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Deutsche Bahn ĂŒbt Selbstkritik: Streckennetz zu schwach

10.06.2023 - 10:49:37

Die Deutsche Bahn hat im Zuge der aktuell zunehmenden VerspĂ€tungen und ZugausfĂ€lle deutliche Kritik an sich selbst geĂŒbt.

"Die steigende Nachfrage trifft auf ein Streckennetz, das nicht fĂŒr die aktuellen Belastungen und kĂŒnftiges Wachstum ausgelegt ist. Viele Gleise, Weichen, BrĂŒcken und Stellwerke sind ĂŒberaltert und damit störanfĂ€llig", sagte ein Sprecher der Deutschen Bahn dem Nachrichtenportal Watson.

Die Auslastung auf den hoch belasteten Streckenkilometern liege derzeit bei 125 Prozent. Deshalb werde das Netz ausgebaut - was allerdings zu noch mehr Umleitungen, Staus und VerspĂ€tungen fĂŒhre, erklĂ€rte der Sprecher. Mit Bund und Branche werde an einer Generalsanierung zum Hochleistungsnetz gearbeitet und die Fernverkehrsflotte modernisiert. Zwar gebe es auch immer wieder externe Eingriffe in den Bahnverkehr, weshalb ZĂŒge ausfallen wĂŒrden oder sich verspĂ€teten, dennoch rĂ€umt die Deutsche Bahn ein: "Aktuelle VerspĂ€tungen sind jedoch insbesondere auf ein hochbelastetes Schienennetz, eine erhöhte Nachfrage und BauaktivitĂ€ten auf den Strecken zurĂŒckzufĂŒhren." Das bestĂ€tigte auf Anfrage von Watson auch der Bahnbeauftragte der Bundesregierung, Michael Theurer (FDP). Er kritisierte zudem die VorgĂ€ngerregierungen: "Ein Großteil der Probleme lĂ€sst sich auf den schlechten Zustand des Netzes zurĂŒckfĂŒhren. Das wurde von den VorgĂ€ngerregierungen in den letzten Jahren stark vernachlĂ€ssigt. Darum konzentriert sich unsere Strategie jetzt darauf, hier schnell Verbesserungen herbeizufĂŒhren."

dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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