Der Leiter des Polizeikommissariats Varel stellt die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) 2024 fĂŒr die Stadt Varel sowie die Gemeinden Bockhorn und Zetel vor
17.03.2025 - 09:00:33Allgemeines und Entwicklung der GesamtkriminalitÀt:
Mit 2407 registrierten Straftaten im Jahr 2024 verzeichnet die PKS nur einen leichten Anstieg von 16 Delikten im Vergleich zu 2023. Im 10-Jahres-Vergleich befinden wir uns weiterhin auf einem niedrigen Niveau (siehe Anlage 1). WĂ€hrend die Fallzahlen in der Stadt Varel um 149 anstiegen auf 1596, sanken diese in der Gemeinde Zetel um 58 auf 448 und in der Gemeinde Bockhorn um 60 Delikte auf 363. Die Schwankung der Fallzahlen ist vielschichtig, jedenfalls nicht singulĂ€r zu erklĂ€ren. Relevante Faktoren, die maĂgeblich sein können, sind zu finden im unterschiedlichen Anzeigeverhalten der BĂŒrgerinnen und BĂŒrger sowie aktueller Berichterstattungen um nur zwei Beispiele zu nennen. Ferner muss zur richtigen Bewertung festgestellt werden, dass die ZĂ€hlung der Straftaten in der PKS ein probates und anerkanntes Instrument zur Feststellung des KriminalitĂ€tsgeschehens in einem Bereich ist, dennoch nicht vollstĂ€ndig sein und nicht alle Antworten geben kann. So wird in der PKS lediglich das sogenannte Hellfeld abgebildet, also die Straftaten, die der Polizei auch bekannt geworden sind. DarĂŒber hinaus existiert ein sogenanntes Dunkelfeld, also ein Bereich von möglichen Straftaten, die nicht angezeigt oder sonst bekannt werden. Kriminologen und Soziologen versuchen im Rahmen von sogenannten Dunkelfeldstudien weitere Aspekte zu erforschen, um das SicherheitsgefĂŒhl in der Bevölkerung noch weiter zu erhöhen. Die PKS erteilt zudem keine valide Aussage ĂŒber die konkrete DeliktsqualitĂ€t, also inwieweit Opfer und GeschĂ€digte betroffen oder gar verletzt worden sind.
HÀufigkeitszahl und AufklÀrungsquote:
Die HĂ€ufigkeitszahl bildet die KriminalitĂ€tsbelastung ab und ist damit ein Indikator fĂŒr Sicherheit. Sie setzt die Anzahl der Straftaten in Relation zur Einwohnerzahl (SchlĂŒssel zur Berechnung: KriminalitĂ€tsbelastung pro 100.000 Einwohner).
Zwar ist die HĂ€ufigkeitszahl fĂŒr den Bereich des Polizeikommissariats Varel im VerhĂ€ltnis zum Vorjahr bedingt durch den Anstieg der nunmehr registrierten Straftaten ebenfalls angestiegen, liegt jedoch im 10-Jahres-Trend immer noch relativ tief mit einem Quotienten von 5.270 (2023: 5.236). Zum Vergleich: In 2015 wies die PKS fĂŒr das Kommissariat noch einen Wert von 5.914 auf, im Jahr 2016 sogar 6.431 (siehe Anlage 2).
FĂŒr 2024 können folgende Werte vergleichend dargestellt werden: Gesamte Polizeiinspektion Wilhelmshaven/Friesland: 6.921 Stadt Wilhelmshaven: 9.633 Bereich der gesamten Polizeidirektion Oldenburg: 5.112 Land Niedersachsen (Durchschnitt der sechs FlĂ€chendirektionen): 6.485
"Die AufklĂ€rungsquote fĂŒr den Gesamtbereich des Polizeikommissariats Varel konnte im Vergleich zum Vorjahr von 68,42 % erneut auf 70% gesteigert werden. Dies stellt in einem 10-Jahres-Vergleich die bisher höchste AufklĂ€rungsquote dar und verdeutlicht -auch in Bezug auf die leicht angestiegenen Fallzahlen- die gute und motivierte kriminalistische Polizeiarbeit aller Mitarbeitenden des Polizeikommissariats Varel sowie der Polizeistationen Bockhorn und Zetel" teilt der Leiter des Polizeikommissariats, Erster Kriminalhauptkommissar Franz Polifke, mit Stolz mit.
