Ex-MinisterprÀsident, GefÀhrdung

Ex-MinisterprÀsident sieht keine GefÀhrdung des Verfassungsgerichts

09.03.2024 - 19:05:30

Der frĂŒhere Richter am Bundesverfassungsgericht und MinisterprĂ€sident des Saarlands, Peter MĂŒller (CDU), hĂ€lt das Bundesverfassungsgericht fĂŒr die Herausforderungen der Gegenwart gut aufgestellt.

"Das Gericht hat in den mehr als sieben Jahrzehnten seines Bestehens wesentlich zu dem Kitt beigetragen, der unsere Gesellschaft zusammenhĂ€lt", sagte er der "Rheinischen Post". "Das wird auch in der Zukunft der Fall sein." Wir sollten keine ĂŒberĂ€ngstlichen Diskussionen fĂŒhren, sagte MĂŒller.

"Ich sehe nicht, dass die Destabilisierung des Gerichts durch die AfD bevorsteht - weder von außen, noch von innen." Auf die Frage, ob das Gericht ein stabiler Anker bleibt, selbst wenn ein Richter auf AfD-Ticket gewĂ€hlt wĂŒrde, sagte er: "Da habe ich ĂŒberhaupt keine Zweifel." An einem möglichen AfD-Verbotsverfahren Ă€ußerte MĂŒller Zweifel: "Ich hĂ€tte eine PrĂ€ferenz dafĂŒr, selbstbewusst die Demokratie gegen ihre Feinde zu verteidigen. Meines Erachtens ist es nicht notwendig, ein Verbotsverfahren zu bemĂŒhen. Die Kraft der geistigen Auseinandersetzung reicht." Es sei eine sehr schwierige Frage, "ob diese Partei in ihrer Gesamtheit darauf ausgeht, die freiheitlich-demokratische Grundordnung zu beseitigen oder zu beeintrĂ€chtigen. Ein Höcke alleine macht noch keine verfassungsfeindliche AfD", so MĂŒller.

@ dts-nachrichtenagentur.de