TK kritisiert ungleiche Ărzteverteilung
12.10.2025 - 08:30:04
"Es kann nicht sein, dass unsere Versicherten, gerade auch gut verdienende Versicherte, oft mehr bezahlen, als man in der privaten Krankenversicherung bezahlt, dann aber keine Termine bekommen", sagte Baas der "Bild am Sonntag". Der GroĂteil der Gesundheitsausgaben in Deutschland werde von gesetzlich Versicherten gestemmt. "Da kann es nicht sein, dass unsere Versicherten spĂ€ter Zugang zum Facharzt bekommen. Wir mĂŒssen frĂŒher oder spĂ€ter die Systemfrage stellen."
Es gebe ein "Gerechtigkeitsproblem" bei der Verteilung und VerfĂŒgbarkeit von niedergelassenen Ărzten.
"Wenn ich mir anschaue, wo die Ărzte heutzutage sind, dann sind Ărzte nicht da, wo kranke Menschen sind, sondern sie sind da, wo privat versicherte kranke Menschen sind. Wir haben eine extrem hohe OrthopĂ€den-Dichte am Starnberger See. Wir haben in Heidelberg-Stadt fĂŒnfmal so viele HausĂ€rzte wie im Umland." Das habe damit zu tun, dass dort viele Privatversicherte wohnten, so Baas. Als Arzt mache es durchaus Sinn, sich dort niederzulassen, "wo ich mein Einkommen optimieren kann", sagte der TK-Chef. Er kritisiert: "Als System ist es aber dumm. Wir mĂŒssen das System so ausgestalten, dass der Arzt sich da niederlĂ€sst, wo die Kranken sind."