Zum Vergleich:
AufklÀrungsquote auf Ebene des Landes Niedersachsen (Durchschnitt der sechs FlÀchendirektionen): 63,52 % AufklÀrungsquote auf Ebene der Polizeidirektion Oldenburg: 65,22 % AufklÀrungsquote auf Ebene der Polizeiinspektion Wilhelmshaven/Friesland: 69,61 %
Betrachtung einzelner Deliktsbereiche
Diebstahlsdelikte:
Die Zahl der Diebstahlsdelikte ist im Vergleich zum Vorjahr erneut leicht um 26 FÀlle auf 659 gesunken. Die AufklÀrungsquote konnte wiederum auf einen Wert von 44,01 % nicht unerheblich gesteigert werden. "Da Diebstahlstaten im Vergleich zu vielen anderen Straftaten deutlich schwerer aufzuklÀren sind, weil hÀufig gut auswertbare Spurenlagen oder Hinweise sowie Zeugenaussagen nicht vorhanden sind, ist diese Steigerung der aufgeklÀrten FÀlle erneut hervorzuheben - teilt die Leiterin des Kriminal- und Ermittlungsdienstes, Andrea Papenroth, mit.
WĂ€hrend die Fallzahlen im Bereich der sog. einfachen DiebstĂ€hle auf Vorjahresniveau verblieben (aktuell 397 FĂ€lle zu 395), reduzierten sich die Delikte der sog. schweren DiebstĂ€hle wie zum Beispiel EinbrĂŒche von 290 auf 262 FĂ€lle). Auch nicht unerheblich ist erneut die Zahl der FahrraddiebstĂ€hle gesunken, nĂ€mlich von 92 auf 62 sowie die DiebstĂ€hle aus und an Kfz. Hier war ein RĂŒckgang von 98 auf 59 FĂ€lle zu verzeichnen. Eine Steigerung dagegen ist eingetreten hinsichtlich der DiebstĂ€hle aus Keller- und BodenrĂ€umen. WĂ€hrend in 2023 keine solche Delikte zu verzeichnen gewesen sind, verzeichnete die Polizei in 2024 33 FĂ€lle. Hier konnte ein 55-jĂ€hriger Vareler ermittelt werden, der fĂŒr die Begehung eines GroĂteils dieser FĂ€lle verantwortlich sein dĂŒrfte. Die Fallzahlen im Hinblick auf den Wohnungseinbruchsdiebstahl sind im hiesigen Bereich wieder leicht rĂŒcklĂ€ufig, und zwar von 53 auf nunmehr 50 FĂ€lle. 18 dieser Delikte konnten hier aufgeklĂ€rt werden, was einer AufklĂ€rungsquote von 36 % entspricht. Hinsichtlich dieses KriminalitĂ€tsphĂ€nomens weiterhin eine gute Arbeit. 27 FĂ€lle, also ĂŒber die HĂ€lfte dieser Taten, blieben im Versuchsstadium stecken. EinbrĂŒche in Wohnungen können fĂŒr die Betroffenen sehr belastend, sogar traumatisierend wirken, da TĂ€ter in die unmittelbare PrivatsphĂ€re eindringen. Richtiges Verhalten beim Verlassen der Wohnung, auch nur bei kurzer Abwesenheit, sowie ein technischer Einbruchsschutz können die Vollendung derartiger VerbrechenstatbestĂ€nde verhindern und somit Leid abwenden. Die polizeiliche PrĂ€ventionsarbeit hat hier offenbar gewirkt. Die kriminalpolizeiliche Beratung gibt dazu gerne und kostenlos nĂŒtzliche Hinweise. FĂŒr das Polizeikommissariat Varel ist tagsĂŒber der PrĂ€ventionsbeauftragte Eugen Schnettler unter der Rufnummer (04451) 942-0 oder -181 zu erreichen.
