ZOLL-H: Zoll und Polizei beschlagnahmen Drogen im Wert von 12 Millionen Euro/ 1,2 Tonnen Cannabis sichergestellt, 8 Festnahmen in Polen durch enge Zusammenarbeit deutscher und polnischer Ermittlungsbehörden
02.07.2026 - 10:00:06 | presseportal.de
Mehr als 1,2 Tonnen Cannabis haben Zoll und Polizei in mehrmonatigen, grenzüberschreitenden Ermittlungen beschlagnahmt. In Folge einer engen Zusammenarbeit mit dem polnischen Grenzschutz konnten insgesamt acht Tatverdächtige in Polen festgenommen werden.
Die zuletzt erfolgten Festnahmen am 15.06.2026 bilden den vorläufigen Höhepunkt der Ermittlungen der Gemeinsamen Ermittlungsgruppe Rauschgift in Oldenburg, bestehend aus Ermittlerinnen und Ermittlern des Zollfahndungsamtes Hannover und der Zentralen Kriminalinspektion Oldenburg, im Auftrag der Staatsanwaltschaft Verden und des polnischen Grenzschutzes.
Das Ermittlungsverfahren richtet sich gegen eine deutsch-polnische Tätergruppierung, die im Verdacht steht, erhebliche Mengen Cannabis auf dem Seeweg von Thailand nach Europa geschmuggelt zu haben.
Auswertungen im Rahmen der Ermittlungen in Deutschland und Polen ergaben Hinweise, dass das Rauschgift in Seecontainern, versteckt in Tarnladungen aus Baumaterial, über den Hamburger Hafen eingeschmuggelt werden sollte.
Zwei Beschuldigte dieser Tätergruppierung mit Wohnsitz im Landkreis Diepholz sollen hierbei für logistische Aufgaben verantwortlich gewesen sein.
Bereits im Mai 2026 gelang es, einen verdächtigen Container zu identifizieren und im Rahmen verdeckter Maßnahmen rund 400 Kilogramm Cannabis in Hamburg sicherzustellen. Der Container wurde anschließend - ohne die illegale Fracht - in enger Abstimmung zwischen den deutschen und polnischen Behörden weiter überwacht und zu dessen Bestimmungsort transportiert. Bei der Auslieferung in Stettin / Polen konnten am 6. Mai insgesamt vier Beschuldigte in einer Lagerhalle festgenommen werden. Unter den Festgenommenen befand sich auch einer der deutschen Tatverdächtigen.
Trotz dieses empfindlichen Schlags gegen die Gruppierung setzten die Hinterleute ihre kriminellen Aktivitäten fort.
Noch im Mai 2026 konnten die Ermittler einen weiteren Seefrachtcontainer in Hamburg mit rund 800 Kilogramm Cannabis identifizieren und den illegalen Inhalt sicherstellen. Auch dieser Container wurde im Rahmen der gemeinsamen Ermittlungen nach Entnahme der Drogen unter Kontrolle der deutschen und polnischen Behörden zum Bestimmungsort nach Polen weitertransportiert. Bei der Übernahme des Containers durch Mitglieder der Tätergruppierung am 15. Juni erfolgten vier weitere Festnahmen in Posen / Polen.
Dr. Tino Igelmann, Leiter des Zollkriminalamtes, dazu: "Die Sicherstellung von über einer Tonne Cannabis mit einem Straßenverkaufswert von 12 Millionen Euro sowie die anschließenden Festnahmen sind ein großer Erfolg der Gemeinsamen Ermittlungsgruppe Rauschgift Oldenburg und der polnischen Partnerbehörde. Dieser Erfolg zeigt, wie wichtig die enge internationale Zusammenarbeit bei der Bekämpfung der Organisierten Kriminalität ist. Der Zoll beobachtet und bewertet fortlaufend die steigenden illegalen Einfuhren von Cannabis nach und über Deutschland und geht mit großer Intensität und Schlagkraft gegen die kriminellen Strukturen vor. Es gilt nicht nur das Rauschgift sicherzustellen, sondern die dahintersteckenden arbeitsteilig vorgehenden Tätergruppierungen zu zerschlagen und die illegal gewonnenen Vermögenswerte abzuschöpfen. Die aktuellen noch andauernden Ermittlungen sind hierfür ein gutes Beispiel "
Die weiteren Ermittlungen zu weiteren Tatbeteiligten, Geldkreisläufen und den Hintergründen der Schmuggelaktivitäten erfolgen von der Gemeinsamen Ermittlungsgruppe Rauschgift in Oldenburg im Auftrag der Staatsanwaltschaft Verden.
Aus ermittlungstaktischen Gründen können die Informationen erst jetzt veröffentlich werden.
Zusatzinformationen:
Gemeinsame Ermittlungsgruppe Rauschgift Im Interesse einer wirksamen Bekämpfung der schweren Rauschgiftkriminalität - insbesondere in Erscheinungsformen der Organisierten Kriminalität - wurde die institutionalisierte Zusammenarbeit zwischen Polizei und Zoll durch die Einrichtung einer Gemeinsamen Ermittlungsgruppe Rauschgift (GER) etabliert. Die GER ist eine aus Polizeivollzugs- und Zollfahndungsbeamten bestehende, auf Dauer angelegte Ermittlungs- und Einsatzorganisation.
Weitere Informationen finden Sie auf www.zoll.de
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