MilitÀr, Luftfahrt

Hubig sieht weitreichende Bundeswehr-EinsÀtze gegen Drohnen kritisch

04.10.2025 - 10:39:24

Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD) hat vor weitreichenden EinsÀtzen der Bundeswehr im Innern zur Drohnenabwehr gewarnt.

"Drohnenabwehr ist eine sicherheitspolitische Kernaufgabe", sagte Hubig der "Welt am Sonntag". "Bei Drohnenangriffen im Innern ist die Polizei gefragt." Wo der Rechtsrahmen nachjustiert werden mĂŒsse, werde das geschehen.

"EinsĂ€tze der Bundeswehr im Inneren sind aus guten GrĂŒnden nur in sehr engen Grenzen zulĂ€ssig - und dabei muss es bleiben." Zugleich kĂŒndigte Hubig eine zeitnahe Speicher-Pflicht fĂŒr IP-Adressen an. "Ich sehe dringenden Handlungsbedarf. Das Internet wird förmlich geflutet mit Kinderpornografie", sagte sie. IP-Adressen seien oft "der einzige Anhaltspunkt", um die TĂ€ter dahinter zu identifizieren. Derzeit mĂŒssten die Staatsanwaltschaften viel zu oft Ermittlungen einstellen, weil sich nicht aufklĂ€ren lasse, wem eine IP-Adresse zur Tatzeit zugeordnet war, so Hubig. "Deswegen ist es richtig, dass wir die Anbieter nun verpflichten, IP-Adressen und Portnummern fĂŒr drei Monate zu speichern. Das halte ich fĂŒr vertretbar: Denn mit diesen Daten lassen sich keine Bewegungs- und Persönlichkeitsprofile erstellen. Es ist kein tiefgreifender Grundrechtseingriff. Der Gesetzentwurf ist fast fertig."

@ dts-nachrichtenagentur.de