Magdeburg-AttentÀter verschickt Briefe an Journalisten
13.08.2025 - 11:00:00Zuvor hatte Taleb A. bereits Opfer und Ermittler auf diesem Weg kontaktiert. In seinem handschriftlichen Brief an den "Spiegel" Ă€uĂert der 50-JĂ€hrige auf Deutsch und Englisch wirre, unzusammenhĂ€ngende Behauptungen. Sie betreffen sowohl ein Netzwerk ehemaliger Muslime als auch die deutsche Politik sowie Ermittlungen gegen ihn. FĂŒnf Seiten enthalten auf Arabisch verfasste, nach eigenen Angaben selbst geschriebene Gedichte in melancholischem Ton. Alle Texte seien "zur Veröffentlichung", so der AttentĂ€ter. Ăhnliche VorwĂŒrfe hatte er vor seiner Tat auf der Plattform X geteilt. Der Mann aus Saudi-Arabien war im Dezember 2024 mit einem schwarzen BMW ĂŒber den Magdeburger Weihnachtsmarkt gerast. Dabei tötete er sechs Menschen, rund 300 erlitten teils schwere Verletzungen. Seit 2013 war Taleb A. deutschen Behörden durch Drohungen und wirre Schreiben aufgefallen. Dabei prĂ€sentierte er sich als Aktivist, der vor allem Frauen helfen wolle, aus seinem Herkunftsland zu fliehen. Derzeit befindet sich Taleb A. in Berlin in Untersuchungshaft. Sein gesamter Schriftverkehr, sowohl eingehend als auch ausgehend, wird von Ermittlern ĂŒberwacht. Nach "Spiegel"-Informationen soll noch im August Anklage gegen ihn erhoben werden.


