NRW, EU

NRW zufrieden: Bund will jetzt doch Einweg-E-Zigaretten verbieten

21.11.2025 - 14:34:08

Die Bundesregierung kommt dem Wunsch der LĂ€nder nach und bringt ein Verbot von Einweg-E-Zigaretten auf den Weg.

Eine entsprechende ErklĂ€rung gab UmweltstaatssekretĂ€rin Rita SchwarzelĂŒhr-Sutter (SPD) am Freitag im Bundesrat zu Protokoll. Man werde im weiteren GesprĂ€ch mit den LĂ€ndern beraten, in welchem Gesetz diese Regelung getroffen werden könne. Vor allem NRW hatte darauf gepocht, dass es zu einem solchen Verbot kommen mĂŒsse.

Hintergrund sind mehrere BrĂ€nde auf Deponien und Wertstoffhöfen im Land. NRW-Umweltminister Oliver Krischer zeigte sich zufrieden. Der GrĂŒnenpolitiker sagte der "Rheinischen Post" (Samstag): "Einweg-E-Zigaretten sind nicht nur eine Gefahr fĂŒr die Gesundheit, besonders von jungen Menschen, sie sind auch ein erhebliches Umweltproblem." Millionen von achtlos in den Haus- oder VerpackungsmĂŒll geworfenen Einweg-E-Zigaretten verursachten hohe MillionenschĂ€den. "Die in den Einweg-E-Zigaretten enthaltenen Akkus verursachen allein in NRW ĂŒber 100, zum Teil sehr schwere, BrĂ€nde jĂ€hrlich in Abfallsortieranlagen. Die SachschĂ€den sind immens, und es ist ein GlĂŒck, dass bei der Vielzahl der BrĂ€nde bisher noch keine Menschen zu Schaden gekommen sind." Es freue ihn sehr, dass die Bundesregierung nun endlich dem jahrelangen DrĂ€ngen der LĂ€nder nachkomme und auch ein Verbot von Einweg-E-Zigaretten anstrebe, so der Minister weiter. SchwarzelĂŒhr-Sutter wies in ihrer ErklĂ€rung jedoch darauf hin, dass ein Verbot von elektronischen Einweg-Zigaretten durch die EuropĂ€ische Kommission gebilligt werden mĂŒsse. "Erst nach Abschluss dieses Verfahrens kann das Verbot umgesetzt werden. Dieses Verfahren haben Frankreich und Belgien fĂŒr ihre Verbote bereits durchgefĂŒhrt."

@ dts-nachrichtenagentur.de