Sozialverband, Bildungsungerechtigkeiten

Sozialverband beklagt Bildungsungerechtigkeiten wegen Einkommen

10.08.2025 - 01:00:00

Angesichts des Schulbeginns in mehreren deutschen BundeslĂ€ndern hat sich der Sozialverband Deutschland (SoVD) fĂŒr stĂ€rkere Anstrengungen beim Thema Bildungsgerechtigkeit ausgesprochen.

"Wir können nicht lĂ€nger hinnehmen, dass der Bildungserfolg unserer Kinder so stark vom Geldbeutel ihrer Eltern abhĂ€ngt. Die Politik darf nicht weiter zuschauen, sie muss endlich handeln", sagte die Vorstandschefin des SoVD, Michaela Engelmeier, den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Sonntagausgaben). Bildungsgerechtigkeit dĂŒrfe kein Lippenbekenntnis bleiben.

"Denn wĂ€hrend die Mehrheit mit prall gefĂŒllter SchultĂŒte oder perfekt ausgestattetem Ranzen ins neue Schuljahr geht, wĂ€chst jedes fĂŒnfte Schulkind in Armut auf", so Engelmeier. Dass in den neuen Bundeshaushalt mehr Investitionen in Schulen fĂŒr moderne Lernmittel und digitale Ausstattung eingestellt worden seien, begrĂŒĂŸte Engelmeier. Aber auch barrierefreie SchulgebĂ€ude und inklusive Lernumgebungen, sowie kostenfreie Lehrmittel mĂŒssten selbstverstĂ€ndlich sein. "Dazu brauchen wir bessere Arbeitsbedingungen fĂŒr schulĂ€rztliche, psychologische und sozial- sowie sonderpĂ€dagogische UnterstĂŒtzung sowie schlicht mehr LehrkrĂ€fte", forderte sie. Die SoVD-Chefin plĂ€dierte auch fĂŒr mehr zielgerichtete Angebote fĂŒr die SchĂŒler. "Ein Erfolgsfaktor liegt zudem in kostenfreier Nachhilfe und gezielter UnterstĂŒtzung fĂŒr benachteiligte Kinder - unabhĂ€ngig von Leistungsstand und Herkunft", sagte sie. Nur Bildung könne den Teufelskreis der Armut durchbrechen. "Es ist höchste Zeit, dass wir Bildung gerecht, modern und barrierefrei gestalten und sie zur PrioritĂ€t machen", forderte Engelmeier. Am Montag starten Sachsen, ThĂŒringen und Sachsen-Anhalt als erste BundeslĂ€nder in das neue Schuljahr.

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