Starker Anstieg bei Delikt Verbreitung pornografischer Inhalte
09.04.2024 - 07:00:00Die Zahl der registrierten Delikte stieg im vergangenen Jahr um 7,4 Prozent auf nunmehr 45.191 FĂ€lle. Noch stĂ€rker ist der Anstieg bei den "jugendpornografischen Inhalten" (8.851 FĂ€lle, +31,2 Prozent). Die PKS erklĂ€rt den Zuwachs so: Ein Grund sei der Trend, dass vor allem Kinder und Jugendliche oft in Unkenntnis des Strafrechts kinder- und jugendpornografische Darstellungen in Gruppenchats und auf Social-Media-Plattformen wie Whatsapp, Instagram, Snapchat oder Facebook teilen und dadurch verbreiten wĂŒrden. Dementsprechend liege der Anteil der TatverdĂ€chtigen unter 18 Jahren bei 40,6 Prozent. Das sind 19.597 aller 48.274 TatverdĂ€chtigen (+5,8 Prozent) bei dem Delikt. Der Anteil der Jugendlichen ist allerdings im Vergleich zum Vorjahr leicht gesunken (2022: 41,1 Prozent). AuĂerdem wĂŒrde das "National Center for Missing & Exploited Children" (NCMEC) aus den USA nach wie vor FĂ€lle mit dem "Tatort Deutschland" an das Bundeskriminalamt (BKA) ĂŒbermitteln. Zugleich hĂ€tten die deutschen Ermittlungsbehörden ihr Personal erheblich aufgestockt, wodurch es mehr bearbeitete Ermittlungsverfahren gebe. Dies sorge dann fĂŒr höhere Zahlen in der Statistik. Auch die Fallzahl beim sexuellen Missbrauch von Kindern ist im Vergleich zum Vorjahr deutlich gestiegen - um 5,5 Prozent auf 16.375 FĂ€lle. Laut PKS haben bundesweit bekannt gewordene KriminalfĂ€lle des schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern wie in der nordrhein-westfĂ€lischen Kleinstadt LĂŒgde einen Beitrag geliefert, derartige Straftaten, frĂŒher anzuzeigen und in der Folge die Hemmschwelle in der Bevölkerung abzubauen.


