Bundespolizei, Grenzkontroll-Bilanz

Bundespolizei zieht positive Grenzkontroll-Bilanz

01.06.2025 - 00:00:00

Der PrĂ€sident der Bundespolizei, Dieter Romann, hat eine erste positive Bilanz der verschĂ€rften Kontrollen an allen deutschen Landesgrenzen gezogen und die Kritik der Polizeigewerkschaft an einer Überlastung der Beamten zurĂŒckgewiesen.

"Warum sollte die Bundespolizei heute mit rund 56.000 Mitarbeitern nicht das schaffen, was wir frĂŒher mit 10.000 oder mit 30.000 Beamten geschafft haben", sagte er der "Bild am Sonntag". Kritik vieler NachbarlĂ€nder an den deutschen Grenzkontrollen gĂ€be es nach Angaben von Romann auf Arbeitsebene nicht: Mit allen seinen Amtskollegen habe er gesprochen, "mehrfach, mit manchen wöchentlich", so Romann. "Dabei habe ich viel VerstĂ€ndnis fĂŒr unsere Maßnahmen erfahren. Eine Person aus diesem Kreis hat es wie folgt formuliert: `Na endlich.`" Seit Beginn der Kontrollen am 8. Mai bis letzten Freitag (23 Tage) wurden laut "Bild am Sonntag" an allen Landesgrenzen 3.387 unerlaubte Einreisen registriert.

2.613 Migranten wurden zurĂŒckgewiesen. Von 160 Personen, die ein Asyl-Schutzersuchen gestellt hatten, wurden 125 zurĂŒckgewiesen. 35 FlĂŒchtlinge durften einreisen, weil sie krank waren oder Kinder dabeihatten. Die Bundespolizei habe, so Romann, entlang der nationalen Grenzen stĂ€ndig rund 9.800 Beamte in ihren Stammdienststellen. Seit dem 16. September 2024 - nach der Wiederaufnahme vorĂŒbergehender Binnengrenzkontrollen an allen neun Landgrenzen - sei dieser Regeldienst um knapp 1.200 Kollegen verstĂ€rkt worden. Inzwischen seien sogar 13.000 bis 14.000 Bundespolizisten an den Grenzen im Einsatz. Aus anderen Einsatzgebieten wie an den Bahnhöfen werde kein Personal fĂŒr die Grenzkontrollen abgezogen. Romann weiter: "Die StĂ€rke der Bahninspektionen wird dafĂŒr nicht angetastet, auch nicht vorĂŒbergehend." Insgesamt wurden seit September letzten Jahres ĂŒber 37.000 unerlaubte Einreisen registriert und fast 25.000 Migranten zurĂŒckgewiesen. "Nebenbei" wurden 991 Schleuser festgenommen und 6.167 offene Haftbefehle vollstreckt. "Seit ĂŒber 250 Tagen lĂ€uft das also schon so", so der Bundespolizei-PrĂ€sident.

@ dts-nachrichtenagentur.de