Jugendpsychiater, Regeln

Jugendpsychiater fordern klare Regeln fĂŒr Social-Media-Konsum

12.08.2025 - 00:00:00

AnlĂ€sslich der gestiegenen Zahl junger Menschen, die mit Essstörungen stationĂ€r behandelt werden, fordert die Deutsche Gesellschaft fĂŒr Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie (DGKJP) verbindliche Regeln fĂŒr die Nutzung von Social-Media-Plattformen.

Eva Möhler, DGKJP-Vorstandsmitglied und FachĂ€rztin fĂŒr Kinder- und Jugendpsychiatrie, sagte der "Rheinischen Post" (Dienstag): "Klare Regelungen zum Medienkonsum von Kindern und Jugendlichen sind erforderlich, um Eltern zu entlasten, die oft angeben, mit dem Schutz ihrer Kinder vor EinflĂŒssen aus der virtuellen Welt ĂŒberfordert zu sein." Social-Media-Trends wie "Skinny Tok" könnten die Entstehung von Essstörungen begĂŒnstigen, sagte Möhler. In der Behandlung von Essstörungen werde zwar das Online-Erleben der Patienten thematisiert, zudem wĂŒrden alternative Erlebensformen in der Natur sowie Bewegung, Musik und Kunst eine Rolle in der Therapie spielen. "Bei kinderschutzrelevanten Themen wie bestimmten EinflĂŒssen durch Social Media ist aber auch die Politik gefragt, entsprechende Regelungen zu schaffen", forderte Möhler. Dem Statistischen Bundesamt zufolge hat sich die Zahl der 10- bis 17-jĂ€hrigen MĂ€dchen und jungen Frauen, die 2023 mit Essstörungen stationĂ€r behandelt werden mussten, im Vergleich zum Jahr 2003 verdoppelt.

@ dts-nachrichtenagentur.de