LuftqualitĂ€t: EU-Grenzwerte erfĂŒllt - WHO-Empfehlung verfehlt
11.02.2026 - 10:28:28FĂŒr Feinstaub ist es bereits das achte Jahr in Folge, dass die EU-Vorgaben von maximal 25 Mikrogramm pro Kubikmeter im Jahresmittel erfĂŒllt werden. FĂŒr Stickstoffdioxid wurde die Obergrenze 40 Mikrogramm pro Kubikmeter das zweite Jahr in Folge erreicht. Allerdings lag die durchschnittliche Belastung mit Feinstaub und Stickstoffdioxid ĂŒber der der Vorjahre.
"Mit der Einhaltung aller Grenzwerte setzt sich 2025 die positive Entwicklung der vergangenen Jahre fort", sagte dazu UBA-PrÀsident Dirk Messner. "Es bedarf dennoch weiterer Anstrengungen zur Verbesserung der LuftqualitÀt."
Ab dem Jahr 2030 sind die strengeren Grenzwerte der neuen europĂ€ischen LuftqualitĂ€tsrichtlinie bindend einzuhalten. So werden unter anderem fĂŒr das Jahresmittel der Stickstoffdioxid-Grenzwert von aktuell 40 auf 20 Mikrogramm pro Kubikmeter und der Feinstaub-Grenzwert PM2,5 von aktuell 25 auf 10 Mikrogramm pro Kubikmeter sinken.
Langfristig sollen die Grenzwerte vollstĂ€ndig an die WHO-Richtwerte angepasst werden. Hierzu wurde in der neuen LuftqualitĂ€tsrichtlinie verankert, dass die Grenzwerte bereits Ende 2030 und danach alle fĂŒnf Jahre ĂŒberprĂŒft werden. Bis 2050 ist angestrebt, die Luftschadstoffe so weit zu reduzieren, dass die Verschmutzung als nicht mehr schĂ€dlich fĂŒr Mensch und Umwelt gilt.
"Die neuen europĂ€ischen Grenzwerte nĂ€hern sich zwar nur schrittweise an die deutlich ambitionierteren Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation an. Dennoch fĂŒhrt jede Verbesserung der LuftqualitĂ€t dazu, dass das Gesundheitsrisikos fĂŒr die Gesamtbevölkerung sinkt", sagte Messner.
Vergleicht man die aktuellen Luftmessdaten des Jahres 2025 mit den ab 2030 einzuhaltenden, strengeren Grenzwerten der neuen EU-Richtlinie, so sind noch Verbesserungen notwendig. Die Auswertung der aktuellen Daten zeigt, dass bei Stickstoffdioxid (NO2) rund 39 Prozent aller Messstationen und bei Feinstaub PM2,5 ca. 18 Prozent die Zielwerte fĂŒr 2030 noch nicht erreichen. Nach SchĂ€tzungen des UBA ist davon auszugehen, dass aufgrund fortwĂ€hrender Verbesserungen der LuftqualitĂ€t im Jahr 2030 fĂŒr nahezu alle Stoffe eine Einhaltung der ab dann geltenden Grenzwerte zu erwarten ist und es lediglich noch fĂŒr PM2,5 und NO2 zu vereinzelten Ăberschreitungen kommen wird.
Nach Berechnungen der EuropĂ€ischen Umweltagentur (EEA) fĂŒhrt Luftverschmutzung jĂ€hrlich zu 180.000 TodesfĂ€llen in der EU. Vor allem fĂŒr Menschen mit Vorerkrankungen ist es wichtig, in Situationen hoher Luftschadstoffbelastung zeitnah informiert zu sein, um das individuelle Verhalten kurzfristig an die aktuelle LuftqualitĂ€t anpassen zu können. Das UBA warnt in seiner App "LuftqualitĂ€t" bei schlechter LuftqualitĂ€t und gibt gesundheitliche Empfehlungen und Verhaltenstipps, um beispielsweise Krankenhauseinweisungen wegen Herz-, Kreislauf- und Atemwegserkrankungen zu verhindern. @ dts-nachrichtenagentur.de
Hol dir den Wissensvorsprung der Profis. Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlĂ€ssliche Trading-Empfehlungen â dreimal die Woche, direkt in dein Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt anmelden.


