Gesundheit, Gesellschaft

ÄrzteprĂ€sident begrĂŒĂŸt Neuanlauf fĂŒr Regelung der Sterbehilfe

31.12.2025 - 07:51:05

ÄrzteprĂ€sident Klaus Reinhardt begrĂŒĂŸt die Kompromisssuche einer Gruppe von Bundestagsabgeordneten fĂŒr eine Neuregelung der Sterbehilfe, lehnt aber eine aktive UnterstĂŒtzung der BundesĂ€rztekammer etwa durch eine Veröffentlichung einer Liste von hilfswilligen Medizinern ab.

"Eine gesetzliche Neuregelung zur Suizidbeihilfe ist erforderlich, um den derzeitigen ungeregelten Zustand nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts von Anfang 2020 zu beenden", sagte Reinhardt dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland". Dieser sei fĂŒr Menschen mit Suizidgedanken ebenso problematisch wie fĂŒr Ärzte. "Wenn Suizidhilfe mehr und mehr zu einem GeschĂ€ftsmodell wird, kommen wir auf eine ganz schiefe Bahn", warnte der Mediziner.

Nötig sei bei einer Neuregelung vor allem die Etablierung eines Schutzkonzepts. So mĂŒsse unter anderem sichergestellt sein, dass der Sterbewunsch freiverantwortlich getroffen werde und tatsĂ€chlich dauerhaften Charakter habe. "Außerdem mĂŒssen geeignete Maßnahmen der SuizidprĂ€vention entwickelt werden, um zu verhindern, dass sich Menschen beispielsweise wegen einer als verzweifelt empfundenen Situation das Leben nehmen", sagte Reinhardt. Auf die Frage, ob die BundesĂ€rztekammer zum Ausbremsen umstrittener Sterbehilfevereine auf ihrer Homepage eine Liste der Ärzte veröffentlichen wĂŒrde, die fĂŒr eine Suizid-Assistenz zur VerfĂŒgung stehen, sagte Reinhardt: "Definitiv nein." Die Suizid-Begleitung sei Ärzten berufsrechtlich nicht untersagt, aber sie sei keine Ă€rztliche Aufgabe. Wenn Ärzte in konkreten, schwierigen Situationen fĂŒr sich nach sorgfĂ€ltiger AbwĂ€gung anders entschieden, respektiere er das. Aber: "Wir als BundesĂ€rztekammer werden nichts unterstĂŒtzen, was den Eindruck erweckt, Suizidbeihilfe gehöre zur Ă€rztlichen TĂ€tigkeit." @ dts-nachrichtenagentur.de

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