Straßenverkehr, Polizei

ZweirÀder im Blick: Landespolizei Schleswig-Holstein nimmt an bundesweiter Verkehrssicherheitsaktion teil

24.04.2026 - 12:10:48 | presseportal.de

Kiel - Die Landespolizei Schleswig-Holstein beteiligt sich am 28. April an der bundesweiten Verkehrssicherheitsaktion "sicher.mobil.leben". In diesem Jahr steht der Kontroll- und PrĂ€ventionstag unter dem Motto "ZweirĂ€der im Blick". Die Verkehrsunfallentwicklung in Deutschland mit steigenden Unfallzahlen erfordert eine Schwerpunktsetzung auf die Gruppe der ZweirĂ€der als ungeschĂŒtzte Verkehrsteilnehmer.

POL-SH: ZweirÀder im Blick: Landespolizei Schleswig-Holstein nimmt an bundesweiter Verkehrssicherheitsaktion teil - Foto: presseportal.de
POL-SH: "ZweirÀder im Blick": Landespolizei Schleswig-Holstein nimmt an bundesweiter Verkehrssicherheitsaktion teil - Foto: presseportal.de

ZweirĂ€der gehören inzwischen sowohl in StĂ€dten wie in lĂ€ndlichen Regionen mehr denn je zum Straßenbild und gewinnen immer mehr an Bedeutung. Klassische FahrrĂ€der, Pedelecs, motorisierte KraftrĂ€der oder Elektro-Kleinstfahrzeuge wie E-Scooter bieten flexible Alternativen zum Auto. Das fĂŒhrt dazu, dass immer mehr Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer sich einen begrenzten Verkehrsraum teilen mĂŒssen.

Die besonderen Bedingungen in StĂ€dten, wie beispielsweise dichter Verkehr, unĂŒbersichtliche Kreuzungen oder unzureichend ausgebaute Radwege, tragen mit dazu bei, das Unfallrisiko zu erhöhen. Hinzu kommt allerdings auch das individuelle Fehlverhalten von Fahrerinnen und Fahrern von ZweirĂ€dern. Aufgrund ihrer geringeren Schutzmöglichkeit sind Nutzerinnen und Nutzer von ZweirĂ€dern besonders gefĂ€hrdet.

Zwar ist in Schleswig-Holstein fĂŒr das Jahr 2025 positiv hervorzuheben, dass die Zahl der VerkehrsunfĂ€lle sowie der Verletzten unter Beteiligung von Zweiradfahrenden insgesamt gesunken ist. Diesem positiven Trend entgegen steht allerdings, dass die Zahl der Getöteten in 2025 höher ist als im Jahr 2024. 94 Menschen kamen zu Tode und damit acht mehr als zuvor. Die meisten Menschen starben innerorts mit einem Pedelec (7 Personen), am zweithĂ€ufigsten mit einem Fahrrad (6 Personen). Insassen eines PKW stehen mit 5 Personen an dritter Stelle. Außerorts starben 14 Menschen auf motorisierten ZweirĂ€dern und damit hinter PKW-Insassen (38) am zweithĂ€ufigsten.

Sehr bedenklich ist zudem die deutliche Steigerung der VerkehrsunfĂ€lle unter Beteiligung von Pedelec- und E-Scooter-Nutzerinnen und -Nutzern. In Schleswig-Holstein stieg die Anzahl von 2024 auf 2025 um 12,7 % (Pedelec) bzw. 31,6 % (E-Scooter). Diese Verkehrsunfallentwicklung begrĂŒndet daher die konsequente Ahndung von VerstĂ¶ĂŸen, sowie einem besonderen Fokus auf prĂ€ventive Aspekte.

"Unser Ziel ist es, durch prĂ€ventive und repressive Maßnahmen die Anzahl der UnfĂ€lle zu minimieren und Zweiradfahrerinnen und -fahrer zu sensibilisieren. StĂ€ndige Vorsicht und gegenseitige RĂŒcksicht bilden zusammen mit der Beachtung der Verkehrsregeln das Fundament der Verkehrssicherheit" so Sina Romeike, Leiterin des Dezernats fĂŒr verkehrspolizeiliche Angelegenheiten und PrĂ€vention des Landespolizeiamtes.

Im Rahmen des Kontrolltages werden landesweit Verkehrskontrollen durchgefĂŒhrt. Sollten Sie Interesse an der Begleitung einer Kontrollstelle in Schleswig-Holstein haben, melden Sie sich bitte per E-Mail bei der Pressestelle des Landespolizeiamtes: pressestelle.kiel.lpa@polizei.landsh.de.

Die Aktion "sicher.mobil.leben" wurde 2018 von der Innenministerkonferenz ins Leben gerufen. Ziel ist es, durch koordinierte Kontroll- und AufklĂ€rungsmaßnahmen in allen BundeslĂ€ndern aktuelle Verkehrssicherheitsrisiken zu thematisieren und gezielt dagegen vorzugehen. JĂ€hrlich steht dabei ein besonderer Themenschwerpunkt im Fokus. Die zentrale Koordination erfolgt durch die Freie und Hansestadt Hamburg. An der Aktion beteiligen sich zudem die Berufsgenossenschaft Verkehr, der Deutsche Verkehrssicherheitsrat e. V. (DVR), die Deutsche Verkehrswacht e. V. (DVW) sowie der Allgemeine Deutsche Automobilclub (ADAC) und der Auto Club Europa e. V. (ACE).

RĂŒckfragen bitte an:

Ministerium fĂŒr Inneres, Kommunales, Wohnen und Sport
Landespolizeiamt
MĂŒhlenweg 166
24116 Kiel

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