Sanierung, Bundeswirtschaftsministeriums

Sanierung des Bundeswirtschaftsministeriums dauert lÀnger

01.03.2025 - 01:00:00

Die anstehende Sanierung des Bundeswirtschaftsministeriums in Berlin wird deutlich lÀnger dauern als bislang bekannt.

Das Ministerium an der Berliner Scharnhorststraße wird seinen angestammten Hauptsitz voraussichtlich im Mai verlassen und in ein Ausweichquartier in der Chausseestraße ziehen, berichtet die "Welt am Sonntag". "Nach aktueller Planung werden die Liegenschaft Scharnhorststraße 34-37 von 2026 an bis Mitte der 2030er-Jahre umfassend saniert, in einem ersten Schritt zunĂ€chst drei GebĂ€ude", teilte eine Sprecherin der "Welt am Sonntag" mit. Es gehe dabei um Brandschutz, Dachsanierung, Schadstoffe, Energieeffizienz sowie Modernisierung. "Im Nachgang der Sanierung der GebĂ€ude A bis C bestehen weitere Sanierungsbedarfe auf dem GelĂ€nde der Liegenschaft, insbesondere bei den GebĂ€uden E, F und G." In einer Antwort auf eine Kleine Anfrage (Drucksache 20/810) war die Bundesregierung 2022 von einer Dauer von etwa vier Jahren fĂŒr die Sanierung der GebĂ€ude ausgegangen.

Nun sollen die Arbeiten erst in etwa zehn Jahren abgeschlossen sein. Das Ministerium wird in der Zeit der Sanierung im GebĂ€ude an der Chausseestraße 23, der ehemaligen Zentrale des Energiekonzerns Vattenfall, untergebracht. Das AusweichgebĂ€ude war bereits 2021 vom damaligen Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) fĂŒr insgesamt 15 Jahre angemietet worden. Der Bund zahlt fĂŒr das mehr als 21.000 Quadratmeter große GebĂ€ude fast 200 Millionen Euro Miete ĂŒber die gesamte Dauer des Vertrages. Pro Quadratmeter belĂ€uft sich der Preis zunĂ€chst auf 45 Euro, er steigt jĂ€hrlich um 1,8 Prozent. "Der Mietpreis von durchschnittlich 51 Euro pro Quadratmeter ist schon sportlich, ein SchnĂ€ppchen ist das jedenfalls nicht", sagte Alexander Fieback, der Berliner Niederlassungsleiter der auf Gewerbeimmobilien spezialisierten Beratungsfirma Bulwiengesa, der "Welt am Sonntag". Er gibt allerdings zu bedenken, dass die öffentliche Hand in der Regel höhere Preise zahlen mĂŒsse, weil der Vermieter die Vorsteuer nicht geltend machen könne. "Wenn man das berĂŒcksichtigt, liegt der Preis am oberen Ende des ĂŒblichen Rahmens", sagte Fieback. FĂŒr ungewöhnlich hĂ€lt er allerdings die Dauer. "Ein Mietvertrag ĂŒber 15 Jahre ist fĂŒr den Vermieter ein Jackpot, den es so kaum noch gibt", sagte der Experte. "Solche VertrĂ€ge gibt es eigentlich nur noch mit der öffentlichen Hand, ĂŒblich sind in der Privatwirtschaft inzwischen eher fĂŒnf Jahre, allenfalls mal zehn Jahre."

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