Terrorismus, Polizeimeldung

Kampf gegen Terrorismus: Regierung will Strafrecht verschÀrfen

01.10.2025 - 07:00:00

Die Bundesregierung will das Strafrecht verschÀrfen, um besser auf terroristische Bedrohungen reagieren zu können.

Einen entsprechenden Gesetzentwurf des Bundesjustizministeriums soll das Bundeskabinett laut der "Welt" am Mittwoch beschließen. Geplant ist demnach eine Ausweitung der Strafbarkeit im Vorfeld terroristischer AnschlĂ€ge. Schon heute kann die Vorbereitung einer "schweren staatsgefĂ€hrdenden Gewalttat" strafbar sein, wenn potenzielle TĂ€ter im Rahmen der Anschlagsplanung zum Beispiel Schusswaffen einkaufen oder Sprengstoff herstellen. KĂŒnftig sollen auch FĂ€lle strafbar sein, in denen ein Anschlag mit einem gefĂ€hrlichen Werkzeug, etwa einem Fahrzeug oder einem Messer, vorbereitet wird.

Dies geschehe "vor dem Hintergrund, dass bei den AnschlĂ€gen in jĂŒngerer Zeit vermehrt Fahrzeuge oder Messer genutzt wurden", heißt es in dem Gesetzentwurf laut der "Welt". "Extremisten, Terrornetzwerke und autoritĂ€re Staaten arbeiten ganz gezielt gegen uns - und unsere freie Gesellschaft", sagte Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD) der "Welt". "Hierauf geben wir eine klare Antwort, indem wir unser Strafrecht klar gegen Bedrohungen durch Terrorismus und auslĂ€ndische Spionage nachjustieren. Unsere Strafverfolgungsbehörden können so wirksamer schon gegen die Vorbereitung von AnschlĂ€gen und hybrider KriegsfĂŒhrung vorgehen. Das gilt insbesondere auch fĂŒr die Vorbereitung von AnschlĂ€gen mit AlltagsgegenstĂ€nden wie Autos oder Messern, die die Sicherheit der Menschen hier in Deutschland besonders bedrohen." Vorgesehen sind noch weitere VerschĂ€rfungen. So soll auch die Einreise von Personen unter Strafe gestellt werden, die in Deutschland eine terroristische Straftat begehen wollen.

@ dts-nachrichtenagentur.de