Ditib sieht keine Möglichkeit zur eigenen Finanzierung von Imamen
Veröffentlicht am: 20.05.2026 um 05:00 Uhr | dts-nachrichtenagentur.deDen Einfluss der türkischen Religionsbehörde Diyanet, die die Gehälter der Imame zahlt, bestritt Kalyon. "Wer zahlt, bestimmt nicht die Inhalte", sagte der Generalsekretär. Aber dennoch habe man 2024 festgehalten, dass die Fachaufsicht aller Religionsbeauftragten bei der Ditib liege - nicht bei der Diyanet. Ditib sei in Deutschland ein selbstständiger Verein, so Kalyon. "Wir treffen unsere Entscheidungen hier. Wir nehmen die Diyanet als theologische Referenz." Gemeinden und Bundesverband seien basisdemokratisch aufgebaut.
Gleichzeitig sei es nicht möglich, die rund 1.000 Religionsbeauftragten in Ditib-Moscheen selbst zu finanzieren. "Die Gemeinden haben nur zwei Einnahmequellen: Spenden und Mitgliedsbeiträge", sagte Kalyon. Ein durchschnittliches Gehalt zwischen 4.000 und 6.000 Euro sei schwierig aus der Gemeinde zu erbringen. "Dieses Budget haben die Gemeinden einfach nicht."
