LKA-BW, Pressemitteilung

LKA-BW: Gemeinsame Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Karlsruhe - Zweigstelle Pforzheim und des LKA BW - TĂ€terfestnahme nach GAA-Sprengung und Verfolgungsfahrt mit Unfallgeschehen

11.11.2023 - 10:59:25

Stuttgart - ErgÀnzung zur Pressemitteilung des PolizeiprÀsidium Heilbronn vom 11. November 2023 https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/110971/5646556

Am 11. November 2023 kam es in Wiernsheim (Enzkreis) gegen 2 Uhr zu einer Geldautomatensprengung. Nach Tatvollendung flĂŒchteten drei TatverdĂ€chtige in einem dunkelgrauen Volkswagen des Typs Golf R8. Im Rahmen der Fahndungsmaßnahmen konnte das Fahrzeug gegen 2.40 Uhr im ZustĂ€ndigkeitsbereich des PolizeiprĂ€sidiums Heilbronn lokalisiert werden. Den Anhaltesignalen wurde keine Folge geleistet und versucht sich der Festnahme durch Flucht zu entziehen. Beim Versuch an der Anschlussstelle Sinsheim-Steinsfurt auf die BAB 6 in Richtung Mannheim aufzufahren, rammte der Volkswagen einen Streifenwagen und fuhr dann in die entgegengesetzte Richtung auf die A6 in Fahrtrichtung NĂŒrnberg auf. Das Fahrzeug konnte kurzfristig auf dem Rastplatz Bauernwald gestoppt werden. Hierbei gingen zwei TatverdĂ€chtige zu Fuß flĂŒchtig, konnten jedoch durch KrĂ€fte des PolizeiprĂ€sidiums Heilbronn und Mannheim festgenommen werden. Der FahrzeugfĂŒhrer konnte hierbei nicht festgesetzt werden und setzte seine Fahrt weiter in entgegengesetzter Fahrtrichtung in Richtung Untereisesheim fort. Kurz darauf kollidierte der Pkw in Höhe Heilbronn-Biberach frontal mit einem unbeteiligten Fahrzeug. Durch das Unfallgeschehen wurden die beiden Fahrzeuginsassen des Kleintransporters, ein 45-jĂ€hriger bzw. 47-jĂ€hriger Mann sowie der Fahrer des Volkswagens schwer verletzt. Eines der Fahrzeuge geriet in der Folge in Brand und musste durch die Feuerwehr gelöscht werden.

Wegen des Frontalzusammenstoßes ist aktuell die BAB 6 zwischen Bad Rappenau und Heilbronn-Untereisesheim in beiden Fahrtrichtungen seit 3 Uhr nach wie vor in Richtung Mannheim gesperrt. Der Fahrer des mutmaßlichen Tatfahrzeuges erlitt ebenfalls schwere Verletzungen. Alle Unfallbeteiligten wurden zur weiteren medizinischen Versorgung in umliegende KrankenhĂ€user verbracht.

Im flĂŒchtigen Tatfahrzeug konnte Sprengstoff festgestellt werden. Neben den hinzugezogenen EntschĂ€rfern des Landeskriminalamtes Baden-WĂŒrttemberg (LKA BW) befindet sich die Tatortgruppe des LKA BW am Unfallort zur 3D-Tatortvermessenung. Der EntschĂ€rfungsdienst konnte bislang ein Sprengstoffpaket aus dem Fahrzeug bergen und entschĂ€rfen. Die Maßnahmen am Ereignisort sowie am stark unfallbeschĂ€digten Tatfahrzeug dauern noch an.

In Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Karlsruhe - Außenstelle Pforzheim und den PolizeiprĂ€sidien Pforzheim und Heilbronn wurden die Ermittlungen durch das LKA BW ĂŒbernommen. Die zwei zu Fuß geflĂŒchteten 21-jĂ€hrigen TatverdĂ€chtigen werden im Verlauf des Wochenendes dem Haftrichter vorgefĂŒhrt. Beide TatverdĂ€chtige sind niederlĂ€ndische Staatsangehörige mit nordafrikanischem Migrationshintergrund. BezĂŒglich des schwer verletzten Fahrers ist die weitere Entwicklung seines Gesundheitszustandes abzuwarten.

Auf Grund des laufenden Ermittlungsverfahrens und der noch nicht abgeschlossenen Spurensicherungsmaßnahmen können ĂŒber die Pressemeldung hinaus keine weitergehenden AuskĂŒnfte erteilt werden. Die Ermittlungen dauern an.

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