Vermögensdelikte:
In der deliktischen Einordnung gehören zu den Vermögensdelikten insbesondere Betrugstaten. Die Fallzahlenentwicklung weist hierbei einen fast gleichbleibenden Verlauf auf. In 2023 waren 288 solcher Delikte zu registrieren, in 2024 286. Die AufklÀrungsquote 78,32 % ist lediglich leicht gesunken (3 %) und liegt nach wie vor auf hohem Niveau.
Der Bereich des Betrugs ist nach wie vor ĂŒberaus facettenreich. Die TĂ€ter und TĂ€tergruppen gehen dabei mitunter besonders skrupellos und einfallsreich vor, um insbesondere Ă€ltere Menschen um ihr Vermögen sowie sonstige Wertsachen wie z.B. Schmuck zu bringen. Weiterhin sind hier zu nennen die sogenannten Enkeltricks, Schockanrufe, falsche Polizeibeamte, StaatsanwĂ€lte oder auch Bankmitarbeiter oder etwa die Masche mit den angeblich neuen Handys der Kinder oder sonstiger Verwandten, auf denen nun plötzlich der Zugang zum eigenen online-banking nicht mehr funktioniert. Die auf diese Weise kontaktierten Personen lassen sich in so manchen FĂ€llen verleiten, ohne weitere Nachfragen zur Absicherung GeldbetrĂ€ge an die angeblichen Kinder, Enkelkinder oder sonstige Verwandte zu ĂŒberweisen und verlieren durch dieses vermeintlich hilfsbereite Verhalten mitunter viel Geld. "Jede von fremden Personen telefonisch mitgeteilte schlimme Nachricht oder Nachfrage zu Vermögenswerten, die zu Hause oder in einem Geldinstitut aufbewahrt werden, oft auch verbunden mit deren Ăbergabe an der HaustĂŒr, weil Geld und Schmuck auf einer Bank nicht sicher seien, sollte immer zuerst mit Vertrauenspersonen aus dem eigenen Umfeld oder der "richtigen" Polizei besprochen werden. Legen Sie ein gesundes Misstrauen an den Tag!" - empfiehlt der Kommissariatsleiter, Franz Polifke.
Ăber richtiges Verhalten auch in solchen und Ă€hnlichen FĂ€llen informiert gerne die kriminalpolizeiliche Beratung der Polizeiinspektion oder des Polizeikommissariats. Siehe dazu auch www.polizei-beratung.de/themen-und-tipps/betrug/
Rohheitsdelikte:
Als Rohheitsdelikte bezeichnet die PKS insbesondere Körperverletzungen und gefĂ€hrliche Körperverletzungen (das sind solche, die z.B. mit einem Werkzeug oder durch mehrere TĂ€ter gemeinsam verĂŒbt werden), ebenso Raub-, Bedrohungs- und Nötigungsdelikte. Insgesamt stieg die Anzahl dieser Delikte im Vergleich zum Vorjahr um 33 FĂ€lle auf 535 erneut leicht an. 505 dieser Delikte konnten aufgeklĂ€rt werden, das entspricht einer AufklĂ€rungsquote 94,39 %.
WÀhrend die Anzahl raubÀhnlicher Straftaten, also die Wegnahme von Diebesgut unter Anwendung oder Drohung mit Gewalt, erneut gleichgeblieben ist, gab es eine geringe Steigerung der FÀlle der sog. gefÀhrlichen Körperverletzungsdelikte um 10 auf 81 FÀlle. Die Fallzahlen im Bereich der sog. einfachen Körperverletzungen bliebt annÀhrend unverÀndert (345 zu 342 FÀlle in 2023).
Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung:
In dieses Deliktsfeld fallen auch die Straftaten im Zusammenhang mit der Herstellung, Verbreitung sowie dem Erwerb und Besitz von kinder- und jugendpornografischen Inhalten. Nachdem es in 2023 eine deutliche Zunahme dieser FĂ€lle gegeben hat, die allerdings ausschlieĂlich auf den Erwerb und den Besitz von kinder- und jugendpornografischen Inhalten zurĂŒckzufĂŒhren war, sind die Fallzahlen in 2024 deutlich zurĂŒckgegangen, nĂ€mlich von 107 auf 66 FĂ€lle. AufgeklĂ€rt wurden insgesamt fast 91 % dieser Delikte. Die BekĂ€mpfung der Kinder- und Jugendpornografie stellt die Polizei weiterhin vor groĂe Herausforderungen und steht nach wie vor im Fokus der repressiven und prĂ€ventiven Polizeiarbeit. Deren Erfolg zeigt sich in deutlich gesunkenen Fallzahlen sowie einer guten AufklĂ€rungsquote.
DrogenkriminalitÀt:
Die RauschgiftkriminalitĂ€t ist im Bereich des Polizeikommissariats Varel, also im sĂŒdlichen Landkreis Friesland, ausweislich der PKS 2024 deutlich zurĂŒckgegangen - von 149 FĂ€llen in 2023 auf 70 FĂ€lle in 2024. Dieser RĂŒckgang dĂŒrfte im ursĂ€chlichen Zusammenhang mit der Teillegalisierung des Umgangs mit Cannabisprodukten stehen, da gerade Cannabis, also Haschisch und Marihuana, die meist konsumierte und gehandelte Rauschdroge darstellte.
Anzumerken bleibt, dass es sich bei der BekĂ€mpfung der RauschgiftkriminalitĂ€t um sogenannte Hol-KriminalitĂ€t handelt. Dieses Deliktsfeld wird zum weitaus gröĂten Teil durch operative MaĂnahmen der Polizei erhellt, Anzeigen aus der Bevölkerung bewegen sich hierbei - im Gegensatz zu Deliktsfeldern wie Diebstahl oder Körperverletzung- eher auf niedrigem Niveau. Ferner kann prognostiziert werden, dass im Deliktsfeld der RauschgiftkriminalitĂ€t ein ausgeprĂ€gtes Dunkelfeld vorhanden sein dĂŒrfte. Die AufklĂ€rungsquote des sog. Hellfeldes in diesem Bereich befindet sich nach wie vor auf hohem Niveau und konnte erneut gesteigert werden - von 92,62 % auf nunmehr 98,57 %.
Sonstige StraftatbestÀnde:
Zu den sonstigen Straftaten gehören z.B. SachbeschĂ€digungen, Beleidigungen, HausfriedensbrĂŒche, Missbrauch von Notrufen, aber auch Erpressungen und WiderstĂ€nde gegen Polizeibeamte. Bei diesen Delikten war wie schon im Vorjahr eine deutliche Steigerung zu erkennen, und zwar von 623 FĂ€llen auf 735. Die AufklĂ€rungsquote konnte dennoch ebenfalls deutlich gesteigert werden auf einen Wert von 66,67 %.
Leider hat auch in unserem Bereich die Gewalt gegenĂŒber Polizeibeamten deutlich zugenommen. Waren es in 2023 noch 17 FĂ€lle, weist die PKS fĂŒr das Jahr 2024 26 solcher Delikte aus, also eine Zunahme von 9 Taten. WĂ€hrend in 2023 noch 40 Polizisten und Polizistinnen tatbetroffen waren, waren es in 2024 bereits 70. 10 dieser EinsatzkrĂ€fte sind dabei verletzt worden, wobei gröĂere Verletzungen glĂŒcklicherweise ausgeblieben sind. Die ĂŒber die Jahre zunehmende Gewaltbereitschaft gegenĂŒber EinsatzkrĂ€ften bei ihrer DienstausĂŒbung ist besorgniserregend! Diesem Trend einer verrohenden Gesellschaft ist entschieden entgegenzuwirken und ist auch nicht durch die vielfache Alkoholisierung bzw. Drogenbeeinflussung der TatverdĂ€chtigen zu entschuldigen - fĂŒhren Franz Polifke sowie der Leiter des Einsatz- und Streifendienstes, Stefan Statthoff, aus.
