Feuerwehr, Silvesterbilanz

Berliner Feuerwehr zieht durchwachsene Silvesterbilanz

01.01.2025 - 10:05:41

Die Berliner Feuerwehr hat eine durchwachsene Silvesterbilanz gezogen.

Insgesamt habe man 1.892 EinsĂ€tze zum Jahreswechsel bewĂ€ltigen mĂŒssen und damit 294 mehr als im Vorjahr, teilte die Feuerwehr am Neujahrsmorgen mit. Unter den EinsĂ€tzen waren 825 gemeldete BrĂ€nde, 847 RettungsdiensteinsĂ€tze sowie 220 technische Hilfeleistungen und sonstige EinsĂ€tze. AuffĂ€llig waren laut Feuerwehr dieses Mal vermehrt BrĂ€nde in WohngebĂ€uden mit gefĂ€hrdeten Personen, die gerettet und versorgt werden mussten.

Außerdem habe es zwei Einsatzlagen gegeben, bei denen es durch pyrotechnische Erzeugnisse zu "erheblichen Personen- und GebĂ€udeschĂ€den" gekommen sei. In der Silvesternacht 2023/2024 waren es im selben Zeitraum insgesamt 1.598 EinsĂ€tze, darunter 663 BrĂ€nde, 861 RettungsdiensteinsĂ€tze sowie 74 technische Hilfeleistungen und sonstige EinsĂ€tze. Insgesamt bewegt sich die Zahl der EinsĂ€tze auf einem deutlich höheren Niveau als in den Vorjahren. Der bisherige Höchststand in den letzten sechs Jahren wurde zum Jahreswechsel 2022/2023 mit 1.717 EinsĂ€tzen erfasst - auch dieser wurde jetzt klar ĂŒbertroffen. In der Corona-Zeit kam es 2020/2021 zu 862 EinsĂ€tzen und 2021/2022 zu 1.026 EinsĂ€tzen. Zum Jahreswechsel 2019/2020 war die Feuerwehr in Berlin zwischen 19 und 6 Uhr zu 1.523 EinsĂ€tzen ausgerĂŒckt. Zum Jahreswechsel 2024/2025 kam es unterdessen erneut zu gewalttĂ€tigen Angriffen auf EinsatzkrĂ€fte und Fahrzeuge der Berliner Feuerwehr. Unter anderem sei die Scheibe eines Einsatzfahrzeugs wĂ€hrend der Fahrt mit einem "gezielten Steinwurf" durchschlagen worden. Insgesamt wurden 13 Übergriffe ĂŒber das interne Meldesystem dokumentiert, hierbei wurden aber offenbar keine RettungskrĂ€fte verletzt. Letztes Jahr war es in der Silvesternacht zu 30 Übergriffen gekommen. Viel zu tun hatte neben der Feuerwehr auch die Polizei in der Hauptstadt. Nach vorlĂ€ufigen Angaben der Behörden gab es in Berlin im Zusammenhang mit dem Silvestereinsatz bis zu 330 Festnahmen. Die EinsatzkrĂ€fte seien "zahlreich" mit Pyrotechnik beschossen worden, in einem Fall sei ein Polizist schwer verletzt worden und musste im Krankenhaus operiert werden. Die Polizei Hamburg meldete derweil "weitestgehend silvestertypische Feierlichkeiten" in der Stadt. In den Bereichen Steindamm (St. Georg) und Schreyerring (Steilshoop) wurden demnach aber verstĂ€rkt EinsatzkrĂ€fte zusammengezogen, nachdem es dort zuvor zu WĂŒrfen mit pyrotechnischen GegenstĂ€nden auf Polizisten gekommen sei. Durch die polizeilichen Maßnahmen habe die Situationen aber befriedet werden können, so die Beamten. Die Hamburger Feuerwehr erfasste insgesamt 1.365 EinsĂ€tze, wobei 17 auf den Bereich technische Hilfeleistung, 484 auf den Bereich Brandschutz, 803 auf den Bereich des Rettungsdienstes und 61 auf den Bereich sonstiger EinsĂ€tze entfielen. Zu grĂ¶ĂŸeren Ausschreitungen kam es in der Silvesternacht zudem in MĂŒnchen, wo auf der WittelsbacherbrĂŒcke im Zentrum Polizeibeamte durch eine grĂ¶ĂŸere Gruppe Menschen angegriffen worden sein sollen. Insgesamt soll die Gruppe laut Polizei 200 bis 300 Personen aus dem "linken Spektrum" umfasst haben. Man habe die Situation "mit starken KrĂ€ften" beruhigen können, hieß es. GrĂ¶ĂŸere Angriffe auf Polizisten gab es in der Silvesternacht zudem auch in Leipzig sowie in Gelsenkirchen. Im gesamten Bundesgebiet kam es auch zu mehreren tödlichen UnfĂ€llen mit Pyrotechnik. Bundesweit kamen dabei mindestens fĂŒnf Menschen ums Leben. In Oschatz in der NĂ€he von Leipzig sowie in Hartha im Landkreis Mittelsachsen verletzten sich zwei MĂ€nner tödlich, als sie mit Feuerwerkskörpern hantierten. In Hamburg kam es kurz nach Mitternacht zu einem Böllerunfall, bei dem ein 20 Jahre alter Mann durch die Detonation seiner Pyrotechnik tödlich verunglĂŒckte. Im nordrhein-westfĂ€lischen Kreis Soest starb ein 24-JĂ€hriger bei der Explosion eines offenbar selbst gebauten Böllers. Ein 21-JĂ€hriger kam zudem im Landkreis Oberhavel in Brandenburg ums Leben.

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