Gesundheit, Nahrungsmittel

Alkoholbedingte KrankenhausfÀlle in Deutschland auf Zehnjahrestief

11.02.2026 - 08:35:26

Alkoholmissbrauch fĂŒhrt in Deutschland immer seltener zu einem Klinikaufenthalt.

Rund 283.500 Patienten wurden 2024 aufgrund einer ausschließlich durch Alkohol bedingten Diagnose stationĂ€r im Krankenhaus behandelt. Das waren 28,9 Prozent weniger als zehn Jahre zuvor, teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) am Mittwoch mit.

Im Jahr 2014 kamen demnach 398.500 Menschen aufgrund einer alkoholinduzierten Diagnose stationĂ€r in ein Krankenhaus. Damit erreichten die Fallzahlen 2024 den niedrigsten Stand der letzten zehn Jahre. Auch der Anteil der FĂ€lle mit einer solchen Diagnose an den Krankenhausbehandlungen insgesamt sank: von 2,0 Prozent im Jahr 2014 auf 1,6 Prozent im Jahr 2024. Zur Einordnung: Die Zahl der Krankenhausbehandlungen insgesamt ging im selben Zeitraum um 8,6 Prozent auf 17,9 Millionen FĂ€lle zurĂŒck.

MÀnner werden nach Angaben der Statistiker hÀufiger aufgrund einer alkoholinduzierten Diagnose stationÀr behandelt als Frauen: 207.900 oder 73,3 Prozent der mit dieser Diagnose im Jahr 2024 Behandelten waren MÀnner, gut ein Viertel (26,7 Prozent) waren Frauen.

AlkoholabhĂ€ngigkeit war im Jahr 2024 mit einem Anteil von 42,5 Prozent (120.400 BehandlungsfĂ€lle) an den alkoholbedingten Diagnosen die hĂ€ufigste Ursache fĂŒr eine ausschließlich alkoholbedingte stationĂ€re Krankenhausbehandlung, teilte das Bundesamt mit. Auf einen akuten Rausch ging gut ein FĂŒnftel zurĂŒck (21,1 Prozent oder 59.700 FĂ€lle), auf Entzugssyndrome 14,7 Prozent der FĂ€lle (41.800). Weiter folgten alkoholbedingte Erkrankungen des Verdauungssystems wie SchĂ€den an der Leber (13,0 Prozent oder 36.900 FĂ€lle) oder der BauchspeicheldrĂŒse (5,2 Prozent oder 14.700 FĂ€lle).

Die Zahl der alkoholinduzierten Krankenhausbehandlungen ist laut Destatis in nahezu allen Altersgruppen zurĂŒckgegangen. Den stĂ€rksten RĂŒckgang gab es in der Altersgruppe der 10- bis 19-JĂ€hrigen. Hier nahm die Zahl der Behandlungen um 58,5 Prozent von 24.300 im Jahr 2014 auf 10.100 im Jahr 2024 ab. Grund dafĂŒr ist, dass immer weniger junge Menschen aufgrund einer akuten Alkoholvergiftung stationĂ€r im Krankenhaus behandelt werden. Die Zahl dieser FĂ€lle sank um 60,8 Prozent von 22.400 Kindern und Jugendlichen im Alter von 10 bis 19 Jahren im Jahr 2014 auf 8.800 im Jahr 2024.

Aber auch von den 20- bis 39-JĂ€hrigen (-27,6 Prozent auf 66.400 FĂ€lle) und von den 40- bis 59-JĂ€hrigen (-35,2 Prozent auf 138.200 FĂ€lle) wurden deutlich weniger wegen alkoholbedingter Krankheiten stationĂ€r behandelt. Am schwĂ€chsten war der RĂŒckgang in der Altersgruppe der 60- bis 79-JĂ€hrigen mit -1,4 Prozent (65.500 FĂ€lle im Jahr 2024). Bei den Menschen in der Altersgruppe 80plus gab es sogar einen Anstieg (+22,4 Prozent auf 3.300 FĂ€lle).

Insgesamt starben hierzulande im Jahr 2024 nach Angaben des Statistischen Bundesamts rund 14.400 Menschen aufgrund einer direkt auf Alkoholkonsum zurĂŒckzufĂŒhrenden Erkrankung - das waren 2,1 Prozent mehr als 2014. Damals gab es rund 14.100 solcher TodesfĂ€lle. 2024 waren nahezu drei Viertel (74,1 Prozent) der Verstorbenen MĂ€nner. Die HĂ€lfte der an alkoholbedingten Krankheiten gestorbenen MĂ€nner (50,9 Prozent) waren 55 bis 69 Jahre alt, lediglich 0,5 Prozent waren jĂŒnger als 30 Jahre.

Der leichte Anstieg der alkoholbedingten TodesfĂ€lle ist demografisch bedingt. Um demografische Effekte bereinigt zeigt sich ein RĂŒckgang: Die altersstandardisierte Zahl der alkoholbedingten SterbefĂ€lle je 100.000 Einwohner nahm um 3,4 Prozent ab, von 17,8 FĂ€llen im Jahr 2014 auf 17,2 FĂ€lle im Jahr 2024. @ dts-nachrichtenagentur.de

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