Die FĂ€lle von sog. hĂ€uslicher Gewalt, also zumeist Gewaltdelikte in Familie und Partnerschaft oder Ex-Partnerschaft, haben im Vergleich zum Vorjahr einen leichten RĂŒckgang erfahren. In 2023 wurden noch 200 FĂ€lle mit 188 Opfern gezĂ€hlt, fĂŒr 2024 weist die PKS noch 179 FĂ€lle mit 170 Opfern aus. 118 dieser Opfer waren weiblich. Erstmalig im Jahr 2021 wurde die nachfolgende bundeseinheitliche Definition herangezogen, um eine Vergleichbarkeit und einheitliche statische Erfassung zu ermöglichen. Diese lautet: "HĂ€usliche Gewalt beinhaltet alle Formen körperlicher, sexueller oder psychischer Gewalt und umfasst familiĂ€re sowie partnerschaftliche Gewalt. HĂ€usliche Gewalt liegt vor, wenn die Gewalt zwischen Personen stattfindet, die in einer familiĂ€ren oder partnerschaftlichen Beziehung zusammenwohnen. Sie liegt auch vor, wenn sie unabhĂ€ngig von einem gemeinsamen Haushalt innerhalb der Familie oder in aktuellen oder ehemaligen Partnerschaften geschieht." Die BekĂ€mpfung geschlechtsbezogener und insbesondere hĂ€uslicher Gewalt ist nach wie vor ein Schwerpunktthema der polizeilichen PrĂ€ventionsarbeit. Um Eskalationen in diesem Deliktsfeld zu verhindern, ist die Polizei auch Teil von Netzwerken, deren Zielsetzung es ist, zukĂŒnftige Gefahren rechtzeitig erkennen und verhindern zu können.
Tatmittel Internet:
Das Tatmittel Internet bezieht sich auf sehr unterschiedliche Deliktsbereiche. Nachdem von 2022 auf 2023 noch eine leichte Steigerung dieser Fallzahlen zu verzeichnen gewesen ist, sanken die Zahlen in 2024 wieder. Damit ist etwa das Niveau der Jahre 2016 und 2017 erreicht. Die AufklĂ€rungsquote in diesem liegt wie auch im Vorjahr bei fast 95 %. "Das Tatmittel Internet bezieht sich auf diverse Deliktsfelder. Das Internet wird nach wie vor vielfach missbraucht, um zu betrĂŒgen, zu erpressen, andere Menschen zu beleidigen, zu diskreditieren sowie verĂ€chtlich zu machen. Cybermobbing und HasskriminalitĂ€t gegenĂŒber Amts- und MandatstrĂ€gern sowie die Ausforschung und BeschĂ€digung von Computersystemen von Firmen und öffentlichen Infrastrukturen, aber auch von Privatleuten fĂŒr kriminelle Zwecke durch Hackerangriffe sind hierzu nur einige Stichpunkte" - können Papenroth und Polifke hinzufĂŒgen. Technisch gesehen umfasst das Internet im Sinne der PKS das World Wide web (WWW) mit den sozialen Netzwerken oder online-Shops, aber auch den E-Mail-Verkehr, Chats sowie Cloud-Dienste. Insgesamt dĂŒrfte in diesem Deliktsbereich ein ausgeprĂ€gtes Dunkelfeld vorhanden sein.
