Polizeiinspektion Wilhelmshaven/ Friesland stellt Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) fĂŒr das Jahr 2025 vor
Veröffentlicht am: 18.03.2026 um 08:56 Uhr | presseportal.de
Von 2023 auf 2024 ist ein deutlicher RĂŒckgang um rund 14,2 % festzustellen. Von 2024 auf 2025 sank die Zahl nochmals leicht um etwa 1,7 %. Insgesamt liegt das Fallaufkommen 2025 damit rund 15,7 % unter dem Wert von 2023.
Die AufklÀrungsquote lag 2025 bei 67,76 %. Von 12.034 FÀllen konnten demnach 8.154 aufgeklÀrt werden.
2024 lag die Quote bei 69,61 %. 2023 bei 66,12 %.
Prozentuale Anteile der Hauptgruppen an der GesamtkriminalitÀt 2025 (12.034 FÀlle): - Diebstahlsdelikte gesamt: 3.583 FÀlle - 29,77 % - Sonstige StraftatbestÀnde (StGB): 3.084 FÀlle - 25,63 % - Rohheitsdelikte und Straftaten gegen die persönliche Freiheit: 2.587 FÀlle - 21,50 % - Vermögens- und FÀlschungsdelikte: 1.741 FÀlle - 14,47 % - Strafrechtliche Nebengesetze: 669 FÀlle - 5,56 % - Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung: 362 FÀlle - 3,01 % - Straftaten gegen das Leben: 8 FÀlle - 0,07 %
Bewertung
Den gröĂten Anteil an der GesamtkriminalitĂ€t machen weiterhin die Diebstahlsdelikte aus, gefolgt von den sonstigen StraftatbestĂ€nden sowie den Rohheitsdelikten. Diese drei Hauptgruppen vereinen zusammen rund 76,9 % aller registrierten Straftaten auf sich. Die schweren Deliktsbereiche wie Straftaten gegen das Leben oder gegen die sexuelle Selbstbestimmung nehmen demgegenĂŒber nur einen sehr geringen prozentualen Anteil ein. Insgesamt zeigt sich, dass die rĂŒcklĂ€ufige GesamtkriminalitĂ€t insbesondere durch Entwicklungen in den unterschiedlichen Deliksbereichen geprĂ€gt wird, wĂ€hrend die Anteile der einzelnen Hauptgruppen im VerhĂ€ltnis zueinander weitgehend stabil bleiben.
Entwicklung der Hauptgruppen der Polizeilichen Kriminalstatistik 2025 Im Rahmen der Polizeilichen Kriminalstatistik 2025 fĂŒr die Stadt Wilhelmshaven werden die Straftaten in sieben sogenannte Hauptgruppen unterteilt. Diese bilden die wesentlichen Deliktsbereiche der registrierten KriminalitĂ€t ab und ermöglichen eine differenzierte Betrachtung der Entwicklung im Vergleich zu den Vorjahren 2023 und 2024.
Straftaten gegen das Leben
Hierunter fallen insbesondere Mord, Totschlag und fahrlÀssige Tötungsdelikte. 2024: 8 FÀlle 2025: 8 FÀlle
Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung Diese Hauptgruppe umfasst unter anderem Vergewaltigung, sexuelle Nötigung und sexuellen Missbrauch.
2024: 335 FĂ€lle
2025: 362 FĂ€lle
Rohheitsdelikte und Straftaten gegen die persönliche Freiheit Hierzu zÀhlen insbesondere Körperverletzungsdelikte, Raub sowie Bedrohung und Nötigung. 2024: 2.471 FÀlle 2025: 2.587 FÀlle
Diebstahlsdelikte gesamt
Diese Gruppe umfasst alle Formen des Diebstahls, vom einfachen Ladendiebstahl bis zum schweren Diebstahl. 2024: 3.816 FĂ€lle 2025: 3.583 FĂ€lle
Vermögens- und FÀlschungsdelikte
Hierunter fallen unter anderem Betrug, Unterschlagung und Urkundendelikte.
2024: 1.672 FĂ€lle
2025: 1.741 FĂ€lle
Sonstige StraftatbestÀnde (StGB) Diese Sammelgruppe beinhaltet Delikte wie SachbeschÀdigung oder Hausfriedensbruch.
