Schweiz, EU

Cern: Antimaterie erstmals erfolgreich per Lkw transportiert

24.03.2026 - 15:40:43 | dts-nachrichtenagentur.de

Am europÀischen Kernforschungszentrum Cern in Genf sind am Dienstag erstmals Antiprotonen mit einem Lkw transportiert worden.

Cern (Archiv) - Foto: via dts Nachrichtenagentur
Cern (Archiv) - Foto: via dts Nachrichtenagentur
Das teilte die Heinrich-Heine-UniversitĂ€t DĂŒsseldorf mit, von der der Leiter des BASE-Experiments, Stefan Ulmer, kommt.

Der Wissenschaftler erklĂ€rte, dass das Einfangen und Speichern von Antiprotonen ĂŒber lĂ€ngere ZeitrĂ€ume anspruchsvoll sei. "Antimaterie zerstrahlt sofort, sobald sie mit Materie in Kontakt kommt. Deshalb mĂŒssen die Antiteilchen so mit elektrischen Feldern und Magnetfeldern unter extrem hohem Vakuum gelagert werden, dass sie nicht mit Gasteilchen oder dem SpeichergefĂ€ĂŸ in Kontakt kommen", so Ulmer.

Die Antiprotonen wurden an der "Antimateriefabrik" des Cern produziert, der weltweit einzigen Anlage, die diese Teilchen mit besonders niedriger Energie bereitstellen kann. Das Forschungsteam von BASE sammelte eine Wolke aus rund 100 Antiprotonen in einer 850 Kilogramm schweren Falle, die die Antiteilchen mithilfe magnetischer und elektrischer Felder einfĂ€ngt. Diese wurde von der stationĂ€ren Versuchsanlage getrennt, auf einen Lkw verladen und ĂŒber das Cern-GelĂ€nde gefahren, bevor sie wieder mit der Versuchsanlage verbunden wurde.

Der Transport stellt einen ersten Schritt dar, um Antimaterie an andere europĂ€ische Labore zu bringen. Dort könne man Messungen in einer Umgebung mit geringeren Störfeldern durchfĂŒhren, hieß es.

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