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Professorin schlÀgt Alarm: Berliner Unis in desaströsem Zustand

25.04.2026 - 09:19:30 | dts-nachrichtenagentur.de

Die Berliner Unis sind laut Geraldine Rauch, bis MĂ€rz PrĂ€sidentin der Technischen UniversitĂ€t (TU), in einem desaströsen Zustand.In HörsĂ€len tropfe es von der Decke, "Eimer stehen wie selbstverstĂ€ndlich mitten in EingĂ€ngen, Laboren und HörsĂ€len - notdĂŒrftig abgesperrt mit Flatterband", schreibt sie in einem Gastbeitrag fĂŒr die "Berliner Morgenpost" (Samstagsausgabe).

Technische UniversitÀt Berlin (Archiv) - Foto: via dts Nachrichtenagentur
Technische UniversitÀt Berlin (Archiv) - Foto: via dts Nachrichtenagentur
Ganze GebÀude seien mittlerweile gesperrt.

Gleichzeitig wĂŒrden die StudierendenbeitrĂ€ge steigen und in den nĂ€chsten Jahren bis zu 14 Prozent aller StudienplĂ€tze aus KostengrĂŒnden gestrichen. "Schon bald werden Hochschulen ihre laufenden Kosten nicht mehr alleine tragen können, in der freien Wirtschaft kĂ€me das einer Insolvenz gleich", schreibt Rauch.

Die Professorin, die derzeit an der CharitĂ© Berlin das Institut fĂŒr Biometrie und klinische Epidemiologie leitet, fordert fĂŒr die 200.000 Studenten an den Berliner Unis "echte Mitbestimmung bei hochschulpolitischen Entscheidungen" und eine verlĂ€ssliche Finanzierung, die derzeit nicht gegeben sei. Wichtig sei auch "eine Wohnraumpolitik, die Studierende nicht im Regen stehen lĂ€sst".

Vor der Abgeordnetenhauswahl am 20. September hĂ€tten die Parteien die WĂ€hlergruppe der Studenten noch nicht richtig im Blick: "Studierende tauchen in Programmen auf, aber selten als konkrete politische PrioritĂ€t. Es wird ĂŒber sie gesprochen - selten mit ihnen".

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