2024: 3.094 FĂ€lle
2025: 3.084 FĂ€lle Auch hier ist eine leicht rĂŒcklĂ€ufige Entwicklung zu beobachten.
Strafrechtliche Nebengesetze
Hierzu zĂ€hlen unter anderem VerstöĂe gegen das BetĂ€ubungsmittelgesetz oder das Aufenthaltsgesetz.
2024: 846 FĂ€lle
2025: 669 FĂ€lle
Fazit
Die Entwicklung der GesamtkriminalitĂ€t zeigt eine sinkende Tendenz. WĂ€hrend 2024 12.242 Fallzahlen registriert wurden, waren es 2025 12.034, was einen RĂŒckgang von 1,7 Prozent bedeutet.
Im Rahmen der Polizeilichen Kriminalstatistik 2025 wurden neben den Hauptgruppen auch ausgewÀhlte Deliktsbereiche gesondert betrachtet. Diese ermöglichen eine vertiefte Analyse kriminalitÀtsrelevanter Schwerpunkte.
Die GewaltkriminalitĂ€t, die insbesondere schwere Körperverletzungsdelikte, Raubstraftaten sowie vergleichbare erhebliche Gewaltdelikte umfasst, bewegte sich im Jahr 2025 auf dem Niveau des Vorjahres. Nachdem die Fallzahlen von 625 FĂ€llen im Jahr 2023 auf 545 FĂ€lle im Jahr 2024 zurĂŒckgegangen waren, wurden auch 2025 insgesamt 545 FĂ€lle registriert. Die AufklĂ€rungsquote lag 2025 bei 85,32 Prozent, nachdem sie 2024 bei 88,81 Prozent gelegen hatte. Damit bewegt sich dieser Deliktsbereich weiterhin auf einem erhöhten, jedoch kontrollierbaren Niveau mit einer konstant guten AufklĂ€rungsleistung.
Im Bereich der hĂ€uslichen Gewalt ist hingegen ein Anstieg festzustellen. Wurden 2024 noch 860 FĂ€lle registriert, so stieg die Zahl im Jahr 2025 auf 941 FĂ€lle an. Dies entspricht einer Zunahme um 81 FĂ€lle beziehungsweise 9,4 Prozent. Insgesamt wurden im Jahr 2025 827 Opfer erfasst, darunter 581 weibliche und 246 mĂ€nnliche Betroffene. In 543 FĂ€llen handelte es sich um Taten zwischen Partnern oder ehemaligen Partnern, in 258 FĂ€llen um familiĂ€re Konstellationen. Die Leiterin des Zentralen Kriminaldienstes, PolizeirĂ€tin Jantje Zimmermann-GĂ€de, ordnet diese Entwicklung wie folgt ein: "HĂ€usliche Gewalt findet meist im Verborgenen statt und stellt fĂŒr die Betroffenen eine erhebliche physische und psychische Belastung dar. Viele Taten ereignen sich im Dunkelfeld, das heiĂt, dass diese Taten nicht angezeigt werden. Die hier bekannten Zahlen spiegeln das Hellfeld wider. Wir können dieses Deliktsfeld nur gemeinsam mit den BĂŒrgerinnen und BĂŒrgern bekĂ€mpfen. Jede Tat ist eine zu viel. Unser Ziel bleibt es, konsequent einzuschreiten, Betroffene frĂŒhzeitig zu schĂŒtzen und Hilfsangebote eng zu vernetzen."
Auch Straftaten gegen Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte bleiben auf einem hohen Niveau. Nach 89 FĂ€llen im Jahr 2023 und 97 FĂ€llen im Jahr 2024 wurden 2025 insgesamt 94 FĂ€lle registriert. Im Jahr 2025 wurden 57 EinsatzkrĂ€fte verletzt. Der Leiter der Polizeiinspektion, Leitender Polizeidirektor Jörg Beensen, betont hierzu: "Gewalt gegen Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte ist in keiner Form hinnehmbar. Meine Kolleginnen und Kollegen setzen sich tĂ€glich fĂŒr die Sicherheit aller BĂŒrgerinnen und BĂŒrger ein. Ihnen gilt mein ausdrĂŒcklicher Dank und meine volle UnterstĂŒtzung. Wer EinsatzkrĂ€fte angreift, greift den Rechtsstaat an."
