Bericht: MutmaĂlicher CSD-AttentĂ€ter kritisierte Haftbedingungen
Veröffentlicht am: 29.07.2026 um 11:37 Uhr | dts-nachrichtenagentur.deDer TatverdĂ€chtige bestritt damals TerrorplĂ€ne. Er habe nur "Bewunderung und Empathie" fĂŒr den "Islamischen Staat" (IS). Ăhnlich soll er sich spĂ€ter vor einem MilitĂ€rgericht geĂ€uĂert haben. Er habe die Videos der Terrormiliz nur aus Interesse angeschaut und "Mitleid" mit deren KĂ€mpfern gehabt, heiĂt es in dem Bericht.
Der mutmaĂliche CSD-AttentĂ€ter beklagte sich laut der Unterlagen auch ĂŒber die "schlimmen" Haftbedingungen im Libanon: Er sitze mit anderen Gefangenen in einer sechs Quadratmeter kleinen Zelle und könne nur alle vier Tage duschen und die Kleidung wechseln. Das Essen habe er mehrfach verweigert.
Im Oktober 2025 verurteilte ihn das libanesische MilitĂ€rgericht zu drei Monaten GefĂ€ngnis wegen "Anstiftung zu religiösen Konflikten". Auch bei der Verhandlung soll laut "Spiegel" eine Mitarbeiterin der deutschen Botschaft dabei gewesen sein. Zuvor hatte demnach offenbar eine deutlich höhere Haftstrafe von drei bis fĂŒnf Jahren wegen "Terrorismusfinanzierung" im Raum gestanden. So sei es der deutschen Auslandsvertretung in Beirut mitgeteilt worden.
Der spĂ€tere TatverdĂ€chtige kam auf freien FuĂ. Laut "Spiegel" brachte ihn sein Vater aus dem Libanon zurĂŒck nach Berlin. Dort nahmen ihn Polizisten im November 2025 am Flughafen fest. Das Amtsgericht Tiergarten verurteilte ihn spĂ€ter zu einer Jugendstrafe von einem Jahr und zehn Monaten zur "VorbewĂ€hrung".
Am vergangenen Samstag soll der VerdĂ€chtigte einen Van angemietet haben und im GroĂen Tiergarten in eine Menschenmenge am Rande des CSD gefahren sein. Eine Frau starb, 31 weitere Menschen wurden verletzt. Dass der VerdĂ€chtigte der TĂ€ter war, gilt laut Behörden inzwischen als gesichert. Im Auto sollen die Ermittler Spuren seiner DNA und sein Handy gefunden haben. Darauf soll sich ein Video mit einem Treueschwur auf den IS befunden haben.
