FW Weinheim: Containerbrand in der BohÀckersiedlung unterbricht Familienfest der Weinheimer Feuerwehr
06.07.2025 - 15:35:44Sulzbach. [RM] Am Samstagabend kurz vor 17 Uhr wurde die Feuerwehr Weinheim mit den Abteilungen Sulzbach und Stadt zu einem Containerbrand auf einem landwirtschaftlichen Anwesen in der BohĂ€ckersiedlung in Weinheim-Sulzbach alarmiert. Bereits auf der Anfahrt war eine deutliche schwarze RauchsĂ€ule sichtbar. Der Brand machte den BrandschĂŒtzern einen Strich durch ihre Planungen. Eigentlichen wollten Abteilungskommandant Patrick Sommer und Feuerwehrkommandant Ralf Mittelbach pĂŒnktlich um 17 Uhr das Familienfest aller Weinheimer Feuerwehrabteilungen im Hof des FeuerwehrgerĂ€tehauses Sulzbach eröffnen. Die Einsatzabteilungen und die Alters- und Ehrenabteilungen der Weinheimer Feuerwehr waren nach Sulzbach gekommen, um einen geselligen Abend zu verbringen. Die HĂŒpfburg fĂŒr die Kinder war aufgeblasen, der Grill angeworfen und die GetrĂ€nke gekĂŒhlt. Aber wie so oft, mussten die Familien zunĂ€chst erstmal alleine starten. Wie auch sonst, hatten aber auch alle VerstĂ€ndnis fĂŒr die Unterbrechung. WĂ€hrend die Frauen und MĂ€nner sich auf den Weg zum Brandeinsatz machten,
Beim Eintreffen der ersten EinsatzkrĂ€fte stand ein Container hinter dem HofgebĂ€ude in Vollbrand. Die Abteilung Sulzbach ĂŒbernahm die ersten LöschmaĂnahmen. Bei hochsommerlichen Temperaturen wurde ein erster Löschangriff aufgebaut und ein Atemschutztrupp in Stellung gebracht. Die erste Lageerkundung ergab, dass keine Personen in Gefahr waren. Auch die Pferde und Scharfe des Hofs waren auf einer nahegelegenen Weide in Sicherheit. Daher konzentrierte sich die Feuerwehr zunĂ€chst darauf eine Ausbreitung auf die Stallungen und das nahe gelegene Feld zu verhindern. DafĂŒr wurde parallel zur BrandbekĂ€mpfung am Container auch eine sogenannte Riegelstellung aufgebaut. Durch eine gezielte Wasserwand wurde versucht das Feuer unter Kontrolle zu halten. Da die Wasserversorgung im Feldbereich schnell an ihre Grenzen kommt, rĂŒckte auch die Abteilung Stadt mit einem Wechselladerfahrzeug an, auf dem der AbrollbehĂ€lter Löschmittel mit 8000 Liter Löschwasser zum Einsatz kam. ZusĂ€tzlich rĂŒckte auch ein weiteres Löschfahrzeug aus Weinheim an, was weitere 3000 Liter Wasser und weitere AtemschutzgerĂ€tetrĂ€ger an die Einsatzstelle brachte. FĂŒr die Wasserversorgung ĂŒber lange Wegstrecken hat das Land Baden-WĂŒrttemberg bei der Feuerwehr Weinheim Abteilung Sulzbach das Löschfahrzeug Katastrophenschutz (LF-KatS) stationiert. Auch dieses Fahrzeug kam zum Einsatz und baute die Wasserversorgung vom Tiefbrunnen, einer Feuerwehransaugstelle in der BohĂ€ckersiedlung zum AbrollbehĂ€lter Wasser auf. Nachdem fast 300 Meter Schlauchleitung verlegt waren und mit dem AbrollbehĂ€lter Löschmittel ein Wasserpuffer geschaffen war, war die Wasserversorgung stabil und die Feuerwehr konnte sich auf die BrandbekĂ€mpfung konzentrieren. Die RauchsĂ€ule hatte auch die Aufmerksamkeit einiger Bauern in der Umgebung auf sich gezogen. Wie stark die SolidaritĂ€t und Hilfsbereitschaft der Landwirte ist, zeigte der Zusammenhalt. Schnell waren Landwirte vor Ort und boten ihre UnterstĂŒtzung mit ihrem Landwirtschaftlichem GerĂ€t an. Darauf musste die Feuerwehr aber nicht zurĂŒckgreifen.
Die AtemschutzgerĂ€tetrĂ€ger gingen durch den Rauch schnell voran und konnten auch langsam, aber sicher dem Feuer Herr werden. In unmittelbarer NĂ€he des Brandobjekts befand sich auch ein groĂer Strohhaufen, der bereits Feuer gefangen hatte. Durch den zĂŒgigen und koordinierten Löschangriff konnte die weitere Ausbreitung des Brandes verhindert werden. Zwei Atemschutztrupps waren im Einsatz, ein dritter Trupp stand als Sicherheitstrupp bereit. Nach gut einer Stunde war das Feuer gelöscht. Die Nachlöscharbeiten wurden mit einer WĂ€rmebildkamera unterstĂŒtzt. Der vollstĂ€ndig ausgebrannte Container sowie der betroffene Bereich wurden grĂŒndlich nach Glutnestern abgesucht und abschlieĂend mit Wasser benetzt. Nachdem keine weiteren Brandstellen festgestellt wurde konnte die Feuerwehr den Einsatz vor Ort beenden.
Zum Familienfest konnten die EinsatzkrĂ€fte dann aber noch nicht. Denn zunĂ€chst musste der Löschangriff auch wieder abgebaut werden. FĂŒr die eingesetzten AtemschutzgerĂ€tetrĂ€ger wurde Wechselkleidung an die Einsatzstelle gebracht. Der GerĂ€tewagen Logistik sowie das Kleineinsatzfahrzeug unterstĂŒtzten beim RĂŒcktransport der kontaminierten GerĂ€tschaften, des Schlauchmaterials und der AusrĂŒstung. Im Feuerwehrzentrum wurden dann alle Fahrzeuge wieder mit frischem Material bestĂŒckt, damit die Fahrzeuge auch fĂŒr den jederzeit eintreffenden Folgeeinsatz gerĂŒstet sind. Der Rettungsdienst war ebenfalls vorsorglich vor Ort, musste jedoch nicht eingreifen. Die Polizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Eine konkrete Ursache ist derzeit nicht bekannt.
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