Zur StraĂenkriminalitĂ€t zĂ€hlen unter anderem Raubdelikte, Körperverletzungen im öffentlichen Raum sowie bestimmte Diebstahlsformen. Die Entwicklung bewegt sich im Rahmen der allgemeinen Schwankungen. Im Bereich der JugendkriminalitĂ€t sind ebenfalls leichte Schwankungen festzustellen. Die registrierten Delikte bewegen sich ĂŒberwiegend im Bereich der Rohheits- und Eigentumsdelikte. Die Straftaten unter Nutzung des Tatmittels Internet gingen weiter leicht zurĂŒck. Nach 1.004 FĂ€llen im Jahr 2023 und 939 FĂ€llen im Jahr 2024 wurden im Jahr 2025 insgesamt 925 FĂ€lle registriert. Die AufklĂ€rungsquote lag 2025 bei 87,78 Prozent, nachdem sie 2024 bei 90,84 gelegen hatte. Betrugsdelikte, Datenmissbrauch und andere digitale Tatbegehungsformen prĂ€gen diesen Deliktsbereich weiterhin maĂgeblich.
Opfer und TatverdÀchtige 2025
Im Jahr 2025 wurden insgesamt 3.002 Straftaten mit Opfern registriert. Damit ist gegenĂŒber 2024 (2.896 FĂ€lle) ein Anstieg um 106 FĂ€lle festzustellen. Die Gesamtzahl der Opfer stieg von 3.482 im Jahr 2024 auf 3.585 Opfer im Jahr 2025. Im Vergleich zu 2023 (3.497 Opfer) ergibt sich ebenfalls eine Zunahme. Von den 3.585 Opfern im Jahr 2025 waren 2.007 mĂ€nnlich und 1.578 weiblich. GegenĂŒber 2024 stieg die Zahl der mĂ€nnlichen Opfer von 1.920 auf 2.007 an. Auch die Zahl der weiblichen Opfer erhöhte sich leicht von 1.562 auf 1.578. Insgesamt zeigt sich damit nach dem Höchststand im Jahr 2023 weiterhin ein hohes Niveau bei den Opferzahlen. Im Bereich der TatverdĂ€chtigen beziehungsweise Beschuldigten wurden im Jahr 2025 insgesamt 5.533 TatverdĂ€chtige erfasst. Im Vergleich zu 2024 (5.338) bedeutet dies einen Anstieg um 195 Personen. Der Höchstwert im Betrachtungszeitraum lag 2023 bei 5.839 TatverdĂ€chtigen. Von den 5.533 TatverdĂ€chtigen im Jahr 2025 waren 4.191 deutsche TatverdĂ€chtige und 1.342 nichtdeutsche TatverdĂ€chtige. Der Anteil nichtdeutscher TatverdĂ€chtiger lag damit bei rund 24,3 Prozent. Im Vorjahr waren 1.207 nichtdeutsche TatverdĂ€chtige registriert, sodass hier ein Anstieg zu verzeichnen ist. Die Zahl der TatverdĂ€chtigen mit Aufenthaltsstatus lag 2025 bei 336 Personen (2024: 317; 2023: 383). Die Altersstruktur der TatverdĂ€chtigen im Jahr 2025 stellt sich wie folgt dar: - Kinder unter 14 Jahren: 303 TatverdĂ€chtige (5,48 %) - Jugendliche 14 bis unter 18 Jahre: 515 TatverdĂ€chtige (9,31 %) - Heranwachsende 18 bis unter 21 Jahre: 390 TatverdĂ€chtige (7,05 %) - Erwachsene ab 21 Jahre: 4.325 TatverdĂ€chtige (78,17 %) Damit entfĂ€llt der ĂŒberwiegende Anteil der TatverdĂ€chtigen weiterhin auf die Gruppe der Erwachsenen. Die Zahl der tatverdĂ€chtigen Kinder sank im Vergleich zu 2024 (336) auf 303. Bei den Jugendlichen ist ein leichter Anstieg von 510 auf 515 zu verzeichnen. Die Zahl der Heranwachsenden stieg von 358 auf 390. Bei den Erwachsenen erhöhte sich die Zahl von 4.134 im Jahr 2024 auf 4.325 im Jahr 2025. Zusammenfassend zeigt sich, dass sowohl die Opferzahlen als auch die Zahl der TatverdĂ€chtigen im Jahr 2025 leicht angestiegen sind. Die Altersstruktur bleibt dabei im Wesentlichen konstant, mit einem deutlichen Schwerpunkt im Bereich der erwachsenen TatverdĂ€chtigen.
