DB InfraGo rechnet mit Jahrzehnt der Sanierungen
04.02.2026 - 00:00:00Mit Blick auf die rund 40 weiteren Generalsanierungen besonders belasteter Strecken gelte jedoch auch, dass es mit jedem fertigen Projekt besser werde. Der Prozess werde sich beschleunigen. Die Mittelerhöhung des Bundes mĂŒsse dazu fortgeschrieben und dynamisiert werden.
An dem vielfach kritisierten Sanierungs-Konzept, das auf den seit Jahrzehnten unterfinanzierten Schienen Totalsperrungen vorsieht, hÀlt der Bahnmanager fest. "Die komprimierte Sanierung von ganzen Korridoren ist das beste Instrument, um den riesigen Baubedarf auf den stark belasteten Strecken abzuwickeln", sagte er.
Dass dabei auf den Einbau digitaler Elemente erstmal verzichtet werde, liege daran, dass zunĂ€chst alte Stellwerke ausgetauscht werden mĂŒssten. Die HĂ€lfte der ĂŒber 4.000 Stellwerke sei nicht digitalisierungsfĂ€hig. "Sie stammen aus der Vor-Computerzeit und arbeiten noch mit SeilzĂŒgen oder elektromechanischen Walzen."
ZusĂ€tzlich zu den Korridorsanierungen plant die DB InfraGo in diesem Jahr 28.000 kleinere Baustellen, weitere werden kurzfristig dazukommen. Regio- und GĂŒterverkehr leiden ebenso wie FahrgĂ€ste darunter, darĂŒber oft viel zu spĂ€t informiert zu werden. "In der Kommunikation mĂŒssen und wollen wir besser werden", rĂ€umte Nagl ein. Dazu habe man sich neu aufgestellt. Die Baustellen seien jedoch unverzichtbar, sagte er. "Das ist der einzige Weg, um aus dem AbwĂ€rtstrend herauszukommen."


