zur Behandlung von Krebserkrankungen.

Auf dem Schwarzmarkt werden die Arzneimittel ohne entsprechende Ă€rztliche Diagnose, fachliche Begleitung und pharmazeutische Kompetenz abgegeben. Zudem wird die notwendige Sorgfalt beim Umgang mit den Medikamenten hĂ€ufig außer Acht gelassen - etwa durch die Unterbrechung der KĂŒhlkette, die fĂŒr die Wirksamkeit vieler PrĂ€parate zwingend erforderlich ist.

"Den BetrĂŒgern geht es nur um Gewinn. Die erheblichen Gesundheitsrisiken fĂŒr ihre Opfer sind ihnen hierbei gĂ€nzlich egal. In engem Schulterschluss mit dem Landesapothekerverband setzen wir auch auf AufklĂ€rung der Patientinnen und Patienten als ein wirksames Instrument bei der BekĂ€mpfung von RezeptfĂ€lschungen", so der PrĂ€sident des Landeskriminalamts Andreas Stenger

"Unsere Patienten mĂŒssen darauf vertrauen können, dass sie mit den Arzneimitteln versorgt werden, die sie benötigen und die Ihnen helfen. Illegal erlangte und willkĂŒrlich verbreitet Medikamente sind gefĂ€hrlich. ZusĂ€tzlich binden RezeptfĂ€lschungen in der Apotheke enorme KrĂ€fte und bedeuten fĂŒr die Apotheke und auch fĂŒr die Krankenkassen ein erhebliches wirtschaftliches Risiko. Unsere Apotheken werden jeden Versuch, gefĂ€lschte Rezepte einzulösen, konsequent zur Anzeige bringen", betont die PrĂ€sidentin des Landesapothekerverbandes Tatjana Zambo.

Aktuell werden deshalb Plakate an die Apotheken im Land verteilt, um Kundinnen und Kunden auf mögliche Folgen aufmerksam zu machen.

RĂŒckfragen bitte an:

Landeskriminalamt Baden-WĂŒrttemberg
Pressestelle
KriminaloberrÀtin Lisa Schröder
E-Mail: pressestelle-lka@polizei.bwl.de
Telefon: 0711 5401-2044

Landesapothekerverband Baden-WĂŒrttemberg e. V.
Stellv. GeschĂ€ftsfĂŒhrer | Pressesprecher
Frank Eickmann
E-Mail: presse@apotheker.de
Telefon: 0711 22334-77

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