Stadtgebiet Wilhelmshaven
Im Jahr 2025 wurden insgesamt 7.491 Straftaten registriert. Damit liegt die GesamtkriminalitĂ€t leicht ĂŒber dem Vorjahresniveau. Im Jahr 2023 waren noch 9.215 FĂ€lle erfasst worden, 2024 sank die Zahl deutlich auf 7.345 FĂ€lle. Der RĂŒckgang von 2023 auf 2024 betrĂ€gt rund 20,3 Prozent. Von 2024 auf 2025 ist hingegen wieder ein leichter Anstieg um etwa 2,0 Prozent festzustellen. Insgesamt liegt das Fallaufkommen im Jahr 2025 dennoch rund 18,7 Prozent unter dem Wert von 2023. Ein weiterer wichtiger Indikator fĂŒr die Sicherheitslage ist die sogenannte HĂ€ufigkeitszahl, also die Anzahl der registrierten Straftaten pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner. Sie liegt im Stadtgebiet von Wilhelmshaven bei 9.890. 2024 hat sie bei 9.633 gelegen.
Den gröĂten Anteil an der GesamtkriminalitĂ€t machen weiterhin die Diebstahlsdelikte mit 2.403 FĂ€llen aus, was 32,08 Prozent aller registrierten Straftaten entspricht. Es folgen die sonstigen StraftatbestĂ€nde nach dem Strafgesetzbuch mit 1.920 FĂ€llen beziehungsweise 25,63 Prozent sowie die Rohheitsdelikte und Straftaten gegen die persönliche Freiheit mit 1.612 FĂ€llen und einem Anteil von 21,52 Prozent. Die Vermögens- und FĂ€lschungsdelikte schlagen mit 940 FĂ€llen (12,55 Prozent) zu Buche. Auf strafrechtliche Nebengesetze entfallen 415 FĂ€lle (5,54 Prozent). Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung wurden 198 Mal registriert (2,64 Prozent), Straftaten gegen das Leben in drei FĂ€llen (0,04 Prozent). Die Entwicklung der GesamtkriminalitĂ€t wird damit weiterhin maĂgeblich durch die sogenannten Massendelikte geprĂ€gt.
Bei den Straftaten gegen das Leben ist im Dreijahresvergleich ein kontinuierlicher RĂŒckgang festzustellen. Nach acht FĂ€llen im Jahr 2023 und fĂŒnf FĂ€llen im Jahr 2024 wurden im Jahr 2025 drei FĂ€lle registriert. Die Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung gingen von 230 FĂ€llen im Jahr 2023 auf 198 FĂ€lle im Jahr 2024 zurĂŒck und blieben im Jahr 2025 auf diesem Niveau konstant. Die Rohheitsdelikte und Straftaten gegen die persönliche Freiheit verzeichneten nach einem RĂŒckgang von 1.649 FĂ€llen im Jahr 2023 auf 1.402 FĂ€lle im Jahr 2024 im Jahr 2025 wieder einen Anstieg auf 1.612 FĂ€lle, ohne jedoch den Stand von 2023 zu erreichen. Die Diebstahlsdelikte gingen von 3.264 FĂ€llen im Jahr 2023 auf 2.525 FĂ€lle im Jahr 2024 zurĂŒck und sanken im Jahr 2025 weiter auf 2.403 FĂ€lle. Auch bei den Vermögens- und FĂ€lschungsdelikten ist ein kontinuierlicher RĂŒckgang von 1.044 FĂ€llen im Jahr 2023 ĂŒber 974 FĂ€lle im Jahr 2024 auf 940 FĂ€lle im Jahr 2025 festzustellen. Die sonstigen StraftatbestĂ€nde nach dem Strafgesetzbuch nahmen nach einem RĂŒckgang von 2.180 FĂ€llen im Jahr 2023 auf 1.746 FĂ€lle im Jahr 2024 im Jahr 2025 wieder auf 1.920 FĂ€lle zu. Die VerstöĂe gegen strafrechtliche Nebengesetze gingen von 840 FĂ€llen im Jahr 2023 ĂŒber 495 FĂ€lle im Jahr 2024 weiter auf 415 FĂ€lle im Jahr 2025 zurĂŒck.
