Mediziner drÀngen auf mehr PrÀvention gegen Fettleibigkeit
30.03.2025 - 01:00:00Er forderte aber konkrete MaĂnahmen ein: "Kinder mĂŒssen vor dem ĂŒbermĂ€Ăigen Konsum zucker- und fetthaltiger Lebensmittel geschĂŒtzt werden können - zum Beispiel durch gezielte Werbeverbote und die EinfĂŒhrung einer Zuckersteuer", sagte er. "Die Gewinninteressen der Lebensmittellobby dĂŒrfen nicht lĂ€nger ĂŒber das Wohl der Kinder gestellt werden." Und diese MaĂnahmen mĂŒssten "durch regelmĂ€Ăigen und verbindlichen Gesundheitsunterricht an Schulen und Berufsschulen flankiert werden". Zwar könne man Eltern nicht aus der Verantwortung entlassen, so Reinhardt weiter, aber "wir dĂŒrfen auch nicht lĂ€nger den Blick vor der Wirklichkeit verschlieĂen. Die Kinder- und Jugendarztpraxen platzen aus allen NĂ€hten wegen Kindern, die nicht krank sein mĂŒssen und nicht krank sein sollten", sagte der ĂrzteprĂ€sident. "In Sachen AufklĂ€rung, Vorbeugung, ja gesundheitlicher Erziehung ist in den vergangenen Jahrzehnten viel zu wenig getan worden, da liegen gewaltige Aufgaben vor uns, und deswegen gehört das Thema definitiv in die Schule", sagte er. Ein Fach "Gesundheitslehre" wĂ€re dabei ebenso denkbar wie die Zuordnung von GesundheitsfachkrĂ€ften an Schulen, etwa pensionierte HausĂ€rzte und PflegekrĂ€fte in Teilzeit, die sich sinnvoll engagieren wollen und ein wenig Nebenverdienst suchten. "Notwendig scheint mir, dass Schulen dazu verpflichtet werden, und dass es einen gewissen verbindlichen Kanon an Inhalten gibt", konkretisierte der ĂrzteprĂ€sident und argumentierte: Die vermeidbaren Krankheiten der jungen Leute "verursachen ja nicht nur individuell zum Teil schwere und erheblich beeintrĂ€chtigende Erkrankungen, sondern auch signifikante Behandlungskosten, die von allen Beitragszahlern getragen werden mĂŒssen".