Tatmittel Messer / Messerangriffe:
Die Datenerhebung in der PKS hinsichtlich des KriminalitĂ€tsphĂ€nomens der Angriffe mit Messern wird in der PKS bundesweit erst seit dem 01.01.2020 betrieben. Messerangriffe sind als Teilmenge des Tatmittels Stichwaffe zu verstehen und stellt damit eine tiefere Betrachtungsebene dar. In den meisten FĂ€llen wird das Messer als Drohmittel eingesetzt. WĂ€hrend es in unseren ZustĂ€ndigkeitsbereich in 2020 noch 5 FĂ€lle waren, stieg die Anzahl in 2021 auf 6, in 2022 auf 18 an. In 2023 sank diese Zahl auf 14 FĂ€lle. FĂŒr das Jahr 2024 verzeichnet die PKS fĂŒr unseren Bereich eine Anzahl von 15 FĂ€llen. Die AufklĂ€rungsquote in diesem Deliktsfeld ist hoch, in 2024 konnten alle FĂ€lle aufgeklĂ€rt werden.
Betrachtung der TatverdÀchtigen:
Die Anzahl der TatverdĂ€chtigen ist im Vergleich zum Vorjahr um 123 angestiegen, und zwar von 1098 in 2023 auf 1121 in 2024. Ăber einen mittelfristigen Zeitraum betrachtet, ist hierbei jedoch keine wesentliche VerĂ€nderung zu erkennen. Von den 1121 TatverdĂ€chtigen in 2024 waren 895 Personen deutsche Staatsangehörige, 226 Nichtdeutsche bzw. Personen mit einem Aufenthaltsstatus. Der Anteil der Nichtdeutschen und TatverdĂ€chtigen mit einem Aufenthaltsstatus ist im Vergleich zum Vorjahr um 20 angestiegen. Die Betrachtung der Altersgruppen der TatverdĂ€chtigen weist folgendes Bild auf: 93 (62 in 2023) TatverdĂ€chtige waren im Kindesalter (bis unter 14 Jahren), 146 (135 in 2023) TatverdĂ€chtige waren jugendlich (bis unter 18 Jahren), 882 (1001 in 2023) TatverdĂ€chtige waren heranwachsend (bis unter 21 Jahren) und erwachsen. Die Kinder- und JugendkriminalitĂ€t wird bedingt durch die Zunahme weiterhin im Fokus polizeilicher PrĂ€ventionsarbeit stehen.
PrÀvention und Beratung:
Die PrĂ€ventions- und AufklĂ€rungsarbeit stellt nach wie vor auch innerhalb der Polizei einen wesentlichen und wichtigen Baustein dar - verdeutlicht Franz Polifke. Dennoch ist PrĂ€ventionsarbeit vielschichtig und wird als Aufgabe unterschiedlicher Institutionen wahrgenommen. Die Polizei im hiesigen Bereich ist z.B. vernetzt mit den örtlichen PrĂ€ventionsrĂ€ten, den Schulen sowie auch mit der Verkehrswacht Varel-Friesische Wehde. Gemeinsam wird an verschiedenen Projekten gearbeitet; eine gegenseitige UnterstĂŒtzung ist gewĂ€hrleistet. Der PrĂ€ventionsbeauftragte des Polizeikommissariats Varel, Eugen Schnettler, sowie das gesamte PrĂ€ventionsteam der Polizeiinspektion Wilhelmshaven/Friesland steht stĂ€ndig als Ansprechpartner mit Rat und Tat zur Seite. Wir bieten kostenlose Beratungen zur technischen Sicherung von Wohnungen und GeschĂ€ftsgebĂ€uden an, klĂ€ren besonders vulnerable Gruppen wie z.B. Senioren und Kinder ĂŒber Neuerungen und Gefahren im StraĂenverkehr auf und geben wertvolle Tipps, um das Risiko einer sog. Opferwerdung zu minimieren.
Fazit:
"Die Sicherheit in der Stadt Varel sowie in der Friesischen Wehde ist gewĂ€hrleistet. Die BĂŒrgerinnen und BĂŒrger in Varel und den Gemeinden Bockhorn und Zetel können hier nach wie vor sicher leben!" - stellt Franz Polifke fest.
FĂŒr RĂŒckfragen zur PKS steht Ihnen am heutigen Tag in der Zeit von 11.30 h - 12.30 h das PK Varel unter der Telefonnummer (04451) 923-123 o. 124 zur VerfĂŒgung.
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