Die GewaltkriminalitĂ€t lag im Jahr 2025 mit 380 FĂ€llen ĂŒber dem Vorjahreswert von 346 FĂ€llen, jedoch unter dem Niveau des Jahres 2023 mit 456 FĂ€llen. Die AufklĂ€rungsquote betrug 86,58 Prozent, nachdem sie im Jahr 2024 bei 87,57 Prozent und im Jahr 2023 bei 84,21 Prozent gelegen hatte.
Im Bereich der hĂ€uslichen Gewalt ist erneut ein Anstieg festzustellen. Nach 524 FĂ€llen im Jahr 2024 wurden im Jahr 2025 insgesamt 599 FĂ€lle registriert, was einer Zunahme um 75 FĂ€lle beziehungsweise 14,3 Prozent entspricht. Die Zahl der erfassten Opfer stieg von 439 auf 504. Von den 504 Opfern im Jahr 2025 waren 364 weiblich und 140 mĂ€nnlich. In 352 FĂ€llen handelte es sich um Taten zwischen Partnern oder ehemaligen Partnern, in 139 FĂ€llen um innerfamiliĂ€re Konstellationen; 119 FĂ€lle betrafen sonstige Beziehungsformen. Straftaten zum Nachteil von Polizeibeamtinnen und Polizeibeamten gingen im Jahr 2025 auf 47 FĂ€lle zurĂŒck, nachdem 2024 noch 52 und 2023 insgesamt 56 FĂ€lle registriert worden waren. Die Zahl der betroffenen EinsatzkrĂ€fte lag 2025 bei 132. Im selben Jahr wurden 31 Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte leicht verletzt. Die Straftaten unter Nutzung des Tatmittels Internet gingen weiter zurĂŒck. Nach 619 FĂ€llen im Jahr 2023 und 588 FĂ€llen im Jahr 2024 wurden im Jahr 2025 insgesamt 540 FĂ€lle registriert. Die AufklĂ€rungsquote lag bei 87,96 Prozent und bewegt sich damit weiterhin auf einem hohen Niveau.
Das Brandgeschehen in Wilhelmshaven ist weiterhin auf einem hohen Niveau. Im Jahr 2024 wurden 90 Branddelikte gemeldet. 2025 waren es 134.
Die gröĂte Steigerung ist im Bereich der SachbeschĂ€digung durch Feuer erkennbar. WĂ€hrend im Jahr 2024 58 Delikte angezeigt wurden, waren es 2025 90. Die Brandstiftung stieg von 30 auf 39 FĂ€lle an. "Im Jahr 2025 kam es im Stadtgebiet von Wilhelmshaven zu einer auffĂ€lligen HĂ€ufung von BrĂ€nden. Um die Vielzahl der Geschehnisse gezielt aufzuarbeiten, hatte die Polizeiinspektion Wilhelmshaven/Friesland die Ermittlungsgruppe "Lux" eingerichtet. Diese bĂŒndelte kriminalistische Analysen und prĂŒfte mögliche ZusammenhĂ€nge. Wir gehen nach derzeitigem Ermittlungsstand davon aus, dass fĂŒr den ĂŒberwiegenden Teil der Taten im Jahr 2025 eine 25-jĂ€hrige Wilhelmshavenerin verantwortlich ist, die Anfang des Jahres zu einer mehrjĂ€hrigen Haftstrafe verurteilt wurde" sagt die Leiterin des Zentralen Kriminaldienstes, PolizeirĂ€tin Jantje Zimmermann-GĂ€de.
Im Jahr 2025 wurden 1.833 Straftaten mit Opfern registriert, gegenĂŒber 1.629 FĂ€llen im Jahr 2024. Die Gesamtzahl der Opfer stieg von 1.933 auf 2.161 Personen, liegt damit jedoch leicht unter dem Wert des Jahres 2023 mit 2.183 Opfern. Von den 2.161 Opfern im Jahr 2025 waren 1.221 mĂ€nnlich und 940 weiblich.
