Geheimdienste, Luftfahrt

ThĂŒringer Verfassungsschutz fordert Strategie zur Drohnenabwehr

07.10.2025 - 08:00:00

Der PrĂ€sident des ThĂŒringer Verfassungsschutzes, Stephan Kramer, fordert nach den DrohnenvorfĂ€llen in den vergangenen Tagen eine klare Strategie zur Abwehr der mutmaßlich russischen Flugobjekte.

"Im Moment haben wir keine Strategie", sagte Kramer dem "Handelsblatt". Der Geheimdienstchef bemĂ€ngelte, dass es bisher weder eine klare ZustĂ€ndigkeit fĂŒr die Drohnenabwehr im Nicht-Verteidigungsfall noch "verlĂ€sslich wirksame" technische AbwehrfĂ€higkeiten gebe. Von einer "angemessenen DrohnenabwehrfĂ€higkeit" sei Deutschland noch entfernt, sagte Kramer. Er sprach sich dafĂŒr aus, den neu geschaffenen Nationalen Sicherheitsrat als zentralen Ort im Anti-Drohnen-Kampf zu etablieren.

Aktuelle "24/7-360-Grad-Lagebilder" seien "nie falsch und sind eine wichtige Grundlage fĂŒr angemessene strategische Entscheidungen", sagte er. "Der Nationale Sicherheitsrat mit den unterschiedlichen Profis aus dem Bereich innere und Ă€ußere Sicherheit ist bestimmt der richtige Ort dafĂŒr." Auch der Vorsitzende des Geheimdienste-Kontrollgremiums, Marc Henrichmann (CDU), hĂ€lt "ein klares, gemeinsames Lagebild" zur Drohnenabwehr fĂŒr unerlĂ€sslich. "Der Nationale Sicherheitsrat muss diese Rolle bĂŒndeln und als zentrale Entscheidungsstelle agieren", sagte Henrichmann dem "Handelsblatt". Der CDU-Politiker gab jedoch zugleich zu bedenken, dass neue Gremien keine Probleme lösten, wenn ZustĂ€ndigkeiten zersplittert bleiben. "Wir brauchen deswegen klare Strukturen und schnelle Entscheidungen."

@ dts-nachrichtenagentur.de