Arzttermine, Warken

Arzttermine: Warken pocht auf Gleichbehandlung von Versicherten

26.07.2025 - 10:40:17

Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) hat sich dafĂŒr ausgesprochen, dass der Versichertenstatus eines Patienten keine Rolle bei der Terminfindung in Arztpraxen spielen sollte.

"Bei der Terminvergabe darf es keinen Unterschied machen, ob jemand privat oder gesetzlich versichert ist", sagte Warken den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Sie warb erneut dafĂŒr, ein sogenanntes PrimĂ€rarztsystem einzufĂŒhren. "Der Hausarzt soll erste Anlaufstelle sein und sicherstellen, dass Patienten innerhalb eines bestimmten Zeitrahmens einen Termin beim Facharzt bekommen", sagte sie. Mit Blick auf Forderungen nach einer Praxis- oder KontaktgebĂŒhr Ă€ußerte sich Warken hingegen zurĂŒckhaltend.

"Es gibt viele Möglichkeiten, Praxisbesuche so zu steuern, dass die Patienten weiterhin gut versorgt werden, ohne sie unnötig finanziell zu belasten", sagte sie. Am Ende mĂŒsse eine Reform stehen, die "das gute Versorgungsniveau aufrechterhĂ€lt", aber trotzdem StabilitĂ€t bei den BeitrĂ€gen ermögliche. "Der dafĂŒr zustĂ€ndigen Reformkommission werde ich mit auf den Weg geben, dass es bei ihrer Arbeit keine Denkverbote gibt", sagte Warken. Gesetzlich Versicherte mĂŒssen in Deutschland oft lĂ€nger auf Facharzttermine warten als Privatversicherte, was zu Frustration und Kritik fĂŒhrt. GrundsĂ€tzlich gingen Deutsche hĂ€ufiger zum Arzt als Menschen in anderen LĂ€ndern. "Das fĂŒhrt allerdings nicht dazu, dass sie deswegen unbedingt gesĂŒnder sind oder lĂ€nger leben. Deswegen brauchen wir mehr Steuerung, um unnötige Arztbesuche zu vermeiden und um Patienten, die darauf dringend angewiesen sind, schnellere Termine bei Haus- und FachĂ€rzten zu verschaffen", erklĂ€rte die Bundesministerin weiter.

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