Die Zahl der TatverdĂ€chtigen erhöhte sich im Jahr 2025 auf 3.272 Personen, nachdem 2024 noch 3.074 TatverdĂ€chtige registriert worden waren. Von den 3.272 TatverdĂ€chtigen waren 2.410 deutsche und 862 nichtdeutsche Staatsangehörige; der Anteil nichtdeutscher TatverdĂ€chtiger lag bei rund 26,4 Prozent. 210 Personen verfĂŒgten ĂŒber einen Aufenthaltsstatus. Die Altersstruktur zeigt weiterhin einen deutlichen Schwerpunkt im Erwachsenenbereich. 146 TatverdĂ€chtige waren Kinder unter 14 Jahren, 259 Jugendliche zwischen 14 und unter 18 Jahren, 243 Heranwachsende zwischen 18 und unter 21 Jahren und 2.624 Personen 21 Jahre oder Ă€lter.
Ein Blick auf die Entwicklung der Messerangriffe in den Jahren 2023 bis 2025 zeigt, dass sich die Fallzahlen insgesamt auf einem konstanten Niveau bewegen. Nach 166 FĂ€llen im Jahr 2023 sank die Zahl im Jahr 2024 zunĂ€chst auf 144, um im Jahr 2025 wieder auf 154 FĂ€lle anzusteigen. Damit ist der zwischenzeitliche RĂŒckgang zumindest teilweise wieder aufgehoben worden. Die AufklĂ€rungsquote bleibt zwar insgesamt hoch, ist jedoch leicht rĂŒcklĂ€ufig (93,98 % im Jahr 2023, 93,06 % im Jahr 2024 und 89,61 % im Jahr 2025). WĂ€hrend die Zahl deutscher Opfer kontinuierlich sinkt (81 → 70 → 62), ist die Zahl nichtdeutscher Opfer von 21 auf 32 gestiegen und bleibt anschlieĂend auf diesem Niveau. Beim Blick auf das Geschlecht zeigt sich, dass MĂ€nner weiterhin deutlich hĂ€ufiger betroffen sind, auch wenn die Zahlen 2025 rĂŒcklĂ€ufig sind (77 → 82 → 65). Die Zahl weiblicher Opfer ist hingegen zuletzt wieder angestiegen (25 → 20 → 29). Die Altersstruktur verdeutlicht, dass vor allem Erwachsene betroffen sind. Im Jahr 2025 entfallen rund 75 % der Opfer auf Personen ab 21 Jahren. Jugendliche und Heranwachsende machen jeweils knapp 10 % aus, wĂ€hrend Kinder unter 14 Jahren mit gut 5 % zwar einen kleineren, aber besonders sensiblen Anteil darstellen. Zusammenfassend lĂ€sst sich feststellen, dass es keinen nachhaltigen RĂŒckgang der Messerangriffe gibt, sondern vielmehr Schwankungen auf hohem Niveau. Messergewalt bleibt damit ein ernstzunehmendes Deliktsfeld, das die Bevölkerung insgesamt betrifft. Vor diesem Hintergrund ist die Einrichtung von Waffenverbotszonen in Wilhelmshaven ein sinnvoller Ansatz. Sie ermöglichen der Polizei anlassunabhĂ€ngige Kontrollen und erhöhen damit sowohl den Kontrolldruck als auch die sichtbare polizeiliche PrĂ€senz. Ziel ist es, das MitfĂŒhren von Waffen zu reduzieren, potenzielle TĂ€ter abzuschrecken und die Sicherheit im öffentlichen Raum spĂŒrbar zu verbessern.
AbschlieĂend bewertet der Leiter der Polizeiinspektion, Leitender Polizeidirektor Jörg Beensen, die Entwicklung wie folgt: "Die GesamtkriminalitĂ€t liegt weiterhin deutlich unter dem Niveau von 2023. Gleichwohl zeigen einzelne Deliktsbereiche, insbesondere die hĂ€usliche Gewalt und die Rohheitsdelikte, wieder steigende Fallzahlen. Die Aufgabe der Polizei bleibt es, weiterhin konsequent zu handeln, Entwicklungen frĂŒhzeitig zu erkennen und durch gezielte MaĂnahmen gegenzusteuern. Insgesamt zeigt die Statistik, dass wir in zentralen Bereichen gute stabile AufklĂ€rungsquoten haben."
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